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11.07.2014, 22:38

Müller jagt Klose - Haimoudi pfeift Spiel um Platz 3

WM am Freitag: Robben wäre gern fort - Schiri-Lob

Vor dem Spiel um Platz drei zwischen Gastgeber Brasilien und den Niederlanden sowie dem Finale zwischen Deutschland und Argentinien finden sich in den WM-Splittern noch zahlreiche Kurzgeschichten rund um den Ball. Heute: Der britische Topmanager Ray Whelan ist auf der Flucht, Müller jagt Klose, Neymar rechnet ab und drückt dem Erzrivalen Argentinien die Daumen, Maradona sieht eine perfekte Ausgangslage - und Robben hat die Nase voll. Außerdem befindet sich die Finalstadt Rio de Janeiro im Ausnahmezustand und die Schiedsrichter bekamen dieses Mal keine Kritik, sondern großes Lob.

+++ Podolskis Abschiedsgruß +++

Der deutsche Nationalangreifer Lukas Podolski verabschiedete sich via Twitter vom Campo Bahia, in dem das gesamte Team während der ganzen WM zu Hause gewesen war: "Es war eine großartige Zeit. Vielen Dank für deine Güte. Wir werden dich in Erinnerung behalten."

+++ Busacca lobt die teils heftig Kritisierten +++

Schiedsrichter-Obmann der FIFA, Massimo Busacca, hat die insgesamt doch sehr umstrittenen Auftritte der WM-Referees vehement verteidigt. "Wir sind sehr zufrieden. Wir haben unglaubliche Leistungen gesehen. Die Schiedsrichter haben viele Opfer gebracht. Ich möchte mich bei allen bedanken", so die klaren Worte des Schweizers bei einer FIFA-Pressekonferenz am Freitag in Rio de Janeiro. Berichte über eine Anordnung, wenige Gelbe Karten zu zeigen, wies Busacca darüber hinaus strikt zurück. Auch ein angeblicher Anstieg von Verletzungen durch eine vermeintlich großzügige Regelauslegung der Unparteiischen sei durch Zahlen nicht belegt. Laut dem Weltverband gab es 95 Verletzungen in 62 Spielen. Nur sieben davon seien so schwer, dass sie einen Ausfall der Spieler von mehr als vier Wochen zur Folge hätten. Dies sei ein Rückgang von 40 Prozent im Vergleich zu anderen Turnieren.

Massimo Busacca
Lobte die Leistungen der bei der WM aktiven Schiedsrichter: Massimo Busacca.
© Getty ImagesZoomansicht

Bei der WM in Brasilien wurden im Durchschnitt so wenige Gelbe Karten gezückt wie seit 1986 nicht mehr. "Wir hatten keine Gelbe Karte wegen Trikot ausziehen, keine Gelbe Karte wegen Rudelbildung, keine Gelbe Karte bei der Mauerbildung bei Freistößen. Wir haben auf Vorbeugung gesetzt. Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zu Spielern und Trainern", ergänzte Busacca. Der Anstoß für sämtliche kursierende Kritiken sei von einigen Ex-Referees gekommen, die "jetzt in Mikrofone sagen, man muss so und so pfeifen".

+++ Trikotfarbe steht fest +++

Die deutsche und die argentinische Nationalmannschaft treten im WM-Finale am Sonntag (21 Uhr MESZ, LIVE! bei kicker.de) in den gleichen Trikotfarben an wie beim bislang letzten deutschen WM-Titel 1990. Wie der Weltverband FIFA am Freitag mitteilte, wird das DFB-Team als offizielle Heimmannschaft im gewohnten Weiß spielen. Anders als beim 1:0 vor 24 Jahren sind auch die Hosen weiß, damals waren diese schwarz. Die Albiceleste läuft wie seinerzeit in Rom in dunkelblauen Trikots auf. 1986 in Mexiko-Stadt durften die Südamerikaner im Finale wie sonst üblich in den in weiß-blau gestreiften Hemden spielen, das DFB-Team wich auf grüne Trikots und weiße Hosen aus - und verlor 2:3.

+++ 13.000 hier, 13.000 dort +++

Jeweils 13.000 Fans aus Deutschland und Argentinien werden am Sonntag beim WM-Endspiel zwischen der deutschen Nationalmannschaft und der argentinischen im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro verfolgen. Das Fassungsvermögen des brasilianischen Fußballtempels beträgt rund 74.000 Besucher.

+++ Viele Einsatzkräfte +++

Eine ganze Stadt im Ausnahmezustand: Exakt 25.787 Sicherheitskräfte werden rund um das WM-Finale zwischen Deutschland und Argentinien am Sonntag (21 Uhr MESZ, LIVE! bei kicker.de) in Rio de Janeiro tätig sein. "Wir haben ab heute in Rio die größte Sicherheitsoperation, die die Stadt und vielleicht auch das Land jemals gesehen hat", verkündete der für das Bundesland zuständige Staatssekretär José Mariano Beltrame am Freitag bei der Verkündung der Zahlen und Pläne. Das riesige Ausmaß erklärte Beltrame mit der "Besorgnis, die Sicherheit der Stadt, der Touristen und der beim Finale anwesenden Staatschefs zu garantieren". Neben Staatspräsidentin Dilma Rousseff haben sich zum Beispiel acht weitere Staats- und Regierungschefs angekündigt, darunter die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin.

Den Großteil der aufgebotenen Sicherheitsleute stellt die örtliche Militärpolizei mit 14.984 Personen. Im Estadio do Maracana, das mit knapp 74.000 Zuschauern ausverkauft sein wird, arbeiten 1600 Stewards der vom Weltverband FIFA engagierten privaten Sicherheitsfirmen.

+++ Robben: "Der kann mir gestohlen bleiben" +++

Arjen Robben
Kann den Heimflug nicht mehr abwarten: Arjen Robben.
© Getty ImagesZoomansicht

Zwei Tage nach der bitteren Niederlage gegen Argentinien herrscht im niederländischen Lager weiterhin Katerstimmung. "Wir sind immer noch sehr traurig. Ein Traum ist zerbrochen. Alle sind noch immer enttäuscht", gestand Bondscoach Louis van Gaal. Für die abschließende Partie gegen Brasilien am Samstag (22 Uhr MESZ, LIVE! bei kicker.de) fehlt dem 62-Jährigen aus Erfahrung jegliches Verständnis. "Das Spiel um Platz drei sollte nicht ausgetragen werden. Das sage ich seit zehn Jahren", polterte van Gaal. Ähnlich lustlos zeigte sich Arjen Robben: "Nur der Titel zählt. Der dritte Platz kann mir gestohlen bleiben."

+++ Maradona: "Desto größer wird die Überraschung sein" +++

Vor dem heiß ersehnten Endspiel gegen Deutschland am Sonntag (21 Uhr, LIVE! bei kicker.de) ist Argentiniens Fußball-Idol Diego Maradona zuversichtlich. "Die Argentinier können weiter feiern, denn Deutschland ist nicht unschlagbar", so der 53-Jährige. Und der Weltmeister von 1986 gab sich gewohnt großspurig: "Jetzt sind sie zuversichtlich. Besser so, denn je mehr Selbstvertrauen sie haben, desto größer wird die Überraschung gegen uns sein." In Lionel Messi, dem unumstrittenen Anführer der Albiceleste, sieht er in jedem Fall seinen legitimen Nachfolger. "Messis Geschichte in unserem Sport ist so bedeutend. Er hat es verdient, Weltmeister zu werden", erklärte Maradona.

+++ DFB lüftet WG-Plan im Campo Bahia +++

Gute Freunde - und Mitbewohner: Mesut Özil (li.) und Sami Khedira wohnen am Zuckerhut im selben Haus.
Gute Freunde - und Mitbewohner: Mesut Özil (li.) und Sami Khedira wohnen am Zuckerhut im selben Haus.
© Getty Images

Das Rätselraten hat ein Ende. Lange war spekuliert worden, wer mit wem im deutschen Campo Bahia in einem Haus wohnte. Nun hat der DFB das Geheimnis gelüftet und den WG-Plan bekannt gegeben: 23 Spieler waren auf vier Häuser verteilt. Hier der offizielle Wohnplan. Besonders pikant ist sicherlich die Belegung in Haus vier, wo die Schalker Julian Draxler und Benedikt Höwedes mit "Ur"-Dortmunder Kevin Großkreuz zusammenwohnten.
Haus 1: Miroslav Klose, Toni Kroos, Roman Weidenfeller, André Schürrle, Mario Götze, Shkodran Mustafi.
Haus 2: Philipp Lahm, Thomas Müller, Mats Hummels, Christoph Kramer, Erik Durm.
Haus 3: Per Mertesacker, Mesut Özil, Jerome Boateng, Sami Khedira, Lukas Podolski, Ron-Robert Zieler.
Haus 4: Bastian Schweinsteiger, Julian Draxler, Benedikt Höwedes, Manuel Neuer, Matthias Ginter, Kevin Großkreutz.

In einem Vierer-Haus war die Sportliche Leitung mit Joachim Löw, Hansi Flick, Andreas Köpke und Oliver Bierhoff untergebracht. Der Betreuerstab hat in 5er-Wohngemeinschaften zusammen gelebt.

+++ Letzter DFB-Tag im Ablauf +++

Und so sieht der letzte Tag der deutschen Nationalmannschaft im Campo Bahia aus: 08:00 Uhr (Ortszeit) Aufstehen, 09:00 Uhr Pressekonferez mit Thomas Müller, Philipp Lahm und Oliver Bierhoff (LIVE! ab 14 Uhr auf kicker.de); 10:00 Uhr Training; 12:30 Uhr Mittag; 17:30 Uhr Gepäckabgabe; 18:45 Uhr Abflug nach Rio de Janeiro.

+++ Deutschland und Argentinien im WM-Zahlenvergleich +++

In der nächsten statistischen Auswärtung bieten sich einem durchaus überraschende Werte: Argentinien hat trotz bisher zumeist biederen WM-Auftritten mehr Torschüsse als Deutschland abgegeben (95 zu 88), etwas mehr Ballbesitz (57 Prozent zu 56 Prozent) und zudem weniger Fouls begangen (64 zu 71). Dafür führt Deutschland bei gespielten Pässen klar (4169 zu 3732), hat weniger Ballverluste (268 zu 284) und eine höhere Laufleistung (695,8 km zu 683,5 km) als der südamerikanische Kontrahent vorzuweisen.

Deutschland und Argentinien im Direktvergleich

Kategorie Deutschland Argentinien
Pässe 4169 3732
Schüsse (davon aufs Tor) 88 (64) 95 (61)
Ballbesitz 56 % 57 %
Ballverluste 268 284
Ballgewinne 273 277
Laufleistung 695,8 km 683,5 km
Fouls 71 64
Gefoult worden 84 97

+++ Cardoso: "Müssen dreckig spielen" +++

Rodolfo Cardoso glaubt vor dem WM-Endspiel am Sonntag an einen Sieg der Albiceleste. "Aber es wird knapp, wir müssen dreckig spielen", sagte ehemalige Spieler des Hamburger SV und des SC Freiburg in einem Interview in der Hamburger Morgenpost. Allerdings dürfte das Team von Trainer Alejandro Sabella nicht so auftreten wie Brasilien bei der 1:7-Niederlage im Halbfinale, "aber das werden wir nicht", so Cardoso. Schon deshalb nicht, weil ein WM-Triumph im Land des Erzfeindes das Allergrößte wäre. Cardoso: "Diese Duelle sind wie Krieg."

+++ Niederlande: Haufenweise Krankmeldungen nach Elftal-Pleite +++

Das WM-Aus der Niederländer im Halbfinale gegen Argentinien (2:4 i.E.) hat am Donnerstag die Krankmeldungen hochschnellen lassen. Das stellte das in den Niederlanden installierte Fehlbarometer (Verzuimbarometer) fest. Es zählte insgesamt 1314 neue Krankmeldungen. Das sind dreimal soviele wie an normalen Tagen ohne Fußballspiele. Durchschnittlich melden sich täglich 400 Niederländer bei ihren Arbeitgebern krank ab, das Fehlbarometer erfasst die Daten von 200.000 Betrieben mit insgesamt etwa zwei Millionen Arbeitnehmern.

+++ Messi häufigster "Man of the Match" +++

62 Spiele wurden bei der WM bisher absolviert, 62-mal also ein Spieler des Spiels gewählt. Die meisten Awards zum "Man of the Match" sammelte Argentiniens Lionel Messi, der die von einem US-Bierbrauer gesponsorte Trophäe vier Mal erhielt. Auf Rang zwei rangieren Kolumbiens Senkrechtstarter James Rodriguez und Costa Ricas Torhüter Keylor Navas mit je drei Awards. Thomas Müller heimste bisher zwei "Pokale" ein.

+++ Finale: Lahm langsam und Messi "faul"? +++

Philipp Lahm & Lionel Messi
Lahm langsam und Messi faul? Deutschland gegen Argentinien im Einzelcheck.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Sonntag (21 Uhr MESZ, in Rio de Janeiro) steigt das große WM-Finale zwischen Deutschland und Argentinien. Wir wagen einen statistischen Vergleich der einzelnen Spieler und haben die Kategorie-Sieger gegenübergestellt: Die gefährlichsten Akteure sind Thomas Müller (fünf Treffer) und Lionel Messi (vier). Die Kilometerfresser sind Sami Khedira (7,56 Kilometer pro Stunde Spielzeit) und Lucas Biglia (7,80 Kilometer). Am "lauffaulsten" sind hingegen Jerome Boateng (6,46 Kilometer pro Stunde Spielzeit) und Messi (5,44 Kilometer). Die Passmaschinen sind Philipp Lahm (529 Pässe) und Javier Mascherano (552 Pässe). Am schnellsten ist beim DFB-Team überraschend Mats Hummels (32,29 km/h Topspeed), bei der Albiceleste Gonzalo Higuain (33,08 km/h), am langsamsten sind Lahm (28,69 km/h) und Martin Demichelis (26,06 km/h).

Deutschland und Argentinien im Direktvergleich

Kategorie Deutschland Argentinien
Die Scharfschützen Müller (fünf Tore) Messi (vier Tore)
Die Kilometerfresser Khedira (7,56 km) Biglia (7,80 km)
Die "Faulsten" Boateng (6,46 km) Messi (5,44 km)
Die Passmaschinen Lahm (529 Pässe) Mascherano (552 Pässe)
Die Schnellsten Hummels (32,29 km/h) Higuain (33,08 km/h)
Die Langsamsten Lahm (28,69 km/h) Demichelis (26,06 km/h)
Die Größten Neuer (1,93 Meter) Romero (1,92 Meter)
Die Kleinsten Lahm (1,70 m) Messi (1,69 m)
Die Schwergewichte Neuer (93 kg) Romero (87 kg)
Die Leichtgewichte Lahm (66 kg) Mascherano (66 kg)

+++ Brasilien: Neymar rechnet ab - und drückt Argentinien die Daumen +++

Eigentlich schwelt zwischen Brasilien und Argentinien eine große Rivalität. Seleçao-Superstar Neymar drückt trotzdem der Albiceleste im Finale die Daumen. "Ich hoffe, dass Messi und Mascherano gewinnen", sagte der 22-Jährige, der gemeinsam mit diesem Duo beim FC Barcelona spielt, "Messi hat es verdient, Weltmeister zu werden." Gleichzeitig rechnet Neymar mit Juan Zuniga ab: "Zwei Zentimeter weiter nach innen, und ich säße jetzt im Rollstuhl", so der Angreifer, der von Zunigas Knie im Rücken getroffen wurde und sich eine Lendenwirbelfraktur zuzog. "Es war eine Aktion, mit der ich nicht einverstanden bin, die ich so nicht akzeptiere. Aber ich werde jetzt nicht sagen, dass es Absicht war." Mit dem Auftritt der brasilianischen Nationalmannschaft zeigte sich Neymar ebenfalls unzufrieden: "Wir haben nur einen durchschnittlichen Fußball geboten und es deshalb auch nur bis ins Halbfinale geschafft. Das war nicht der Fußball einer brasilianischen Seleçao. Wir haben versagt, Fehler begangen und zu wünschen übrig gelassen." Das 1:7-Debakel gegen Deutschland im Halbfinale nannte Neymar "unglaublich, unerklärlich".

+++ Deutschland: Müller auf Kloses Spuren +++

Beim 7:1-Kantersieg der deutschen Mannschaft gegen Brasilien im WM-Halbfinale schrieb Miroslav Klose Geschichte: Sein Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 war das 16. WM-Tor des Stürmers - Weltrekord! Doch hält diese Marke für die Ewigkeit? Ausgerechnet Teamkollege Thomas Müller schickt sich an, in den nächsten Jahren einen neuen Bestwert aufzustellen. Schon heute steht der Angreifer bei zehn WM-Toren und damit auf Rang acht der ewigen WM-Torschützenliste. Aber: Müller ist erst 24 Jahre alt und kann damit wohl noch bei mindestens zwei WM-Endrunden mitspielen.

Die erfolgreichsten WM-Torschützen

Rang Spieler Nation Tore
1. Miroslav Klose Deutschland 16
2. Ronaldo Brasilien 15
3. Gerd Müller Deutschland 14
4. Just Fontaine Frankreich 13
5. Pele Brasilien 12
6. Jürgen Klinsmann Deutschland 11
6. Sandor Kocsis Ungarn 11
8. Thomas Müller Deutschland 10
8. Helmut Rahn Deutschland 10
8. Gabriel Batistuta Argentinien 10
8. Teofilo Cubillas Peru 10
8. Gary Lineker England 10
8. Grzegorz Lato Polen 10

+++ Deutschland: Der vierte Stern ist schon auf dem Trikot +++

Schon jetzt steht fest: Ein Adidas-Team wird Weltmeister 2014 werden, denn sowohl Deutschland als auch Argentinien werden vom Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach ausgerüstet. Auf den Erfolgsfall ist Adidas bereits ausgerüstet und wird ein Trikot mit dem vierten Stern, für den vierten Weltmeistertitel in der nächsten Woche auf den Markt werfen. Das gilt aber nicht nur für den DFB-Dress, sondern auch für das Albiceleste-Trikot, das bereits vorsorglich mit einem dritten Stern produziert wird.

+++ Verweis für Argentinien +++

Mehrerer Verstöße gegen die FIFA-Regularien haben Deutschlands Finalgegner Argentinien eine empfindliche Bestrafung eingebracht. Mit einem Verweis sowie einer Geldstrafe von 300.000 Schweizer Franken (rund 247.000 Euro) ahndete die FIFA-Disziplinarkommission am Donnerstag (Ortszeit) die Tatsache, dass die Südamerikaner zu den Pressekonferenzen am Tag vor den Partien gegen Nigeria, die Schweiz und Belgien jeweils keinen Spieler entsandt hatten. Dies ist neben dem Erscheinen der Nationaltrainer jedoch Pflicht.

+++ Haimoudi darf im Spiel um Platz drei ran +++

Vierter Einsatz: Der Algerier Djamel Haimoudi pfeift das kleine Finale.
Vierter Einsatz: Der Algerier Djamel Haimoudi pfeift das kleine Finale.
© picture allianceZoomansicht

Der Algerier Djamel Haimoudi pfeift nach Angaben des Weltverbandes FIFA am Samstag das Spiel um Platz drei zwischen Brasilien und den Niederlanden. Für den 43-Jährigen ist es bereits der vierte Einsatz bei der Weltmeisterschaft am Zuckerhut. Zuvor leitete Haimoudi die Gruppenspiele Australien - Niederlande und Costa Rica - England sowie das Achtelfinale Belgien gegen die USA.

+++ Whelan ist flüchtig +++

Der britische Topmanager Ray Whelan, des illegalen WM-Ticketverkaufs beschuldigt, ist auf der Flucht. Das bestätigte am Donnerstag die Staatsanwaltschaft in Rio de Janeiro. Die Ermittlungsbehörde hatte elf vorläufige Haftbefehle beantragt, darunter auch gegen Whelan. Den Anträgen sei von der Justiz stattgegeben worden. Staatsanwalt Marcos Kac zeigte insgesamt zwölf Tatverdächtige an, die in illegale Ticketdeals verwickelt sein sollen. Die Polizei sei im Einsatz, um Whelan festzunehmen. Alle Beschuldigten, von denen einige schon in Untersuchungshaft sind, müssten sich wegen Korruption, illegalen Tickethandels, Bildung einer krimineller Vereinigung und Geldwäsche verantworten.

 
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