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10.07.2014, 22:12

Hongs Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt

WM am Donnerstag: Herrera wird Autor - Fellainis Haare sind ab

Vor dem Finale zwischen Deutschland und Argentinien finden sich in den WM-Splittern noch zahlreiche Kurzgeschichten rund um den Ball. Heute: Louis van Gaal hat keine Lust auf das Spiel um Platz 3, Luiz Felipe Scolari denkt (noch?) nicht ans Ende als Coach der Seleçao, Jaspar Cillesen ist kein Elfer-Killer. Mexikos Nationalcoch Miguel Herrera geht unter die Autoren, Belgiens Marouane Fellaini hat sich seine Afros abgeschnitten. Und auch Brazcua bekommt für das Finale einen neuen Look. Die Splitter vom Donnerstag ...

+++ Replik für den Weltmeister +++

Am Sonntag wird der neue Weltmeister gekrönt. Zur Feier des Tages wird dann auch der entsprechende Kapitän - Philipp Lahm (Deutschland) oder Lionel Messi (Argentinien) - den WM-Pokal in die Luft stemmen. Das Bild wird dann um die Welt gehen, die Trophäe mitnehmen wird der Sieger anschließend aber nicht. "Das Original des FIFA WM-Pokals bleibt stets im Besitz der FIFA und kann nicht dauerhaft von einem Land gewonnen werden", heißt es im Reglement. Einen Pokal wird es dann aber doch geben, der Weltmeister wird eine Replik des 4,9 Kilogramm schweren, aus 18-karätigem Gold bestehenden und vom italienischen Künstler Silvio Gazzaniga entworfenen Pokals erhalten. Die Vorgängertrophäe, der Coup Jules Rimet, ging übrigens 1970 fest in den Besitz des brasilianischen Verbandes über - damals hatten Pelé & Co den Cup zum dritten Mal gewonnen.

+++ Fellaini lässt sich Haare schneiden +++

Schock für die Fans von Belgiens Marouane Fellaini. Der Mittelfeldspieler von Manchester United hat sich seine markante Haarpracht abrasiert. Zunächst hatte der 26-Jährige angekündigt, sich nur im Falle eines Titelgewinns der Red Devils sich die Haare schneiden zu lassen.

Fellaini musste für sein Foto bei Twitter aber auch Spott einstecken. Auf die schwache Saison des 26-Jährigen anspielend, schrieb ein Follower: "Er war ein mittelmäßiger Spieler mit einer auffälligen Frisur. Und nun? Naja ..."

+++ Herrera will ein Buch schreiben +++

Miguel Herrera
Mexikos Nationalcoach Miguel Herrera will ein Buch schreiben.
© imagoZoomansicht

Der mexikanische Nationalcoach Miguel Herrera geht unter die Autoren. Wie der 46-Jährige am Montag bekanntgab, beabsichtige er, ein Buch zu schreiben. "Ich glaube, man muss im Leben Spuren hinterlassen und es ist mein Traum, ein Buch zu schreiben", sagte er am Donnerstag im Radiosender Formula. In dem Buch solle es um seine Erfahrungen im Fußballgeschäft und vor allem um den Weg zur Weltmeisterschaft in Brasilien gehen.

Auftritte in Telenovelas oder Reality Shows schloss Herrera hingegen aus: "Ich bin Fußballtrainer, nicht mehr." Im Jahr 2000 hatte er eine Gastrolle in der populären Telenovela "Siempre te amaré" (Ich werde dich immer lieben).

+++ Brazuca kommt im Final-Design +++

Brazuca
Brazuca "Final Rio"
© picture allianceZoomansicht

Der offizielle WM-Ball Brazuca hat für das Finale am Sonntag in Rio de Janeiro zwischen Deutschland und Argentinien (21 Uhr MESZ, LIVE! auf kicker.de) ein neues Design erhalten. Die blauen und orangene Applikationen wurden für das entscheidende Spiel im Fußball-Tempel Maracanã von Rio de Janeiro durch goldene Streifen ersetzt, die grünen Elemente sind etwas heller als auf den bisher verwendete Bällen.

Der Schriftzug "brazuca final rio" deutet zudem auf die Bedeutung der Partie hin. Der Name 'Brazuca' beschreibt nach Angaben der FIFA "umgangssprachlich das brasilianische Lebensgefühl".

+++ Kaum Argentinier in Deutschland +++

Gerade einmal 4613 Menschen mit argentinischem Pass leben laut Ausländerzentralregister (Stand: 31.12.2013) in Deutschland. Das entspricht nur rund 0,06 Prozent der gut 7,6 Millionen in Deutschland registrierten Ausländer. Auf den Fanmeilen und bei den Public Viewings werden es die Fans der Albiceleste also schwer haben, gegen die schwarz-rot-goldene Fan-Übermacht anzukommen. Am ehesten dürften die Argentinier in größerer Zahl in Berlin zu finden sein: 663 sind in der Hauptstadt registriert, hinzu kommen vermutlich noch einige Touristen. Ansonsten leben in München (272) und Karlsruhe (225) noch relativ viele Argentinier.

+++ Stolzer Krieger +++

Zwar war das gestrige Halbfinale zwischen der Niederlande und Argentinien spielerisch kein sonderlicher Leckerbissen, gekämpft wurde aber allemal. Besonders augenscheinlich wurde dies bei Argentiniens Pablo Zabaleta. Der Rechtsverteidiger verletzte sich im Luftduell im Gesicht, spielte aber trotz Blessur mit Pflaster weiter. Und twitterte nach dem Spiel ein "Selfie": "Stolz, ein Argentinier zu sein", schrieb Zabaleta, verziert mit einer lustigen blauen Perücke auf dem Kopf, während er ob der Verletzung einen etwas mürrischen Eindruck machte.

Geknickt: Oranje-Schlussmann Jaspar Cillessen machte keine sonderlich überzeugende Figur im Elfmeterschießen.
Geknickt: Oranje-Schlussmann Jaspar Cillessen machte keine sonderlich überzeugende Figur im Elfmeterschießen.

+++ Van Gaals Torwartrochade als Bumerang? +++

Hat sich Louis van Gaals Torhütertausch gegen Costa Rica im Nachhinein gegen Argentinien gerächt? Gegen die Mittelamerikaner nahm der Bondscoach bekanntlich vor dem Elfmeterschießen den viel umjubelten Wechsel vor, als er Tim Krul für Jaspar Cillessen für den Shootout brachte. Nun ließ er Cillessen gegen die Albiceleste im Kasten - aber dieser hielt keinen einzigen Ball. Schlimmer noch: Hollands Nummer eins wirkte bei den Elfmetern, anders als zuvor im Spiel, zum Teil ohne Überzeugung, ohne Zutrauen in die eigene Stärke. Das mag von der van Gaalschen Demontage eine Runde zuvor kommen, oder auf seiner eigenen Elfmeter-Historie begründet sein: Denn der Torhüter von Ajax Amsterdam hat noch nie in seiner Karriere einen Elfmeter halten können. 17 Strafstöße sah sich Cillessen bisher in seiner Profilaufbahn ausgesetzt - alle 17 ließ er passieren.

+++ Schlechtes Omen Confed-Cup-Sieg +++

Ein Sieg im WM-Finale am Sonntag gegen Argentinien würde der deutschen Nationalmannschaft die Qualifikation für den Confederations Cup 2017 in Russland bescheren, da der Weltmeister automatisch für das Turnier vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 gesetzt ist. Der Gewinn der WM-Generalprobe brachte bislang jedoch kein Glück: Kein Sieger konnte ein Jahr später Weltmeister werden. Zuletzt scheiterte Brasilien dreimal als Confed-Cup-Sieger bei der nächsten WM - vor einem Jahr entzauberte der WM-Gastgeber den noch amtierenden Weltmeister Spanien mit 3:0.

+++ Brasilien: Bleibt Scolari oder geht er? +++

Luiz Felipe Scolari
Sieben Gegentore gegen Deutschland: Die Zukunft von Brasiliens Coach Luiz Felipe Scolari ist offen.
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Nach dem historischen 1:7-Debakel im WM-Halbfinale gegen Deutschland lässt der brasilianische Nationalcoach Luiz Felipe Scolari seine Zukunft offen. "Dieses Thema werden wir nicht bis zum Spiel am Samstag besprechen." Nach dem Spiel um Platz drei gegen die Niederlande (Samstag, 22 Uhr MESZ, in Brasilia) liegt "die Entscheidung dann in der Hand des Präsidenten." Zwar führte der 65-Jährige die Seleçao erstmals seit 2002 wieder ein ein Semifinale, doch wiegt die Klatsche gegen die DFB-Auswahl im eigenen Land schwer: "Wir hatten natürlich nicht so eine hohe Niederlage auf der Rechnung, ein katastrophales Ergebnis", so Scolari.

+++ WM-Torjägerliste nach Vereinen: Bayern führt +++

Auch nach den WM-Halbfinals liegt der FC Bayern in der inoffiziellen WM-Torjägerliste nach Vereinen vorne: Insgesamt 17 Treffer wurden von Spielern erzielt, die im Ligaspielbetrieb das Münchner Trikot überstreifen. Fleißigster Toresammler ist Deutschlands Thomas Müller (fünf) vor Arjen Robben (Niederlande, drei), Xherdan Shaqiri (Schweiz, drei), Toni Kroos (Deutschland, zwei), Mario Mandzukic (Kroatien, zwei), Mario Götze (Deutschland, eins) und Julian Green (USA, eins). Hinter dem FCB folgen der FC Barcelona (Spanien, zehn Treffer) sowie Manchester United und der FC Chelsea (beide England, beide acht Tore).

WM-Torschützenliste nach Vereinen

Rang Verein Tore
1 FC Bayern München (Deutschland) 17
2 FC Barcelona (Spanien) 10
3 Manchester United (England) 8
3 FC Chelsea (England) 8
5 Real Madrid (Spanien) 7
6 AS Monaco (Frankreich) 6
7 VfL Wolfsburg (Deutschland) 4
7 FC Porto (Portugal) 4
7 PSV Eindhoven (Niederlande) 4

+++ Südkorea: Hongs Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt +++

Nach dem bitteren Vorrunden-Aus der "Taeguk Warriors" (Letzter in der Gruppe mit Belgien, Algerien und Russland) hatte Nationaltrainer Myung Bo Hong bereits seinen Rücktritt erklärt. Dieses Gesuch hatte der südkoreanische Fußballverband erst in der letzten Woche abgeschmettert. Es folgte der Rücktritt vom Rücktritt. Nun gibt es aber die erneute Kehrtwende und damit den Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt: Hong macht endgültig Schluss: "Ich möchte mich bei den Fans entschuldigen, weil ich sie enttäuscht habe", so der 45-Jährige, der erneut einräumte, "dass ich viele Fehler gemacht habe".

+++ Der Rekord ist nah +++

Deutsche Nationalmannschaft
Dank der 7:1-Gala ist der Torrekord noch zu erreichen.
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Durch das 7:1-Schützenfest des DFB-Teams im Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien ist der Tor-Rekord bei der WM wieder in greifbare Nähe gerückt. Da allerdings das zweite Halbfinale zwischen den Niederlanden und Argentinien torlos blieb, müssen im Finale und im Spiel um Platz 3 nach insgesamt 167 Treffern noch mindestens vier Tore hinzukommen, um die Bestmarke von der Endrunde in Frankreich 1998 zumindest einzustellen. Gegenüber der vorherigen Endrunde in Südafrika ging überdies der Torschnitt nach 61 von 64 Spielen markant nach oben. Statt 2,3 Treffern pro Partie fielen nun 2,7.

+++ Wiedersehen +++

Schon jetzt steht die "Revanche" fest, obwohl das Finale zwischen Deutschland und Argentinien noch gar nicht gespielt worden ist. 52 Tage nach dem WM-Finale am Sonntag (22 Uhr MESZ, LIVE! bei kicker.de) tritt die deutsche DFB-Auswahl am 3. September 2014 schon wieder gegen Argentinien an. Der Test zum Länderspiel-Auftakt der Saison 2014/2015 in Düsseldorf war bereits vor der WM vereinbart worden. Vier Tage später startet die Nationalmannschaft dann in Dortmund gegen Schottland in die Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich.

+++ Romarios Schelte +++

Romario
Ließ seinem Frust freien Lauf: Ex-Nationalstürmer Romario.
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Stürmer-Legende Romario (48) hat nach blamablen Auftritt der Seleçao im WM-Halbfinale gegen Deutschland (1:7) Gefängnisstrafen für die Verantwortlichen im brasilianischen Verband CBF gefordert. "Marin und Del Nero sollten in den Knast", schrieb der Weltmeister von 1994 in einem offenen Brief. Verbandspräsident Jose Maria Marin und sein Vize Marco Polo del Nero seien Schuld an dem Debakel. Laut Romario befindet sich der brasilianische Fußball in einer tiefen Krise, verursacht durch Korruption und fehlgeleitetes Management. "Sie glauben, es sei ein Problem der Spieler oder des Trainers? Absolut nicht!", schrieb der Politiker weiter. "Unser Fußball wird seit Jahren immer schlechter, weil er von Führungspersonen gelenkt wird, die nicht einmal wissen, wie man mit dem Ball jongliert." Stattdessen würden eben jene leitenden Personen ihr Luxusleben genießen und ihr Geld auf der Bank bunkern. "Die Korruption im CBF hat seinen Ursprung in den Vereinen, weil sie seit Jahren von der gleichen Clique regiert werden", schimpfte Romario noch weiter. "Die Vereine werden von Schulden erdrückt", zudem würden sie "Steuern hinterziehen". Die Weltmeisterschaft werde für den ehemaligen Angreifer ein "Cup der Schande".

+++ Zuschauerschnitt steigt +++

Die Halbfinalspiele bei der WM in Brasilien sind gespielt, der Zuschauerschnitt ist dabei weiter gestiegen. Gut 53.000 Fans sahen im Schnitt die bisherigen 62 Spiele in den zwölf WM-Stadien. Die Marke der WM 2006 in Deutschland mit 52.491 Zuschauern wurde damit verbessert. Der ewige Zuschauerrekord stammt von der WM 1994 in den USA, als im Schnitt knapp 69 000 Fußballfans die Endrundenspiele besuchten. Diese Marke wird nicht mehr geknackt werden.

+++ Gelbe Karten? Quasi nicht vorhanden +++

In vielen Partien verpassten es die Schiedsrichter sicherlich, Verwarnungen in Form von einigen Gelben Karten auszusprechen - andererseits gab es bei der WM auch zahlreiche Spiele, die schlichtweg fair abliefen. Alles zusammengerechnet ergibt sich bislang die kartenärmste Weltmeisterschaft seit der Endrunde in Spanien 1982, als damals im Schnitt nur 1,88 Gelbe Karten pro Duell gezeigt wurden. Der aktuelle Wert für Brasilien liegt bei 2,77. Den höchsten Schnitt in dieser Zeit verzeichnet das Turnier 2006 in Deutschland (4,80), gefolgt von der USA 1994 (4,52) und Südkorea und Japan 2002 (4,25).

+++ Van Gaal kritisiert das Spiel um Platz drei +++

Louis van Gaal
Könnte aufs Spiel um Platz drei verzichten: Louis van Gaal.
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Der niederländische Nationaltrainer Louis van Gaal hat die Austragung des Spiels um Platz 3 bei der Fußball-WM als unfair und nicht im Sinne des Sports bezeichnet. "Das Spiel um Platz 3 sollte nicht ausgetragen werden. Das sage ich seit zehn Jahren", erklärte der frühere Bayern-Coach, der nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Argentinien nun in eben diesem Spiel auf Brasilien trifft. "Wir haben einen Tag weniger Zeit zur Vorbereitung als unser Gegner, das ist kein Fair Play", schimpfte van Gaal. Aber das Schlimmste ist, dass man eventuell zweimal in Folge verliert. Und dass man ein Turnier, das so toll war, vielleicht als Loser beendet. Das hat mit Sport nichts mehr zu tun. Es kann nur ein Finale geben, und in dem muss es darum gehen, Champion zu werden."

+++ Nummer 26 +++

Zum 26. Mal in der Geschichte der Fußball-WM hat ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen müssen. Argentinien besiegte die Niederlande dank Torwart Sergio Romero, der zwei Elfmeter parierte, mit 4:2. Seit der WM 1982 in Spanien entscheidet die "Elfmeter-Lotterie" in der K.o.-Runde, wenn nach Verlängerung noch kein Sieger feststeht.

 
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weitere Infos zu Scolari

Vorname:Luiz Felipe
Nachname:Scolari
Nation: Brasilien
Verein:Guangzhou Evergrande FC