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08.07.2014, 09:12

Bundestrainer würde weiteren Wechselspieler begrüßen

Löw fordert Schutz für Kreativspieler

Rund 22 Stunden vor Anpfiff des WM-Halbfinalspiels in Belo Horizonte gegen Gastgeber Brasilien sorgte sich Bundestrainer Joachim Löw in der Abschlusspressekonferenz vor allen Dingen um die in seinen Augen bislang zu laxe Regelauslegung im bisherigen Turnierverlauf. Befürworten würde Löw derweil die Idee, in der Verlängerung eines K.o-Spiels ein zusätzliches Mal wechseln zu dürfen.

Joachim Löw
Fordert den Schutz nicht nur seiner Offensivspieler: Joachim Löw.
© Getty ImagesZoomansicht

Besonderes Augenmerk für den DFB-Chefcoach genoss aber der bislang fehlende Schutz der Offensivspieler durch die Schiedsrichter. Das Motto der WM sei bislang "unheimlicher Einsatz und körperliche Stärke" gewesen, so Löw. Seiner Meinung nach wäre insbesondere die Viertelfinalbegegnung zwischen Brasilien und Kolumbien "in Europa nicht mit 22 Mann zu Ende gegangen".

Mit unzähligen Fouls, insbesondere auch vielen von hinten und von der Seite, seien gerade die Offensivspieler in diesem Spiel bearbeitet worden, sagte Löw. Dies und die daraus folgende Netto-Spielzeit von nur 38 oder 39 Minuten könne den Zuschauern auch nicht gefallen haben, so der Bundestrainer. "Ich hoffe, dass der Schiedsrichter Rodriguez das ahndet und dass die Spieler geschützt werden", wandte sich Löw in Richtung des mexikanischen Referees Marco Rodriguez, der die morgige Partie leiten wird.

"Ich hoffe, dass diese Brutalität unterbunden wird. Sonst wird es bald keine Neymars, Messis, Götzes, Reus' oder Özils mehr geben, sondern nur noch Spieler, die das Spiel zerstören", ließ der 54-Jährige weitere mahnende Worte folgen. Bereits zuvor hatte Löw sein Bedauern über den Ausfall von Brasiliens Superstar Neymar geäußert: "Das tut mir und der Mannschaft schrecklich leid, dass er sich verletzt hat. Das ist eine schreckliche Situation. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass er bald wieder zurückkommt."

Sonst wird es bald keine Neymars, Messis, Götzes, Reus' oder Özils mehr geben ...Joachim Löw über die fehlende Bestrafung harter Fouls bei dieser WM

Offen zeigte sich Löw angesichts der Belastungen eines WM-Turniers für eine Erhöhung des Wechselkontingentes. Eine vierte Wechselmöglichkeit in der Verlängerung sei in jedem Fall "eine Überlegung wert", die ihm als Coach gerade in einem für die Spieler körperlich sehr belastenden Turnier weitere Optionen geben würden, meinte Löw.

Insgesamt rechnet sich der Bundestrainer indes für den Dienstag keine schlechten Chancen in einem besonderen Spiel aus. "Es ist ein Kampf der Kontinente. Brasilien spielt mit 200 Millionen Brasilianern im Rücken. Unabhängig von Prognosen und Umfragen: Wir wissen, was wir können - und wenn wir das umsetzen, sind unsere Chancen nicht gerade klein."

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 08.07., 09:08 Uhr
"Nur noch zerstören" - Löw fordert Schutz für Spieler
Deutschland gegen Brasilien - Ein Duell, auf das sich die Fans freuen können. Das Halbfinale in Belo Horizonte (22 Uhr, LIVE! bei kicker.de) wirft seine Schatten voraus, und die deutsche Nationalelf freut sich auf das Aufeinandertreffen: "Eine große Herausforderung für uns, gegen den Gastgeber spielen zu können", sagte Joachim Löw, gleichzeitig mahnte er aber den bislang fehlenden Schutz der Offensivspieler durch die Schiedsrichter an: "Sonst wird es bald keine Neymars, Messis, Götzes, Reus' oder Özils mehr geben ..."
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weitere Infos zu Löw

Vorname:Joachim
Nachname:Löw
Nation: Deutschland
Verein:Deutschland

Vereinsdaten

Teamname:Deutschland
Gründungsdatum:01.01.1900
Anschrift:Deutscher Fußball-Bund (DFB)
Otto-Fleck-Schneise 6
Postfach 71 02 65
60492 Frankfurt am Main
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