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14.11.2015, 14:44

Mascherano fordert in Kolumbien einen Sieg

Argentinien gerät trotz Sintflut ins Schwitzen

Argentiniens Weg zur WM 2018 nach Russland steht weiterhin unter keinem guten Stern. In der WM-Qualifikation steht für die Albiceleste nach dem 1:1 gegen Erzrivale Brasilien in der Nacht zum Samstag (MEZ) nach drei Spielen ein historischer Fehlstart zu Buche: Der Vize-Weltmeister hat zwei magere Pünktchen auf dem Konto und geriet durch das Remis im "Clasico de las Americas" im Rennen um die vier direkten Tickets weiter ins Hintertreffen.

Gerardo Martino
"Nur die Ruhe" drückt die Gestik von Argentiniens Coach Gerardo Martino aus. Gleichwohl steigt der Druck für die Albiceleste.
© imagoZoomansicht

Die Ausbeute mit nur zwei von neun möglichen Punkten weckt bei Argentinien böse Erinnerungen, die fast ein halbes Jahrhundert zurückliegen. In der Qualifikation zur WM 1970 in Mexiko gab es nach zwei Auftaktniederlagen zwar immerhin einen Sieg, dennoch verpasste der zweimalige Weltmeister die Endrunde - letztmals.

Presse: "Dunkle Wolken"

In der Presse machen sich schon düstere Vorahnungen breit. Die renommierte Tageszeitung "La Nacion" titelte in Anspielung auf die Verlegung der Partie um 24 Stunden wegen eines Sturzregens am Donnerstag: "Nach der Sintflut verharrt Argentinien unter dunklen Wolken." Die Sportzeitung "Olé" knüpfte an dieses symbolhafte Bild an, zeigt sich aber hoffnungsvoll: "Jetzt heißt es in Barranquilla schwitzen", so das Blatt auch angesichts der zu erwartenden Hitze in der tropisch-schwülen Karibikstadt, wo es am kommenden Dienstag (Anstoß 21.30 Uhr MEZ) gegen Kolumbien (vier Punkte) geht.

Nicht nur angesichts des Personalengpasses im Angriff der Schützlinge von Gerardo Martino - schließlich fehlt mit Lionel Messi, Sergio Aguero und Carlos Tevez ein Top-Trio - ist das Gastspiel bei den Los Cafeteros der Argentinier eine heikle Aufgabe. Der WM-Viertelfinalist unterstrich am Donnerstag bei Copa-America-Champion Chile beim 1:1 in Santiago seine Gefährlichkeit.

Für die Argentinier wird es darauf ankommen, an die starke Vorstellung gegen Brasilien in der ersten Hälfte anzuknüpfen, in der Ezequiel Lavezzi die Führung erzielte (34.). Lucas Lima sorgte nach einer knappen Stunde für den 1:1-Endstand. Coach Martino haderte hinterher mit dem eigenen Kontrollverlust über das Spiel und der Effektivität der Selecao: "Der Gegner kam einmal und hat uns überrumpelt."

Wir sind verpflichtet, zu gewinnen.Javier Mascherano vor dem Gastspiel in Kolumbien

Barcelonas Javier Mascherano, der den zweimaligen Weltmeister als Kapitän ins Monumental-Stadion von Buenos Aires geführt hatte, wo die Teams mit 50.000 Zuschauern vor Anpfiff mit einer Schweigeminute den Terror-Opfern von Paris gedachten, gibt nach dem Abrutschen auf den vorletzten Platz die Parole für Barranquilla ganz klar vor: "Wir sind verpflichtet, zu gewinnen."

jch

 
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Vorname:Gerardo
Nachname:Martino
Nation: Argentinien
Verein: