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02.07.2014, 22:31

Robben und Oranje sind auf einer "Mission"

WM am Mittwoch: Navas legt eine Trainingspause ein

Nach den letzten Achtelfinals macht die "beste WM aller Zeiten" (FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke) für zwei Tage Pause. Stoff für Schlagzeilen liefern die Nationalteams aber trotzdem fleißig weiter: So zofft sich die Niederlande, wo der noch nicht gewonnene WM-Titel gefeiert werden soll. Argentinien huldigt dem "Pfosten Gottes". Houllier spricht von Südamerikas "aggressivem Biss". Und Gastgeber Brasilien blickt mit Vorfreude auf das Duell gegen Kolumbien. Hier kommt es zum Duell der Superstars Neymar und James - doch wer ist der Bessere? Die WM-Splitter am Mittwoch ...

+++ Argentinien: Aguero trainiert wieder +++

Sergio Aguero ist am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Der Angreifer von Manchester City absolvierte zunächst einzelne Sprintübungen, ehe er zum Trainingsspiel zwischen der mitgereisten Junioren-Auswahl und den am Vortag beim 1:0 nach Verlängerung gegen die Schweiz nicht zum Einsatz gekommenen Spielern stieß. Die Stammkräfte des Spiels machten wie üblich Regenerationsübungen. Aguero hatte sich im letzten Gruppenspiel der Vorrunde gegen Nigeria (3:2) eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel zugezogen.

+++ Messi-Manie auch in den USA +++

In Texas kann man sich derzeit passend zur Weltmeisterschaft eine Frisur der ganz besonderen Art zulegen. Nachdem schon US-Nationaltorhüter Tim Howard auf diesem Weg sein Bild auf einem Hinterkopf wiederfinden durfte, wurde diese Ehre nun auch Argentiniens Superstar Lionel Messi zu Teil ...

+++ Begeisterter Empfang für Algeriens Nationalteam +++

Algeriens Nationalteam ist am Mittwoch bei der Ankunft auf dem Flughafen in Algier von Hunderten Fans empfangen worden. Die Anhänger riefen Trainer Vahid Halilhodzic zum Umdenken auf, damit dieser seinen auslaufenden Vertrag doch noch verlängert. Premierminister Abdelmalek Sellal umarmte den Bosnier demonstrativ. Nach der Ankunft fuhren die Spieler in einem in den Landesfarben gestrichenen Bus in das Zentrum von Algier, wo eine Feier mit den Fans folgte. Das staatliche Fernsehen gab seiner Sondersendung den Titel: "Danke, Ihr Helden."

+++ Navas fehlt beim Training +++

Costa Ricas Keeper Keylor Navas war am Mittwoch bei den Übungseinheiten der "Ticos" nicht am Ball. Dem27-Jährigen machen Hals- und Schulterprobleme zu schaffen. Bis zum WM-Viertelfinale am Samstag (22 Uhr MESZ/LIVE! bei kicker.de) in Salvador gegen Vize-Weltmeister Niederlande soll der große Rückhalt des Überraschungsteams aus Mitelamerika aber auf jeden Fall wieder hergestellt sein. Möglicherweise wird Navas bis zum Spiel aber gar nicht mehr oder nur eingeschränkt trainieren.

+++ Houllier sorgt für Gelächter +++

Das war so nicht beabsichtigt: Gérard Houllier, Leiter der Technischen Studiengruppe der FIFA, antwortete auf der Frage nach einem WM-Heimvorteil für die Teams aus Südamerika mit den Worten: "Ich finde, die Teams spielen hier mit mehr aggressivem Biss als bei Turnieren in Europa." Die Doppeldeutigkeit der Aussage hinsichtlich der Beißattacke des Uruguayers Luis Suarez fiel ihm erst auf, als er den Satz beendet hatte. Unter dem Gelächter von FIFA-Vertretern und Journalisten fügte er hinzu: "Uups, vielleicht sollte ich das nicht so formulieren."

+++ Robben: Van Gaal ist "fantastischer Trainer" +++

Arjen Robben hat nach dem Viertelfinal-Einzug der Niederlande Bondscoach Louis van Gaal gelobt:. "Wir haben einen fantastischen Trainer, der genau weiß, wann er welchen Spieler bringen muss", sagte der Angreifer in einem Interview auf der Website der FIFA. Robben lobte, das besonders die Einwechslungen van Gaals für den knappen 2:1-Erfolg ausschlaggebend gewesen waren. Auch erklärte der Bayern-Star weiter, dass es eine "sehr weise Entscheidung" gewesen sei, dass Klaas-Jan Huntelaar den Elfmeter geschossen habe: "Ich hatte sehr viel Vertrauen in ihn." Mit dem bisherigen Abschneiden am Zuckerhut ist der 30-Jährige sehr zufrieden, allerdings soll im Viertelfinale noch nicht Schluss sein. "Wir sind gemeinsam auf einer Mission", sagte Robben. "Du kommst nicht zu einer WM, um das Wetter und den Strand von Rio zu genießen. Du hoffst, Spiele zu gewinnen und so weit wie möglich zu kommen."

+++ Neymar oder James? Der Direktvergleich +++

Neymar & James
Das Duell der Schlüsselspieler: Brasiliens Neymar (l.) gegen Kolumbiens James (r.).
© Getty Images

Brasilien sehnt sich dem Viertelfinale gegen Kolumbien (Freitag, 22 Uhr (MESZ) in Fortaleza entgegen. Dabei kommt es zum direkten Aufeinandertreffen zweier Schlüsselspieler: Superstar Neymar (22) für die "Seleçao" und Senkrechtstarter James für die "Cafeteros". Beide Akteure ragten bislang heraus und waren für ihre Nationalteams von unschätzbarem Wert. Doch wer ist bislang der bessere?

WM-Statistik: Neymar gegen James

Kategorie Neymar James
kicker-Notenschnitt 2,00 1,63
Spiele 4 4
Minuten 369 309
Tore 4 5
Vorlagen 0 2
Schüsse 15 15
Pässe 113 130
Top-Speed 31,8 km/h 30,9 km/h
Lauf-Distanz 40,8 km 36 km

+++ USA: "Nie wieder Waffeln" +++

Trotz der bitteren 1:2-Achtelfinal-Niederlage n.V. gegen Belgien und den damit verbundenen WM-Aus ist der Zuspruch für das US-Team groß. Vor allem aus dem Promi-Lager gabe es viel Zuspruch: "Großartiger Job, ich bin stolz auf euch Jungs! Ihr habt alles gegeben!!!", twitterte Rihanna. Schauspieler Arnold Schwarzenegger sendete Gratulationen: "Ihr habt uns alle zusammengebracht. Wir kommen wieder." Sänger Justin Timberlake trauerte: "HERZZERREISSEND. Bin stolz, wie unsere Kerle am Ende gekämpft haben. Tim Howard... WOW." Den amerikanischen Formel-1-Testfahrer Alexander Rossi wurmte das WM-Aus gewaltig. Der Caterham-Pilot kündigte an: "Ich werde nie wieder Waffeln essen . . . niemals. Wieder."

+++ Kolumbien: Asprilla träumt von mehr +++

Nach der kurzen WM-Pause geht es am Freitag mit den Viertelfinals weiter. Nach dem Spiel der deutschen Mannschaft gegen Frankreich (18 Uhr MESZ, in Rio de Janeiro) steigt Gastgeber Brasilien in den Ring (22 Uhr MESZ, in Fortaleza) und trifft auf die "Cafeteros". Kolumbiens Ex-Nationalstürmer Faustino Asprilla gibt sich vor dem Südamerika-Duell zuversichtlich: "Brasilien spielt nicht gut, aber es ist Brasilien, sie sind fünfmaliger Weltmeister, sie spielen zu Hause. Es wird schwierig, aber bei dem Niveau, das die kolumbianische Mannschaft bislang gezeigt hat, kann man von mehr träumen."

+++ Argentinien: Der Pfosten Gottes ist geboren +++

Blerim Dzemaili
Der Schweizer Blerim Dzemaili (r.) köpft aus kurzer Distanz ans Aluminium - der "Pfosten Gottes" ist geboren.
© Getty Images

Bei der WM 1986 schrieb ein junger Argentinier Namens Diego Maradona Fußballgeschichte, als er im Viertelfinale gegen England ein Tor mit der Hand erzielte. Der damals 25-Jährige sprach damals von der Hand Gottes. 28 Jahre später, nach dem 1:0-Zittersieg n.V. der "Albiceleste" gegen die Schweiz im Achtelfinale der WM 2014 gibt es nun einen Pfosten Gottes. In Anlehnung an Maradona taufte die Zeitung "Olé" den rechten Längsbalken des Tores in Sao Paulo "El Palo de Dios". Der Grund: In der Nachspielzeit der Verlängerung traf der Schweizer Blerim Dzemaili aus nur drei Metern den Pfosten statt ins Tor. Argentinien musste nicht ins Elfmeterschießen und zog ins Viertelfinale ein.

+++ Europa hat die Nase vorn +++

Der letzte deutsche Trainer bei der WM: Joachim Löw.
Der letzte deutsche Trainer bei der WM: Joachim Löw.
© imagoZoomansicht

Es hätte ein geschichtsträchtiger Moment werden können. Drei deutsche Trainer hatten die Chance ins WM-Viertelfinale einzuziehen. Daraus wurde nichts, denn sowohl die Schweiz von Ottmar Hitzfeld als auch die von Jürgen Klinsmann trainierten USA schieden in der Runde der letzten 16 aus. Joachim Löw hat es dagegen geschafft und hält in Brasilien nicht nur die deutschen Farben hoch. In der Vorrunde galten die Europäer noch als WM-Enttäuschung, doch nun haben es vier europäische Teams in die Runde der letzen Acht geschafft - neben Deutschland auch die Niederlande, Belgien und Frankreich. Südamerika stellt mit Brasilien, Argentinien und Kolumbien das drittgrößte Kontingent, während aus Nord- und Mittelamerika Costa Rica noch dabei ist.

+++ Die beste WM aller Zeiten +++

FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke hat die WM in Brasilien bis über alle Maßen gelobt und sie zur besten Endrunde bisher erhoben. "Ich denke, Brasilien ist auf dem besten Weg, die WM so abzuliefern, wie wir es erhofft haben", sagte der 53-Jährige als Studiogast beim brasilianischen Pay-TV-Sender SportTV und sprach von "der besten WM aller Zeiten". Die letzten Partien seien eh nur noch zum Genuss da, für das Viertelfinale zwischen Deutschland und Frankreich äußerte er jedoch einen Wunsch: "Als Franzose hoffe ich natürlich diesmal auf einen anderen Ausgang als 1982." Vor 32 Jahren hatte die deutsche Elf in einem Elfmeterkrimi die Equipe Tricolore im Halbfinale in Sevilla besiegt.

+++ Joker sind weiter Trumpf +++

Am Dienstag trafen Romelo Lukaku und Julian Green jeweils als Einwechselspieler. Es waren bei dieser WM bereits die Treffer Nummer 27 und 28 von Jokern. Es ist ein neuer Rekord: Die bisherige Bestmarke stand bei 23 Treffern und war 2006 in Deutschland aufgestellt worden.

+++ Ribery kommt nicht zum Klassiker +++

Franck Ribery wird nicht nach Brasilien zum Viertelfinale zwischen Frankreich und Deutschland reisen. "Ribery ist mit seiner Familie in den Ferien und erholt sich", erklärte Noël Le Graët, Präsident des französischen Fußball-Verbandes FFF, der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte Le Graët Ribéry zum Klassiker im Maracana eingeladen.

+++ Niederlande: Streit um WM-Party +++

Wo werden die Oranje-Fans den WM-Titel der Niederlande feiern: Amsterdam, Rotterdam oder gar nicht?
Wo werden die Oranje-Fans den WM-Titel der Niederlande feiern: Amsterdam, Rotterdam oder gar nicht?
© Getty ImagesZoomansicht

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, lautet ein altes Sprichwort, das in den Niederlanden offenbar nicht ganz so bekannt ist. Die Elftal steht zwar nur im Viertelfinale, doch in der Heimat streitet man sich bereits darüber, wo der WM-Titel gefeiert werden wird. Amsterdam oder Rotterdam? Beide Städte wollen die WM-Party austragen. Die Hauptstadt Amsterdam hatte bereits vor neun Tagen das Festdrehbuch des Jahres 2010 aus der Schublade geholt, um es zu aktualisieren. Doch nun erhebt auch die fußballverrückte Hafenmetropole Rotterdam eigene Ansprüche.

Ihre Begründung: Ein Großteil der Nationalmannschaftsmitglieder hat seine Wurzeln bei Feyenoord Rotterdam. "Wir stehen bereit für eine Ehrung in Rotterdam. Wir überlassen die Initiative jedoch dem Fußballverband KNVB", sagte ein Sprecher von Bürgermeister Ahmed Aboutaleb. Der KNVB will sich mit derartigen Nebengeräuschen nicht beschäftigen. "Wir konzentrieren uns ausschließlich auf die sportliche Leistung bei der WM. Über eine eventuelle Ehrung wird erst beraten, wenn wir am 13. Juli im Finale stehen sollten", hieß es von Verbandsseite.

+++ FIFA kommentiert laufende Verfahren nicht +++

Wie bereits angekündigt, hat der kamerunische Fußballverband Fecafoot eine Untersuchung im Hinblick auf Vorwürfe, WM-Spiele der unzähmbaren Löwen wären manipuliert gewesen. Unter Verdacht steht anscheinend vor allem das 0:4 der Kameruner gegen Kroatien. Die FIFA wollte am Dienstag keinen Kommentar zum schwebenden Verfahren geben. "Jede Anschuldigung wird sehr ernst genommen. Wir arbeiten eng mit der Justiz und anderen Organisationen zusammen. Jede Information soll gemeldet werden", ließ FIFA-Sprecherin Delia Fischer wissen und kündigte eine Stellungnahme des Weltverbandes erst nach Abschluss der Ermittlungen an.

 
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