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02.07.2014, 00:30

Argentinien: Di Maria erlöst über 40 Millionen

120 Minuten Leidensgeschichte mit Happy End

Die Zitterpartie gegen die Schweiz (1:0 n.V.) ging den Argentiniern gehörig an die Nieren. Erst kurz vor dem drohenden Elfmeterschießen erlöste Angel di Maria die Albiceleste und zugleich 40 Millionen Fans in der Heimat.

Wegbereiter für den Achtelfinaleinzug war einmal mehr Superstar Lionel Messi, der zum vierten Mal in Folge zum Spieler des Spiels gewählt wurde. Spätestens seit dem Achtelfinale dürfte jedem klar geworden sein: den klaren Favoriten oder krassen Außenseiter gibt es in dieser Phase des Turniers nicht mehr.

Di Maria: "Wir haben mit Herz und Seele gekämpft"

Lionel Messi & Angel di Maria
Die pure Erleichterung: Lionel Messi (hinten) herzt Siegtorschützen Angel di Maria (vorne).
© Getty ImagesZoomansicht

Nur drei der acht Achtelfinals wurden nach 90 Minuten entschieden. Zwei davon sogar nur denkbar knapp in den Schlussminuten (Niederlande - Mexiko 2:1, Frankreich - Nigeria 2:0). Zweimal ging es in die Verlängerung, zweimal ins Elfmeterschießen.

So war auch Argentiniens knapper 1:0-Erfolg n.V. über die Schweiz eine denkbar knappe Kiste. Erst in der 118. Minute erzielte di Maria, wohlgemerkt mit seiner einzig guten Offensivaktion, den Siegtreffer für die Albiceleste. Entsprechend groß war die Erleichterung bei den Südamerikanern. "Wir sind alle happy. Wir wussten, dass es sehr eng werden würde, aber wir haben mit Herz und Seele gekämpft", sagte di Maria. Auch sein Trainer Alejandro Sabella stimmte voll mit ein: "Zu gewinnen ist das Wichtigste. Dafür braucht man eine gute Taktik und gute Spieler.

Sabellas neue Taktik bringt Schwung, aber kaum Ideen

Über die komplette Distanz hatte sich Argentinien am "Alpen-Beton" der Schweizer die Zähne ausgebissen. Die Albiceleste gab zwar den Ton an, gewann viele Zweikämpfe, ließ die Kugel laufen und baute Druck auf. Doch trotz der Umstellungen von Sabella, der mit Lavezzi (rechts) und di Maria (links) zwei offensive Außen aufs Feld schickte, hatten die Südamerikaner kaum Ideen, operierten mit langen Bällen und Flanken. Gefährlich wurde es lange Zeit nur nach Standards.

Sogar Superstar Messi verfing sich im Defensiv-Netz der Eidgenossen und blitzte nur punktuell auf. Der "Zauberfloh", der immer wieder von seiner Spielmacherposition nach vorne stieß, um die Offensive der Argentinier neben Higuain zu unterstützen, wurde vom jeweils nahestehen Gegenspieler übernommen und beschattet, teilweise gedoppelt oder gar von drei Schweizern bewacht. Komplett abmelden konnte die Nati den Ausnahmefußballer vom FC Barcelona aber nicht. So geschehen in der spielentscheidenden Szene in der 118. Minute: Messi drängte mit einem Tempo-Dribbling Richtung Strafraum und servierte die Kugel genau im richtigen Moment für den Siegtorschützen di Maria, der per Flachschuss vollendete.

Messi: "Das ganze Spiel war eine Leidensgeschichte"

"Wir wollten unbedingt ein Tor schießen. Ich habe überlegt, mache ich es selbst, aber dann habe ich Angel gesehen, er hat getroffen und dann haben wir gefeiert", beschrieb ein sichtlich erleichterter Messi die Szene des Tages. "Wir waren nervös, wir haben kein Tor geschossen, die Zeit vertan. Wir wollten auf keinen Fall ins Elfmeterschießen. Das ganze Spiel war eine Leidensgeschichte. Aber wir wissen nun, dass wir auch durch solche Momente durchkommen. Das muss man genießen."

Auch Sabella erlebte eines seiner nervenaufreibendsten Spiele. "Es war eines der stressigsten Spiele in meiner Karriere. Ich habe viel als Trainer erlebt, aber das ist die WM, wir vertreten mehr als 40 Millionen Argentinier, da musst du ein Tor schießen, auch wenn das Elfmeterschießen droht. Die Zeit zerrinnt", so der Nationalcoach. "Wir haben den Sieg verdient. Wir haben nie das Gleichgewicht verloren. Haben uns gegen starke Schweizer nicht von der Verzweiflung in die Irre führen lassen."

WM-Rechner

Auch Messi hat längst erkannt: "Die Spiele sind hier sehr ausgeglichen und werden manchmal von Kleinigkeiten entschieden. Es sind schon große Mannschaften nach Hause gefahren. Bei einer WM gibt es keine einfachen Spiele mehr."

Weltmeisterschaft, 2014, Achtelfinale
Argentinien - Schweiz 1:0
Argentinien - Schweiz 1:0
Besucherstrom

Die Fans strömen in die Arena de Sao Paulo.
© Getty Images

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weitere Infos zu di Maria

Vorname:Angel
Nachname:di Maria
Nation: Argentinien
Verein:Paris St. Germain
Geboren am:14.02.1988

weitere Infos zu Sabella

Vorname:Alejandro
Nachname:Sabella
Nation: Argentinien
Verein:

Vereinsdaten

Teamname:Argentinien
Gründungsdatum:01.01.1893
Anschrift:Asociación del Fútbol Argentino (AFA)
Viamonte 366/76
Buenos Aires 1053
Telefon: 00 54 - 11 - 43 72 79 00
Telefax: 00 54 - 11 - 43 75 44 10
Internet:http://www.afa.org.ar/