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18.06.2014, 23:59

Maniatis bucht Rückflug- Löw verliert seltsame Wette

WM-Splitter: Cahill-Wumme mit 139,4 km/h

Ioannis Maniatis buchte nach einem Trainingsstreit mit seinem griechischen Kollegen Georgios Tzavellas spontan den Rückflug. Australier Tim Cahill kann knapp 140 km/h aus dem Fußgelenk schütteln. Luis Suarez steht vor dem ersten WM-Einsatz und stichelt gegen den Gegner aus dem Land seines Arbeitgebers. Ein belgisches Baby kann froh sein, dass die Roten Teufel nur 2:1 gewonnen haben, del Piero träumt schon von mehr, Mats Hummels hofft auf einen Einsatz gegen Ghana. Und Bundestrainer Löw verliert eine merkwürdige Wette. Die WM-Kurzpässe am Mittwoch...

+++ Japan: Selbstvertrauen als Schlüssel zum Erfolg +++

Nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen die Elfenbeinküste geht es für Japan vor dem vorentscheidenden zweiten Gruppenspiel gegen Griechenland (Freitag, 0 Uhr MESZ, in Manaus) vor allem um Selbstvertrauen. "Ohne Vertrauen wird das Turnier kurz und das sollte nicht passieren", sagte "Nippon"-Trainer Alberto Zaccheroni. "Wir wissen, dass das Spiel fundamental wichtig ist, wenn wir die nächste Runde erreichen wollen." Dabei wird der Coach der "Taeguk Warriors" wieder auf die Dienste von Kapitän Makoto Hasebe zurückgreifen. Der Mittelfeldmann vom 1. FC Nürnberg (ab Sommer Eintracht Frankfurt) soll nach eigenem Bekunden wieder voll belastbar sein: "Es gibt kein Problem mit meinem Knie", so der 30-Jährige.

+++ Australien: Cahills Traumtor mit 139,4 km/h +++

Tim Cahill
Tim Cahills Dampfwalze: Mit 139,4 km/h an die Latte und dann ins Tor.
© Getty ImagesZoomansicht

"Es fühlte sich einfach so richtig an, als ich den Ball getroffen habe. Ich habe ihn süß getroffen", beschrieb Australiens Tim Cahill sein Traumtor zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen die Niederlande. "Süß" umschreibt seine Wumme an die Unterkante der Latte allerdings nicht. Nach Angaben des brasilianischen Fernsehsenders SporTV schlug sein Volley-Knaller mit satten 139,4 Kilometer pro Stunde im Tor ein. "Genau darum geht es. Solche Momente - ein weiterer in meiner Karriere, auf den ich stolz bin", sagte Cahill. Am Ende leider ein Treffer ohne Wert: Die "Socceroos" scheiden nach der Gruppenphase aus dem Turnier aus.

+++ Barzagli lässt Training sausen - Buffon-Rückkehr möglich +++

Andrea Barzagli hat auf das letzte Training der Italiener vor dem Abflug zum zweiten WM-Spiel nach Recife verzichtet. Der ehemalige Wolfsburger ließ sich stattdessen aus Vorsichtsgründen behandeln, wie der Verband der Azzurri mitteilte. Die zu Wochenbeginn noch angeschlagenen Gianluigi Buffon, Daniele De Rossi und Mattia De Sciglio waren hingegen mit von der Partie in Mangaratiba. Ob sie in der zweiten Partie der Fußball-WM gegen Costa Rica am Freitag zum Einsatz kommen, ist jedoch offen. Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli hat sich bezüglich seiner Startelf noch nicht festgelegt. Eine Rückkehr von Torwart Buffon, der den 2:1-Auftaktsieg über England verletzt verpasst hatte, ist möglich. Der 36-Jährige ist seit Montag wieder im Training.

+++ Griechenland: Nach Streit bucht Maniatis das Rückflugticket +++

Ioannis Maniatis
Zoff im Training: Griechenlands Ioannis Maniatis buchte aus Frust ein Rückflug-Ticket.
© imagoZoomansicht

Nach der 0:3-Klatsche zum WM-Auftakt gegen Kolumbien ist die Stimmung im griechischen Lagen offensichtlich angespannt. Nach einer Trainingsübung hatte Mittelfeldmann Ioannis Maniatis Außenverteidiger Georgios Tzavellas scharf kritisiert. Nach diesem verbalen Scharmützel kam es beinahe zu Handgreiflichkeiten zwischen beiden Spielern, die pikanterweise für die rivalisierenden Klubs Olympiakos Piräus und PAOK Saloniki kicken. Teamkollegen gingen aber sofort dazwischen und konnten schlimmeres verhindern. Vor allem Maniatis hat diese Aktion offensichtlich sehr gewurmt. Laut griechischen Medienberichten hatte der 27-Jährige bereits ein Ticket für den vorzeitigen Rückflug gebucht, konnte aber von Teamkollegen zum Bleiben überredet werden. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (Anstoß: 0 Uhr MESZ) treffen die Hellenen in Natal auf Japan. Im Falle einer Niederlage müssten Rückflugtickets für die gesamte Mannschaft gebucht werden.

+++ Uruguay ohne Kapitän Lugano gegen England +++

Bittere Nachricht für Uruguay: Routinier und Kapitän Diego Lugano (33) fällt im vielleicht schon entscheidenden zweiten Gruppenspiel gegen England am Donnerstag in Sao Paulo (21 Uhr, LIVE! bei kicker.de) aus. Der 95-malige Nationalspieler hat Probleme mit dem linken Knie, die sich in den vergangenen Tagen verschlimmert hätten. Für ihn könnte Sebastian Coates (23) ins Abwehrzentrum rücken.

+++ Ghana trainiert ohne Essien

Michael Essien laboriert nach Angaben des ghanaischen Vebandes an Fußproblemen und fehlte am Mittwoch bei den Übungseinheiten der Black Stars in Maceió. Der Mittelfeldakteur begab sich stattdessen in Behandlung. Es wurde nichts darüber bekannt, ob der Milan-Profi gegen Deutschland am Samstag einsatzfähig sein wird.

+++ Wegen Hummels-Tor: Löw muss Trainerteam einladen +++

Joachim Löw mit Mats Hummels
Ecke, Kopfball, Tor: Mats Hummels' Treffer gegen Portugal kommt Joachim Löw teuer zu stehen.
© picture alliance

Diese Wette verlor Joachim Löw sicherlich gerne, es gab sie schon bei den vergangenen Turnieren, merkwürdig ist sie trotzdem: Laut Assistenzcoach Hansi Flick setzte der Bundestrainer ein Essen darauf, dass der deutschen Nationalelf bei der WM kein Tor nach einer Standardsituation gelingt. Weil Mats Hummels gegen Portugal (4:0) zum 2:0 nach einer Ecke einköpfte, muss Löw nun Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke und Teammanager Oliver Bierhoff zusammen mit deren Partnerinnen zum Essen einladen.

+++ Brasilien: 344 Kilometer Stau in Sao Paulo +++

Die Auftritte der "Seleçao" ziehen Brasilien nicht nur in seinen Bann sondern offensichtlich auch in die Autos: Über den gestrigen Dienstag verteilt gab es alleine im Stadtgebiet von Sao Pauko insgesamt 344 km Stau. Das entspricht in etwa der Strecke von Frankfurt nach München. Grund für das hohe Verkehrsaufkommen war das zweite WM-Gruppenspiel der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft in Fortaleza. Die Menschen hatten sich auf den Weg gemacht, um das Spiel gegen Mexiko (0:0) in den Bars und Restaurants der Stadt zu verfolgen oder um zum Anstoß um 16 Uhr rechtzeitig zu Hause zu sein. Damit brach die 20-Millionen-Metropole einen neuen Stau-Rekord. Der bisherige lag bei 309 Kilometern.

+++ Hummels: Es wird eng +++

Mats Hummels gehörte gegen Portugal zu den besten Akteuren auf dem Platz. Derzeit kann er aber nicht mit der Mannschaft trainieren, weil er eine Prellung im Oberschenkel hat. Nach Angaben von Co-Trainer Hansi Flick wird er derzeit den ganzen Tag behandelt und man hoffe auf seinen Einsatz am Samstag gegen Ghana. Allerdings könnte es auch eng werden. Flick stellte klar, dass Lahm für den fälligen Umbau einer Abwehrkette nicht zur Verfügung steht. Er soll weiter seine Position im defensiven Mittelfeld ausfüllen.

+++ FIFA bestimmt Referees für Freitagsspiele +++

Der Niederländer Björn Kuipers wird sein zweites Spiel leiten: Der 41-Jährige wurde am Mittwoch von der FIFA für die Begegnung Schweiz gegen Frankreich am Freitag (21.00 Uhr MESZ) in Salvador angesetzt. Der Chilene Enrique Osses wird zuvor das Spiel Italien gegen Costa Rica (18.00 Uhr MESZ) in Recife leiten. Schiedsrichter des Spiels Honduras gegen Ecuador in der Nacht zum Samstag (Beginn: 0 Uhr MESZ) in Curitiba ist der Australier Benjamin Williams.

+++ Gruezo dankt Gott +++

Carlos Gruezo hat in den letzten sechs Monaten eine steile Karriere hingelegt. Im Winter vom VfB Stuttgart verpflichtet feierte er wenig später auch schon sein Debüt bei den Schwaben. Unter Huub Stevens erkämpfte er sich einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld. Mitte Mai folgte das Debüt in Ecuadors A-Team. Es folgte die Nominierung zur WM und im ersten Spiel gegen die Schweiz stand er auch schon auf dem Platz. Steile Karriere. "Ich bin Gott, Trainer und Teamkollegen dankbar, dass ich hier sein kann. Dafür habe ich hart gearbeitet", sagt der dankbare Jungstar.

+++ Del Piero ist beeindruckt +++

Alessandro Del Piero
Titel-Träume: Alessandro Del Piero weiß, wie es geht.

Der frühere Nationalspieler Alessandro Del Piero traut Italien bei der WM in Brasilien eine entscheidende Rolle zu. "Italien hat einen ausgezeichneten Eindruck gemacht, Entschlossenheit, Spielfreude, Persönlichkeit", sagte der 39-Jährige am Mittwoch über das Team von Trainer Cesare Prandelli. "Ich wünsche mir, dass Italien bis ins Finale kommt, aber man darf jetzt nicht zu viel Druck auf Prandelli und die Spieler aufbauen, lassen wir den Trainer in Ruhe arbeiten", forderte Del Piero, der mit Italien 2006 Weltmeister geworden war.

+++ Taufe: Titus Marouane Dries +++

Ein belgischer Fan war nach dem Auftaktsieg der Nationalmannschaft in Brasilien gegen Algerien (2:1) so glücklich, dass er seinen neugeborenen Sohn nach den Torschützen benannte. Das in Gent geborene Baby werde den Namen Titus Marouane Dries tragen, sagte der stolze Vater und fügte an: "Wenn wir fünf Tore geschossen hätte, hätte er fünf Vornamen gehabt."Nach dem Gegentreffer durch Sofiane Feghouli (25., Foulelfmeter) trafen aber nur die von Trainer Marc Wilmots eingewechselten Joker Marouane Fellaini (70.) und Dries Mertens (80.) für die Roten Teufel.

+++ Prince freut sich auf Bruderduell +++

Prince Boateng, der Vater der beiden Nationalspieler Jerome (Deutschland) und Kevin-Prince (Ghana) Boateng, blickt mit Vorfreude auf das direkte Duell seiner Sprösslinge: "Für mich ist es das leichteste Spiel überhaupt. Egal, was passiert, ich kann ja nur gewinnen. Mein einziger Wunsch ist, dass sich keiner verletzt", sagte der gebürtige Ghanaer der tz. Angst vor intensiven Zweikämpfen zwischen beiden hat Boateng senior nicht: "Seien Sie sicher, dass da nichts passiert. Sie werden voll reingehen, ja. Aber sie sind Brüder! Da wird keiner den anderen verletzen." Es ist bereits das zweite Aufeinandertreffen beider bei einer WM nach 2010: "Damals kamen mir die Tränen - vor Freude. Weil ich der erste Papa war, der erleben durfte, dass zwei seiner Kinder bei der WM gegeneinander spielen", so Boateng.

+++ Niederlande: Vorfreude auf zweiten Auftritt +++

Die Vorfreude auf das zweite Gruppenspiel bei den niederländischen Nachbarn ist nach dem 5:1-Erfolg in Salvador gegen dem amtierenden Welt- und Europameister Spanien enorm. Die Zeitung De Telegraaf richtete schon einmal einen besonderen Gruß in Richtung des Gegner Australiens (siehe Tweet unten).

Luis Suarez, Diego Forlan (re.)
Stichelt gegen den kommenden Gegner England: Uruguays Luis Suarez (li.).
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+++ Maradona kritisiert brasilianisches Team +++

"Wenn es einer der Favoriten sein möchte, muss Brasilien sich stark verbessern." Mit diesen Worten kanzelte Diego Maradona die Leistung Brasiliens beim 0:0 gegen Mexiko am Mittwoch in seiner Sendung beim venezolanischen TV-Sender Telesur ab. So habe Mexiko auf Augenhöhe mit dem Gastgeber spielen können, weil es Brasilien ohne Neymar nicht verstehe anzugreifen. Obendrein stehe Brasilien offenbar unter dem Schutz der Referees, weil Thiago Silva nach seinem groben Foul an Javier Hernandez nur mit Gelb davongekommen sei: "Das lässt mich vermuten, dass Brasilien, wenn es besser werden möchte, eher dank der Schiedsrichter als durch das eigene Verdienst besser werden wird", meinte der 53-Jährige.

+++ Suarez stichelt gegen England +++

Uruguays Starstürmer Luis Suarez setzt vor dem vorentscheidenden Duell zwischen zwei Teams, die Auftaktniederlagen erlitten, offenkundig auf den Faktor Psychologie: "Ich kenne alle Spieler im englischen Team. Sie haben defensive Schwächen und wir können davon profitieren", sagte der 27-Jährige vom FC Liverpool, der sich für einen Einsatz gegen England am Donnerstag wieder "100 Prozent" fit fühlt. Beim 1:3 gegen Costa Rica hatte Suarez noch angeschlagen pausiert.

+++ Fußball-Fan Bryant lobt DFB-Team +++

US-Basketballstar Kobe Bryant hält Deutschland für einen WM-Favoriten: "Gegen die Deutschen hat es jedes Team schwer. Deutschland macht einen sehr, sehr starken Eindruck", sagte der Akteur der Los Angeles Lakers aus der NBA im Interview mit fifa.com. Doch woher rührt eigentlich das für einen US-Amerikaner eher ungewöhnliche Interesse für den Fußball? "Ich bin in Italien aufgewachsen. Im Alter von sechs bis 14 Jahren habe ich jeden Tag Fußball gespielt", erklärte Bryant, der ankündigte, wenn möglich nach dem 2:1 gegen Ghana auch weitere WM-Spiele der USA live im Stadion verfolgen zu wollen.

+++ Weltmeister Buchwald hat ein "Deja vu" +++

Guido Buchwald fühlt sich nach dem geglückten Turnier-Auftakt Deutschlands in Brasilien an den bislang letzten WM-Titel 1990 erinnert. "Der Vorteil ist, du bist direkt drin im Turnier, du tankst Selbstvertrauen, und bei den Gegnern verschafft dir solch ein Spiel jede Menge Respekt", sagte Buchwald in einem Interview mehrerer Tageszeitungen nach dem 4:0-Sieg Deutschlands im ersten WM-Spiel am Montag gegen Portugal. Allerdings gab der einstige Abwehr-Allrounder auch zu bedenken, dass der Spielverlauf gegen Portugal der DFB-Elf auch "perfekt in die Karten gespielt" habe.

+++ Ochoa in der Heimat gefeiert +++

Mexikos Keeper Guillermo Ochoa - zuletzt Ajaccio - hat derzeit zwar keinen Club, ist nach dem 0:0 gegen Brasilien aber dennoch der Held in seines Heimatlandes und muss sich derzeit keine Zukunftssorgen mehr machen. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto gratulierte unmittelbar nach der Partie in Fortaleza insbesondere Ochoa über Twitter: "Was für ein großartiges Spiel. Sehr gut gespielt. Heute hat Mexiko seine Größe gezeigt. Bravo!", so das Staatsoberhaupt.

Louis van Gaal gefällt sein Arbeitsplatz nicht.
Oranje-Trainer Louis van Gaal gefällt sein Arbeitsplatz nicht.
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+++ Van Gaal: "Ich kann nichts sehen" +++

Louis van Gaal hat die Position der Trainerbänke im WM-Stadion von Porto Alegre kritisiert. Der Bondscoach bemängelte vor der Partie der Niederlande gegen Australien im Estádio Beira-Rio an diesem Mittwoch (18 Uhr, LIVE! bei kicker.de), dass sein Arbeitsplatz viel zu tief liege. "Ich kann nichts sehen", sagte van Gaal. "Genau an der Mitte vom Spielfeld sitzt ein Kameramann. Der nimmt allen Trainern die Sicht", schimpfte van Gaal. Er intervenierte deshalb noch während des Abschlusstrainings am Dienstag beim Verantwortlichen der Arena. "Du bist gezwungen, zu stehen. Aber ich bin ein sitzender Coach", sagte der 62-Jährige.

+++ Hulk wählt die Bank +++

Stürmer Hulk von WM-Gastgeber Brasilien hat nach Angaben von Trainer Luiz Felipe Scolari freiwillig auf die Partie gegen Mexiko verzichtet. «Er hätte heute spielen können, aber er hat sich für die Bank entschieden», sagte Scolari nach dem 0:0 über den Angreifer, der zuletzt wegen Obschenkelproblemen nicht trainieren konnte. «Wir werden mit Hulk arbeiten diese Woche und wenn er sich besser fühlt und er fühlt, dass die Schmerzen weniger werden, dann spielt er wieder.» Hulk sei aber nicht verletzt, jeder Spieler habe gelegentlich Schmerzen, meinte Scolari.

+++ Belgier und Algerier verpassen Auftaktspiel wegen Nebels +++

Starker Nebel hat am Dienstag den Flugverkehr in Rio de Janeiro behindert und zum Ausfall zahlreicher Flüge geführt. Einige WM-Fans saßen auf dem innerstädtischen Airport Santos Dumont fest und verpassten sowohl ihren Flug als auch ein WM-Spiel. Rund 30 Flüge fielen nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Agência Brasil aus. Passagiere beklagten vor allem, dass es keine ausreichenden Informationen gegeben habe. Auf dem Airport werden oft kurz vor dem Abflug die Gates gewechselt. Der Santos-Dumont-Flughafen war für vier Stunden teilweise gesperrt. Auch an Rios internationalem Airport Galeão waren am Vormittag für eine Stunde Landungen nicht möglich. Mehr als 30 Flüge verspäteten sich.

+++ Pelé leidet mit dem Auto-Radio +++

Fallen Tore vom Himmel!? Für Pelé und Brasilien gegen Mexiko nicht.
Fallen Tore vom Himmel!? Für Pelé und Brasilien gegen Mexiko nicht.
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"König" Pelé steckte im Stau fest - und die Seleção kam ohne seine Unterstützung nicht richtig in Fahrt. Brasiliens großes Fußball-Idol musste die erste Halbzeit beim enttäuschenden 0:0 seines Landes im zweiten Gruppenspiel bei der WM gegen Mexiko wie zuletzt vor 64 Jahren am (Auto-)Radio verfolgen. Der 73-Jährige war auf dem Weg von seinem Wohnort Santos nach São Paulo, wo er eine Übertragung der Partie im Estádio Morumbi verfolgen wollte, hängengeblieben. "Ich habe sehr gelitten", sagte Pelé nach seiner Ankunft. Das letzte Mal, dass er eine Begegnung der Seleção im Radio verfolgt habe, sei es ebenfalls nicht gut gelaufen für Brasilien", meinte Pelé: Er war neun Jahre alt und saß zu Hause in Bauru, als Brasilien bei der Heim-WM 1950 der sicher geglaubte Weltpokal gegen Uruguay (1:2) doch noch entglitt. Sein Vater habe damals geweint, hat Pelé im Vorfeld der WM erzählt: "Und ich will nicht, dass dieses Mal meine Kinder mich weinen sehen."

18.06.14
 
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