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05.07.2014, 17:35

Kommentar von kicker-Reporter Hans-Günter Klemm

Es musste so kommen

Es gab viele unschöne Szenen bei dieser WM. Es gab hässliche Fouls und brutale Tritte. Es gab Widerwärtigkeiten wie der nachträglich sanktionierte Biss von Suarez und die ungeahndeten Schläge der Franzosen Sakho und Giroud. Alles nicht bestraft von den Schiedsrichtern. Augen zu und durch. Weiterlaufen lassen, so sieht anscheinend die Methode aus, die sich die Unparteiischen in Brasilien zu eigen gemacht haben.

kicker-Reporter Hans-Günter Klemm
Kommentiert die Situation bei der WM: kicker-Reporter Hans-Günter Klemm.
© kickerZoomansicht

Es musste so kommen, wie im Viertelfinale geschehen: Neymar ins Krankenhaus getreten. Der Kolumbianer Juan Zuniga sprang dem brasilianischen Helden so rücksichtlos ins Kreuz, dass dieser sich eine Fraktur des dritten Lendenwirbels zuzog.

Neymar als prominentes Opfer einer mehr als rustikalen Gangart, geduldet und toleriert von der überfordert scheinenden Gilde der Schiedsrichter. Der Spanier Carlos Velasco Carballo, der zu Recht kritisierte Leiter der Partie Brasilien gegen Kolumbien, die aus dem Ruder lief, bewertete die Aktion nicht mal als Foulspiel. So hanebüchen ging auch die Mehrzahl seiner Kollegen vor, die viel zu großzügig pfeifen, brutales Einsteigen nur selten oder zu spät mit persönlichen Strafen ahnden.

Eine Vorgehensweise, die - den Schiri-Experten zufolge - vorgegeben ist durch die FIFA-Kommission unter Leitung des Schweizers Massimo Busacca. In einem beachteten kicker-Gespräch hat darauf Herbert Fandel, der deutsche Oberschiedsrichter, hingewiesen. Auch Urs Meier, als ZDF-Experte vor Ort, weist auf diesen gefährlichen Trend hin und spricht von einer falschen Regelauslegung.

Eigentlich sollten die Leute, die gern als 23. Mann tituliert werden, nicht im Mittelpunkt stehen. Alte Regel: Ein Schiedsrichter ist gut, wenn nicht über ihn gesprochen wird. In Brasilien wird viel gesprochen über diese Zunft, viel zu viel wie an diesem Wochenende, das ganz im Zeichen des Neymar-Schocks steht, das die ganze Fußball-Welt berührt und beschäftigt.

Es bleibt der große schwarze Fleck bei diesem Turnier, das zwischenzeitlich und nun wieder aktuell droht, zu einer "Treter-WM" zu werden, wie es provokativ der frühere Spitzen-Referee Urs Meier ausdrückt.

In Schulnoten ausgedrückt: Note 5 für die Referees. Mangelhaft nicht nur für den spanischen Wegschauer Carballo, sondern für alle Schiedsrichter, die nicht auf Ballhöhe sind.


Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit!


 

29 Leserkommentare

doctorj
Beitrag melden
08.07.2014 | 10:24

Zuniga

So, jetzt ist es mittlerweile so weit, dass Zuniga nicht mehr nur Morddrohungen erhält, nein, man veröffentlicht [...]
guinnessguy
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07.07.2014 | 22:37

Brommy1967

Die Schiri-Schelte ist ungerecht. Sind es doch die Spieler, ganz besonders die Lateinamerikanischen, [...]
mwaipopo
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07.07.2014 | 19:42

Weg mit den "Experten"

Nach dem Foul an Neymar überschlagen sich die sog. Experten mit ihren Weisheiten. Es gab rüdere Fouls [...]
camalengo.diavoli
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07.07.2014 | 10:59

Blind, oder Ignorant ?!

@Bad Monkey:

wenn man nicht weiß, wen man da dümmlich angeht, dann sollte man es lieber lassen,[...]
xERDNUSSx
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07.07.2014 | 10:59

Schwätzer

@sash.ballentino
Kannst du mir mal erklären wieso Zuniga mit angezogenem Knie hochspringt, obwohl d[...]

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weitere Infos zu Neymar

Vorname:Neymar
Nachname:da Silva Santos Junior
Nation: Brasilien
Verein:FC Barcelona
Geboren am:05.02.1992