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26.06.2014, 23:23

Portugal: Cristiano Ronaldo schließt zu Klinsmann auf

Das "schreckliche Turnier" endet für "CR7" bitter

Portugal hatte sich bei den ersten beiden WM-Auftritten 2014 nicht mit Ruhm bekleckert, lag deswegen vor dem Duell mit Ghana schier aussichtslos zurück im Rennen ums Achtelfinale. Der am Ende nötige 5:1-Sieg wäre sogar im Bereich des Möglichen gewesen, doch es reichte nur zu einem 2:1-Erfolg. Die Selecçao muss den Heimweg antreten. Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack - vor allem wegen "CR7". Der Welfußballer hätte das Übel im Alleingang noch abwenden können.

Cristiano Ronaldo
Vor dem Spiel (links) und danach: "CR7" wandelte seinen Gesichtsausdruck von wenig Lust auf Fußball zu Fassungslosigkeit.
© Getty ImagesZoomansicht

Cristiano Ronaldo war im Vorfeld der Partie mit klaren Worten aufgefallen, als er die Chancen aufs Erreichen der K.o.-Runde nahezu komplett abgeschrieben und auch seine Kollegen nicht verschont hatte: "Wir sind eine limitierte Mannschaft und nicht auf dem besten Level. Andere Teams sind besser. Gegen Top-Teams reicht es nicht." Seine Ansprache vollendete der amtierende Weltfußballer mit den Worten: "Es gibt keine Wunder!"

Am Ende behielt "CR7" Recht, hätte aber alleine für dieses wahre Wunder des Weiterkommens sorgen können, eigentlich müssen: Reihenweise vergab der 29-Jährige Hochkaräter. Entweder scheiterte er komplett frei vor Torhüter Fatawu Dauda (12., 83. und 90.+1), mit harten Fernschüssen (11., 32.) , an der Querlatte (5.) oder einfach frei vor dem leeren Gehäuse (90.+1). Cristiano Ronaldo dürfte sich nach dem Schlusspfiff gewundert haben, dass ihm überhaupt ein Treffer gelang: Bei diesem musste der Spieler vom aktuellen Champions-League-Sieger Real Madrid allerdings nur noch seelenruhig ins rechte Eck einschieben (80.). Bemerkenswert: Bis zu seinem ersten und einzigen WM-Treffer in Brasilien benötigte die Nummer sieben satte 19 (!) Schüsse, um endlich zum Erfolg zu kommen.

Verständlich die Reaktionen nach Spielende: Cristiano Ronaldo blickte fassungslos drein, Trainer Paulo Bento schüttelte ernst jedem Akteur die Hand und äußerte sich später klar: "Wir haben ein schreckliches Turnier gespielt." Verteidiger Bruno Alves und Pepe ergänzten im Chor: "Das ist ein trauriger Tag für alle Portugiesen."

Auch der Star selbst meldete sich zu Wort: "Wir haben viele Chancen gehabt. Wir wussten, dass wir noch drei Tore brauchen. Wir kannten das Ergebnis der Deutschen." Am Ende fand Coach Bento dann auch noch einmal positive Worte, gerade wegen des guten Spiels gegen Ghana: "Das war ein schwieriges Spiel für uns. Es gab aber vieles Positives, auch wenn wir ausgeschieden sind." Für ein klares Schlussfazit war sich der 45-Jährige aber auch nicht zu schade: "Die Bilanz ist negativ. Wir haben unser Ziel nicht erreicht. Aufgrund der Art und Weise, wie die drei Spiele liefen, haben wir bekommen, was wir verdient haben. Deutschland und die USA stehen zu Recht im Achtelfinale."

"CR7" stellt Klinsmann-Marke ein

WM-Tabellenrechner

Die Nummer sieben der Portugiesen darf sich auf dem Nachhauseweg und nach seiner Abschiedsvorstellung in Brasilien immerhin über einen netten Rekord freuen - Jürgen Klinsmanns Marke, der als Trainer mit den USA eben Portugal in der Gruppe G ausstach, ist eingestellt. Mit dem einen Treffer nämlich ist Cristiano Ronaldo der zweite Akteur, der bei sechs aufeinanderfolgenden Welt- und Europameisterschaften getroffen hat. Allerdings war es insgesamt erst das neunte Tor des Weltstars. Der ehemalige deutsche Nationalspieler Klinsmann traf dagegen 16-mal - leistete dadurch Beihilfe zu zwei Titeln (Weltmeister 1990, Europameister 1996). Deutschlands Rekordschütze Miroslav Klose hat sich aktuell durch sein 2:2 gegen Ghana ebenfalls beim sechsten Turnier in die Torschützenliste eintragen. Bei der EM 2004 ging er zwischenzeitlich jedoch leer aus.

Keine Gnade

Doch auch diese Marke stimmte die europäische Medienlandschaft nicht positiv, die über die komplette Selecçao herzog. "Mais Futebol" schrieb: "Eine enttäuschende WM, es geht nach Hause. Ronaldo hat im letzten Spiel getroffen - aber er hatte auch die meisten Chancen ungenutzt gelassen." Der englische "Telegraph" zeigte ein Bild des Weltstars mit den Worten: "Niedergeschlagen und raus: Cristiano Ronaldos eine Tor war nicht genug, um Portugal im Turnier zu halten." Die spanische "Marca" reagierte ebenfalls: "Cristiano geht in die Sommerpause." In Italien schloss sich der "Corriere dello Sport" der Tonart an: "Cristiano Ronaldos Portugiesen sind bei der WM eliminiert."

Weltmeisterschaft, 2014, 3. Spieltag
Portugal - Ghana 2:1
Portugal - Ghana 2:1
Enttäuscht

Wirkte bereits vor dem Anpfiff nicht sonderlich glücklich über die schier aussichtslose Lage seiner Portugiesen: Cristiano Ronaldo.
© Getty Images

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26.06.14
 
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weitere Infos zu Cristiano Ronaldo

Vorname:Cristiano Ronaldo
Nachname:Dos Santos Aveiro
Nation: Portugal
Verein:Real Madrid
Geboren am:05.02.1985

weitere Infos zu Paulo Bento

Vorname:Paulo
Nachname:Bento
Nation: Portugal
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