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05.07.2014, 14:02

Argentinien und die Parallelen zum Triumph 1986

Alleinunterhalter Messi: Knackt er diesmal Courtois?

Überzeugende Ergebnisse statt Spaßfußball, ein überragender Alleinunterhalter statt mannschaftliche Balance: So wurde Argentinien 1986 Weltmeister und so spielt Argentinien auch 2014. Lionel Messi soll die "Albiceleste" wie Diego Maradona damals zum Titel führen, muss dafür heute aber erst einmal die Hürde Belgien bezwingen - und Angstgegner Thibaut Courtois.

Lionel Messi
In der argentinischen Offensive oft allein gelassen: Lionel Messi.
© Getty ImagesZoomansicht

Schmucklos, aber erfolgreich hat sich Argentinien bisher durch das WM-Turnier in Brasilien "gemogelt" und hat diesen Erfolg eigentlich nur einem Mann zu verdanken. Superstar Lionel Messi, der mit seinen vier Toren den zweimaligen Weltmeister durch die Vorrunde schleuste und der auch im Achtelfinale gegen die Schweiz die zündende Idee zum 1:0-Siegtreffer von Angel di Maria hatte.

Ähnlich war es 1986, als die Argentinier nicht durch begeisternden Spaßfußball auffielen, sondern eher durch Ergebnisse überzeugten und in Diego Maradona den überragenden Spieler des Turniers in ihren Reihen hatten. Maradonas legitimer Nachfolger ist bekanntlich Messi. "Maradona war ein Schlüsselspieler, Messi ist es jetzt ebenfalls", sieht auch Argentiniens Nationaltrainer Alejandro Sabella die Parallelen, merkt aber auch an, dass "wir noch nicht die Stufe erreicht haben, auf die wir wollen".

Rojo fällt aus, Aguero ist wieder eine Alternative

Der 59-Jährige weiß: Messi allein könnte zu wenig sein. Die Mannschaft unterstütze den Superstar zwar, nur dadurch könne er so glänzen. Trotzdem will Sabella, der im Viertelfinale gegen Belgien heute Abend (18 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in Brasilia auf den gelbgesperrten Rechtsverteidiger Marcos Rojo verzichten muss, dafür Sergio Aguero zumindest als Joker wieder bringen könnte, Messi stärker entlasten. "Wir dürfen nicht nur der FC Messi sein", forderte Maradona unlängst.

Wir müssen Gott wirklich danken, dass er Argentinier ist.Angel di Maria über Lionel Messi

Das Problem: Bisher erfüllte aus der hochgelobten Abteilung Attacke nur Messi die Anforderungen, di Maria ließ zumindest phasenweise sein Können aufblitzen, während Gonzalo Higuain und der zuletzt verletzte Sergio Aguero nicht sonderlich in Erscheinung traten. Die Folge fasst di Maria in einen Satz: "Wir müssen Gott wirklich danken, dass Lionel Messi Argentinier ist."

Courtois weiß mit Messi umzugehen

Der "Floh" selbst warnt entsprechend: "Gegen die Schweiz hatten wir das Glück auf unserer Seite. Darauf sollten wir uns nicht immer verlassen." Und besser auch nicht auf die Überzeugung von Torhüter Sergio Romero, der sich sicher ist, "dass es da oben Kräfte gibt, die auf unserer Seite sind".

Zumal im belgischen Tor einer steht, der mit Messi umzugehen weiß: Thibaut Courtois, Chelsea-Leihgabe von Atletico Madrid, ließ in den letzten sieben Aufeinandertreffen mit Messi auf Vereinsebene kein einziges Gegentor des Barça-Stars zu! Einmal scheiterte Messi gar mit einem Elfmeter.

Soll sich 1986 wiederholen, muss er diese Misere wohl hinter sich lassen. Vor 28 Jahren traf Argentinien im Halbfinale ebenfalls auf Belgien und gewann 2:0. Doppeltorschütze: Maradona.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 05.07., 14:14 Uhr
Argentinische Abhängigkeit - Messi beschäftigt die Nation
"Es ist nicht einfach", seufzt Trainer Alejandro Sabella: Lionel Messi, vor vier Jahren noch stark kritisiert, ist auch bei dieser WM Argentiniens Topthema - weil er diesmal derart herausragt, dass die "Albiceleste" vollkommen abhängig von ihm zu sein scheint. Zu abhängig?
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05.07.14
 
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zum Thema

weitere Infos zu Messi

Vorname:Lionel
Nachname:Messi
Nation: Argentinien
Verein:FC Barcelona
Geboren am:24.06.1987

weitere Infos zu Courtois

Vorname:Thibaut
Nachname:Courtois
Nation: Belgien
Verein:FC Chelsea
Geboren am:11.05.1992