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05.07.2014, 02:19

Kolumbien: Pekermans "harter Moment"

James' tränenreicher Abschied

Kolumbien war neben Costa Rica die positive Überraschung der WM. Vor dem Turnier waren die Cafeteros von vielen Experten als Geheimfavorit gehandelt worden, doch nachdem Superstar Radamel Falcao wegen eines Kreuzbandrisses seine WM-Träume hatte begraben müssen, änderte sich die Sachlage. Die Südamerikaner zeigten aber, dass sie es auch ohne Falcao können, spazierten durch die Vorrunde und erreichten in ungewohnter Leichtigkeit das Viertelfinale. Dort war nun aber Endstation.

Trost für den WM-Star: David Luiz kümmert sich nach Kolumbiens Aus um James (li.).
Trost für den WM-Star: David Luiz kümmert sich nach Kolumbiens Aus um James (li.).
© Getty ImagesZoomansicht

Die WM 2014 war der Durchbruch für James. Der 22-Jährge mit der Nummer zehn auf dem Rücken war zwar für Experten längst kein unbeschriebenes Blatt, doch in Brasilien spielte er sich auf der ganz großen Bühne ins Rampenlicht und in die Herzen der Fußball-Fans. Nach dem 1:2 gegen Brasilien im Viertelfinale ist die James-Show nun aber beendet, "El Principito" wird den Rest des Turniers nur noch in der Zuschauerrolle verfolgen können. Das dürfte er gewiss mit einer gewissen Anspannung machen, hat er doch noch exzellente Aussichten auf die Torjägerkrone.

Gegen Brasilien fiel der Offensivmann in einem hart umkämpften Spiel, in dem sage und schreibe 54 Fouls gepfiffen wurden und einige weitere durchaus hätten gegeben werden können, zwar lange nicht sonderlich auf, traf aber dennoch per Foulelfmeter zum 1:2-Endstand. Es war sein sechstes Turniertor, womit er Platz eins belegt. Mit Lionel Messi (4), Thomas Müller (4) sowie den beiden Niederländern Arjen Robben und Robin van Persie (beide 3) hat er aber noch namhafte Konkurrenz zu fürchten. Direkt im Anschluss an die Viertelfinalniederlage stand dem 22-Jährigen verständlicherweise nicht der Sinn danach, sich über derartige Dinge Gedanken zu machen. Zu schwer wog die Niederlage. "Es ist bitter. Wir haben alles versucht, hatten aber kein Glück", sagte James mit Tränen in den Augen nach dem WM-Aus und suchte die Schuld auch beim Schiedsrichter, "der auch keine Hilfe" war.

Die sehr guten Spieler auf beiden Seiten kamen nicht so zur Entfaltung.José Pekerman

Die Rolle des spanischen Unparteiischen Carlos Velasco Carballo sollte im Nachhinein auch näher betrachtet werden, immerhin gestattete er eine raue Gangart und legte so den Grundstein dafür, dass die technisch versierteren, körperlich aber nicht so dominanten Spieler wie eben James oder auch Brasiliens Neymar vor 60342 Zuschauern zu Randerscheinungen avancierten. Wohlgemerkt: Hüben wie drüben wurde zugelangt, so erlaubte sich die Seleçao 31 Fouls - allein sechsmal war James die Zielscheibe.

Dem Spanier brachte das eine Menge Kritik ein: "Wenn wir zulassen, dass die Kleinen zerstört werden, dann ist das nicht mehr unser Sport", fand der ehemalige Nationalspieler und aktuelle TV-Experte Mehmet Scholl mit Blick auf die verletzungsbedingte Auswechslung von Neymar, der nach einem üblen Foul von Juan Camillo Zuniga einen Wirbelbruch erlitten hat und nun für den Rest der WM ausfällt, deutliche Worte.

Etwas subtiler drückte sich Kolumbiens Nationaltrainer José Pekerman aus, als er feststellte, dass "die sehr guten Spieler auf beiden Seiten kamen nicht so zur Entfaltung" kamen. "Das Spiel war sehr intensiv mit vielen Fouls." "Ein harter Moment für uns, wir hatten diesen Traum, dieses Spiel zu gewinnen", sagte Pekerman weiter.

Wie stark dieser Traum war, stand in James' Gesicht geschrieben, der nach Spielende von den Brasilianern Marcelo und David Luiz getröstet wurde. Dem 22-Jährigen ist aber bereits jetzt ein Platz in den Geschichtsbüchern sicher, denn er ist der zweitjüngste Akteur der Weltmeisterschafts-Geschichte, dem mindestens sechs Tore gelangen - nur Brasiliens Fußball-Ikone Pelé schaffte das schon mit 17 Jahren. Zudem ist Rodríguez der erste Spieler seit dem Peruaner Teofilo Cubillas (1970/1978), der jeweils in seinen ersten fünf WM-Auftritten erfolgreich war, auch erzielte er mehr Tore als Kolumbien bei den vorigen Weltmeisterschaften 1994 und 1998 zusammen (5).

 

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