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12.07.2014, 20:06

Löw sieht Argentinien "viel, viel besser" als 2010

Schweinsteiger: "Wir haben keinen Druck"

Das Finale kann kommen! 26 Stunden vor dem Showdown gegen Argentinien in Rio wandten sich Joachim Löw und Bastian Schweinsteiger noch einmal an die Öffentlichkeit. Ihre Kernbotschaften: Die Nationalelf weiß das 7:1 gegen Brasilien und den kommenden Gegner einzuschätzen und hat das richtige Maß an Lockerheit. Das unterstrich Löw mit einer Geste.

Bastian Schweinsteiger am Samstag auf der Pressekonferenz
Setzt gegen Argentinien auf die spielerische Stärke - und deutsche Tugenden: Bastian Schweinsteiger.
© Getty ImagesZoomansicht

2006 waren die Argentinier in Berlin auch deswegen im WM-Viertelfinale an Deutschland gescheitert, weil sich Jens Lehmann auf seinen berühmten Spickzettel verlassen konnte; acht Jahre später zogen sie auch deswegen ins Finale ein, weil Keeper Sergio Romero im Elfmeterschießen gegen die Niederlande eine "persönliche" Zettelbotschaft inspirierte. Als ein argentinischer Journalist diese Anekdoten bei der deutschen Abschlusspressekonferenz vor dem WM-Finale noch einmal ansprach, lächelte Joachim Löw nur keck, griff in seine Tasche und hielt einen Zettel in die Höhe. Gelächter im Presseraum des Maracana.

Es saß dort auf der Bühne ein Nationaltrainer, der eine Lockerheit ausstrahlte, wie man sie vor einem WM-Endspiel selten erleben darf. "Für mich ist es nicht die größte Herausforderung", sagte er mit Blick auf den Höhepunkt am Sonntag (21 Uhr MESZ, LIVE! bei kicker.de) und meinte es ernst. "Wir haben das richtige Maß an Selbstbewusstsein. Wenn wir unsere Qualität durchbringen, dann werden wir dieses Spiel gewinnen."

Auch wenn er genau wie sein Vorredner Bastian Schweinsteiger nicht müde wurde zu betonen, dass dieses Duell mit Argentinien nichts mehr mit dem Halbfinale gegen Brasilien zu tun habe: Das 7:1 hat die deutsche Mannschaft noch einmal merklich gestärkt, der größte Druck ist weg. "Ich glaube", meinte Schweinsteiger gar, "dass wir keinen Druck haben."

Selbst bei einer Niederlage würde nicht alles in Schutt und Asche liegen.Joachim Löw

Der Glaube an die eigene Stärke ist indes exorbitant. "Die Mannschaft ist gefestigter. Der Teamgeist ist zu spüren", sagte Schweinsteiger. Man habe "spielerisch noch mal eine Schippe draufgelegt, dazu kommt die eine oder andere deutsche Tugend". Hilfreich seien dabei auch die Erfahrungen der Spieler in den Vereinen gewesen. Löw ergänzte: "Wir sind als Mannschaft reifer geworden, die letzten Monate und auch in diesem Turnier." Auch das mühsame Achtelfinale gegen Algerien (2:1 n.V.) war nur Teil dieses Prozesses, dieses "Marathons", wie Löw vor zwei Wochen einmal gesagt hatte. "Keine Mannschaft schafft es, mit sieben Spielen durch ein Turnier zu kommen, die herausragend gut sind."

Löw warnt vor flexiblen Argentiniern

Die Argentinier sind für diese These das wohl beste Beispiel, herausragend gut präsentierten sie sich bestenfalls phasenweise. Doch Vorsicht: "Das ist eine sehr, sehr gute Mannschaft, die es auch verdient hat, im Finale zu stehen", warnte Schweinsteiger: "Wir müssen Ruhe bewahren, geduldig sein." Löw erwartet eine Mannschaft, die "viel, viel besser organisiert" ist als beim letzten WM-Duell 2010 (4:0), die "nicht nur Messi ist"; die früh stören, sich dann aber auch wieder fallenlassen kann, die mal hoch angreift, mal "sehr, sehr schnell kontert". Jedenfalls eine "ganz, ganz andere Mannschaft", als es Brasilien im Halbfinale war.

Nach dem Abschlusstraining, das zur Entlastung des Rasens nicht im Maracana stattfindet, gehe es mit Blick aufs Finale nun darum, "nur noch ans Fußballspielen zu denken", so Schweinsteiger. Und danach? "Wir haben das Potenzial, mit dieser Mannschaft auch in den kommenden Jahren in der Weltspitze zu sein", glaubt Löw, viele Nationalspieler hätten ihren Zenit noch nicht erreicht. "Selbst bei einer Niederlage", lächelte er, "würde nicht alles in Schutt und Asche liegen."

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 12.07., 11:44 Uhr
Löws Wandlung - Vom Schönspieler zum Pragmatiker
Bundestrainer Joachim Löw musste sich vor und während der WM schon viel Kritik gefallen lassen. Die Fakten sprechen bisher für ihn, denn am Sonntag steht er mit seiner Mannschaft im WM-Finale gegen Argentinien. Aus dem Lager der Nationalelf gibt es ohnehin nur lobende Worte für und über Löw. Assistent Hansi Flick, Manager Oliver Bierhoff und Kapitän Philipp Lahm unterstreichen, dass er "klare Vorstellungen" habe und bewerten das ausdrücklich positiv. Oldie Miroslav Klose kommt zu dem Schluss: "Ein fantastischer Trainer."
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weitere Infos zu B. Schweinsteiger

Vorname:Bastian
Nachname:Schweinsteiger
Nation: Deutschland
Verein:Manchester United
Geboren am:01.08.1984

weitere Infos zu Löw

Vorname:Joachim
Nachname:Löw
Nation: Deutschland
Verein:Deutschland


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