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05.07.2014, 22:40

Belgien: Junge Wilde zahlen gegen Argentinien Lehrgeld

Wilmots: "Ich bin stolz auf meine Spieler"

Als Geheimfavorit gestartet war für Belgien im WM-Viertelfinale gegen Argentinien Endstation. Die jungen Wilden von Trainer Marc Wilmots verkauften sich teuer in Brasilien, schließlich fehlte ihnen aber auch die nötige Erfahrung, um bei einer Weltmeisterschaft unter den besten vier Teams zu landen. Trotz des Ausscheidens stecken die "Red Devils" die Köpfe aber nicht in den Sand, denn die hochveranlagte Mannschaft besitzt großes Potenzial für die Zukunft.

Marc Wilmots war nach dem Ausscheiden Belgiens sichtlich niedergeschlagen.
Marc Wilmots war nach dem Ausscheiden Belgiens sichtlich niedergeschlagen.
© Getty ImagesZoomansicht

"Insgesamt war es ein gutes Turnier von uns, ich bin stolz auf meine Spieler", attestierte Wilmots seinen "Schülern" ein gutes Abschlusszeugnis. Schließlich gewann die Mannschaft des ehemaligen Schalker "Euro Fighters" alle drei Gruppenspiele und setzte sich auch im Achtelfinale in einer kämpferischen Partie gegen die USA durch. Gegen Argentinien verfehlten "Les Diables Rouges" aber das Klassenziel und schieden nach einer nicht mehr ausreichenden Vorstellung aus.

Zwar verstand es die Wilmots-Elf, die Wirkungskreise von Lionel Messi einzugrenzen, aber auch ohne eine außergewöhnliche Leistung von "La Pulga" sollte es für Belgien nicht genügen. Denn letztlich leitete ein individueller Fehler die 0:1-Niederlage ein. Ausgerechnet Kapitän Vincent Kompany verlor den Ball im Spielaufbau und war damit Wegbereiter für Gonzalo Higuains Treffer in der achten Minute.

De Bruyne und Hazard kommen nicht ins Spiel

Lange Zeit blieb Belgien eine Antwort schuldig. Speziell die hochveranlagten Kevin de Bryune und Eden Hazard zeigten durchwachsene Leistungen. Folgerichtig wurde der Chelsea-Star (kein Torschuss, eine Torschussvorlage, 38 Prozent Zweikampfquote, 76 Prozent Passquote) eine Viertelstunde vor dem Ende ausgewechselt und durch Nacer Chadli ersetzt.

Daniel van Buyten, mit 36 Jahren ältester Spieler der Teufel, hat schnell einen Grund ausfindig gemacht. "Uns hat nur Erfahrung gefehlt", sagte der langjährige Abwehrmann des FC Bayern. Gerade in der Schlussphase tappten die Angreifer zu häufig in die Abseitsfalle oder leisteten sich unnötige Fouls in des Gegners Strafraum und nahmen sich damit selbst die Möglichkeiten zum Ausgleich. "Spielt Deutschland gegen Argentinien, dann setze ich alles, was ich habe, auf Deutschland. Deutschland würde Argentinien locker schlagen", ist sich van Buyten, der sich als Einziger im belgischen Aufgebot im Klub der 30-Jährigen befindet, sicher.

Viele Talente: Belgien blickt auf eine rosige Zukunft

Dies allein ist schon ein deutlicher Indikator, dass mit Belgien bei den kommenden Turnieren zu rechnen ist. Das nötige Talent dazu haben die jungen Wilden aus dem Königreich jedenfalls. Dazu spielen die meisten von ihnen bei internationalen Top-Klubs und dürfen sich somit auf Vereinsebene stets auf höchstem Niveau messen.

Weltmeisterschaft, 2014, Viertelfinale
Argentinien - Belgien 1:0
Argentinien - Belgien 1:0
Verbrüderung

Ein argentinisches Zebra verbrüdert sich mit einer Belgierin.
© Getty Images

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