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04.07.2014, 12:21

Suche nach dem Drahtzieher beim Weltverband

FIFA in millionenschweren Ticket-Skandal verstrickt?

Die "Operation Jules Rimet" brachte einen millionenschweren Skandal ans Licht: WM-Tickets sollen von einem Schwarzmarkt-Händlerring für bis zu 1000 Prozent über dem regulären Preis verkauft worden sein. Der im Rahmen der Ermittlungen festgenommene mutmaßliche Bandenchef Mohamadou Lamine Fofana packte aus und nannte den Namen eines FIFA-Funktionärs, der die Mafia mit Eintrittskarten versorgt haben soll. Während der Weltverband alles abstreitet, läuft die Fahnung nach dem mysteriösen Drahtzieher.

Die "Operation Jules Rimet" - ein Mafia-Boss packt aus

WM-Tickets
Wer ist der mysteriöse Drahtzieher? Der Weltverband soll in einen millionenschweren Ticket-Skandal verstrickt sein.
© imagoZoomansicht

"Ich weiß von nichts", sagte FIFA-Präsident Sepp Blatter, "ich beschäftige mich nicht mit Eintrittskarten. Mein Geschäft ist die Politik." Auch FIFA-Sprecherin Delia Fischer mauerte: "Wir haben nichts zu kommentieren. Es gibt doch nur Gerüchte."

Definitiv mehr als nur Gerüchte brachte die brasilianische Polizei ans Tageslicht. Im Rahmen der seit drei Monaten laufenden "Operation Jules Rimet" wurden 50.000 verdächtige Telefongespräche abgehört, über die Hälfte davon bereits ausgewertet. In Folge dessen sprengten Behörden am vergangenen Dienstag einen illegalen Schwarzmarkt-Händlerring und nahmen bei Razzien in Rio de Janeiro und Sao Paulo zehn Verdächtige fest. Darunter auch Fofana, der nun auspackte und einen FIFA-Hintermann schwer belastete: "Er hat den ersten Vornamen genannt, aber noch halten wir den geheim", sagte Polizeichef Fabio Barucke.

Wer ist der mysteriöse Drahtzieher?

Pikant: Fofana hatte einen offiziellen FIFA-Parkausweis in seinem Wagen, und das, obwohl der Mafia-Boss laut Weltverband weder für die WM noch für den Wagen-Pool akkreditiert sei. Hier muss also ebenso ein FIFA-Funktionär nachgeholfen haben wie bei der illegalen Abzweigung von WM-Tickets aus den Freikontingenten des Weltverbands für VIPs, Sponsoren und Teams. Entsprechende Eintrittskarten sollen in einem abgeschirmten Saal des Luxushotels "Copacabana Palace" in Rio in originalverpackten Paketen der Ticketschieberbande übergeben worden sein.

"Wir haben konkrete Anzeichen, dass mindestens eine Person Eintrittskarten an Fofana weitergegeben hat", sagte Barucke und erklärte, dass die Stimme des Drahtziehers beim Weltverband aufgezeichnet wurde. "Diese Information werden wir jetzt der FIFA zukommen lassen, die versprochen hat, uns bei der Identifizierung der Person zu helfen." Beim mysteriösen Hintermann soll es sich um einen nicht-brasilianischen FIFA-Mitarbeiter handeln, der zusammen mit anderen Topfunktionären als Gast im "Copacabana Palace" logiert.

Bis zu 1000 Prozent über dem regulären Verkaufspreis

"Die Untersuchung lief bislang geheim. Aber jetzt beziehen wir auch die FIFA ein. Auch, damit sie die Form der Ticketverteilung überdenkt", so Barucke. Die illigalen Eintrittskarten liegen bereits für weitere Untersuchungen auf dem Schreibtisch von FIFA-Marketing-Direktor Thierry Weil. "Wir werden die beschlagnahmten Karten auf ihre Echtheit überprüfen und die Behörden bei der Identifizierung der Quellen der Karten unterstützen", kündigte der für das Ticketing verantwortliche Weil an.

Die weltweit operierende Ticketmafia, die alleine in Brasilien 30 Mitglieder zählt, soll ihr Unwesen bereits seit der WM 2002 treiben. 2014 sollen Eintrittskarten für alle 64 Spiele angeboten worden sein. Die Verkaufspreise lagen zwischen 200 und 1000 Prozent über dem regulären Verkaufspeis. Ein lukratives Geschäft. So wurden Finaltickets beispielsweise für stattliche 11.500 Euro pro Karte verhökert.

"Seleçao"-Stars als Zeugen

"Wir arbeiten Tag und Nacht, um die Operation bis zum Finale richtig in Gang zu bringen. Wir werden bis dahin alle Aufzeichnungen von Telefonaten abhören", verspricht Barucke, der weitere Festnahmen ankündigte.

Das Ausmaß dieses millionenschweren Skandals ist gewaltig und noch kaum absehbar. Selbst brsilianische Fußballgrößen werden verhört, um Licht ins Dunkel zu bringen. So waren Dunga, Jairinho und Carlos Alberto Torres Gäste auf einer Privatparty Fofanas. Der frühere Bremer Bundesliga-Profi Junior Baiano vermietete dem Bandenchef ein Appartment. Die betroffenen Personen werden als Zeugen vorgeladen.

 

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