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26.03.2016, 10:57

Nach 0:2 in Guatemala droht WM ohne USA

Klinsmann schimpft nach US-Blamage - Brooks verletzt

Seit 1990 waren die USA bei jeder WM dabei, doch um ihre Teilnahme an der nächsten in Russland 2018 müssen sie jetzt ernsthaft bangen: Bei Außenseiter Guatemala verloren die Amerikaner in der Nacht zu Samstag (MEZ) hochverdient mit 0:2. Trainer Jürgen Klinsmann haderte mit den Gegentoren - doch auch er musste sich reichlich Kritik anhören.

Michael Bradley (l.) und Geoff Cameron nach dem 0:2 in Guatemala
Hängende Köpfe in Guatemala: Die USA, hier Bradley (l.) und Cameron, erlebten eine historische Blamage.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Aufbruchsstimmung, die Jürgen Klinsmann einst im US-Fußball entfachte, sie ist anderen Bestandsaufnahmen gewichen: "Das Nationalteam und Jürgen Klinsmann sind ein Desaster mit wenig Hoffnung", urteilte "FoxSports" am Samstag und sprach von der "wohl schlechtesten Nationalelf seit Jahrzehnten". Dem 0:2 beim Weltranglisten-95., der ersten US-Niederlage überhaupt in Guatemala, folgten düstere Töne.

Denn unglücklich war die Niederlage im Rahmen der Qualifikation für die WM 2018 in Russland nicht gerade. Schon in der siebten Minute köpfte Rafael Morales, noch leicht abgefälscht von Mix Diskerud, nach einem Eckball zur Führung ein (7.); dann mutierte ein Abschlag von Guatemalas Keeper Paul Motta ungehindert zur Vorlage für Stürmer Carlos Ruiz, der locker einschoss (15.). Fertig war die "schlechteste erste Hälfte in Klinsmanns Amtszeit" (ESPN).

"Da sollte jemand am kurzen Pfosten stehen", schimpfte Klinsmann über das 0:1, "wir haben das alles auf die Taktiktafel geschrieben, die in der Umkleidekabine steht. Das darf nicht passieren!" Beim 0:2 erkannte er gleich eine ganze "Fehlerkette", jeder habe sich auf den anderen verlassen.

"Wir müssen es am Dienstag hinkriegen"

Weil ein echtes Aufbäumen nach der Pause trotz einiger von Motta parierter Abschlüsse ausblieb, stehen die USA nun gehörig unter Druck. Nach nur vier Punkten aus drei Spielen liegen sie in ihrer Qualifikationsgruppe hinter Trinidad & Tobago (7) und Guatemala (6). Nur die ersten beiden Teams der Vierergruppe erreichen die letzte Quali-Runde.

"Einen Mangel an Konzentration" und "falsche Entscheidungen" machte Klinsmann als Hauptursache für die historische Blamage aus. "Wir müssen die Verantwortung dafür übernehmen, jeder von uns, Trainer und Spieler. Wir müssen weitermachen und es am Dienstag hinkriegen." Dann kommt es in Columbus zum zweiten Duell mit Guatemala. Klinsmann: "Wir haben immer gesagt, dass die Qualifikation ein langer, kniffliger, schwieriger Weg werden würde."

Unangenehme Fragen für Klinsmann - Brooks abgereist

Die Kritik am Nationaltrainer, die schon seit dem Halbfinalaus beim Gold-Cup 2015 anhält, hat noch einmal an Schärfe gewonnen. Warum stellte er Tim Howard ins Tor, der seit dem 24. Januar ohne Spielpraxis war? Warum bekleideten die England-Legionäre Geoff Cameron (Stoke) und DeAndre Yedlin (Sunderland) andere Positionen als bei ihren Klubs? Das waren unangenehme Fragen, die sich "Klinsi" gefallen lassen musste.

"ESPN" nannte die ersatzgeschwächte Abwehr ein "Flickwerk" - vor allem John Anthony Brooks fehlte als Stabilisator. Der Herthaner reiste bereits am Freitag mit einer Knieprellung zurück nach Deutschland, er fehlt auch am Dienstag. Der Gladbacher Fabian Johnson (Adduktorenzerrung) hatte gar nicht erst anreisen können. Angreifer Bobby Wood (Union Berlin) dagegen stand in der Startelf und überzeugte zumindest kämpferisch.

Schäfer punktet, Chicharito trifft

In den anderen CONCACAF-Qualifikationsspielen holte Winfried Schäfer mit Jamaika ein 1:1 gegen Tabellenführer Costa Rica und darf weiter hoffen. Leverkusens Torjäger Chicharito traf für Mexiko beim klaren 3:0 in Kanada zum 1:0. Es war der dritte Sieg im dritten Spiel für "El Tri".

jpe

 
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weitere Infos zu Brooks

Vorname:John Anthony
Nachname:Brooks
Nation: Deutschland
  USA
Verein:Hertha BSC
Geboren am:28.01.1993