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17.06.2014, 11:02

Internationale Pressestimmen zum 4:0 der DFB-Elf

"Müller radiert CR7 aus"

"Deutschland macht Angst": Mit dem 4:0 gegen Portugal hat die deutsche Nationalelf ein Ausrufezeichen gesetzt, das auch bei der WM-Konkurrenz angekommen ist. Die internationale Presse feiert "Foot-Locker-Verkäufer" Thomas Müller als Gegenstück von "Adonis" Cristiano Ronaldo - ein US-Blatt übt aber auch leise Kritik am dreifachen Torschützen.

Thomas Müller nach Deutschlands 4:0-Sieg gegen Portugal
"Er sieht aus, als sei er gerade aufgewacht": Thomas Müller versetzte die Journalisten gegen Portugal in Staunen.
© Getty ImagesZoomansicht

PORTUGAL

Diário de Notícias: "Die Deutschen überfahren die Nationalmannschaft mit einer Fußball-Gala. Der Platzverweis und die Verletzungen erschweren das, was ohnehin schon schwierig ist, noch mehr."

Público: "Die Kunst der Selbstzerstörung. Die WM beginnt für Portugal mit einem Donnerschlag. Portugal erleidet gegen Deutschland die höchste Niederlage bei einer Endrunde."

Correio da Manhã: "Die Auswahl am Ende. Demütigende Niederlage. Ein schwacher Schiedsrichter hat gegen Portugal geholfen. Zudem verliert Portugal noch Pepe, Coentrao und Hugo Almeida."

Record: "Horrorfilm in Salvador. Ein schwarzer Auftakt."

A Bola: "Ein riesiger Albtraum. Eine krachende Niederlage."

ENGLAND

The Times: "Müller übernimmt die Hauptrolle von Ronaldo. Cristiano Ronaldo ist eine diamantenbehangene 24-Karat-Ikone, ein perfekt gestylter, wohlgeformter Adonis. Müller sieht aus, als sei er gerade aufgewacht."

The Sun: "Deutschland setzt ein frühes Ausrufezeichen. Hattrick-Held Müller deklassiert Portugal."

Die Nachricht, dass Schumacher nicht mehr im Koma liegt, hat Löws Team beim 4:0 geholfen.Daily Mirror

Daily Mail: "Thomas Müller mit Hattrick, Cristiano Ronaldo frustriert. Deutschland ist einfach eine Turniermannschaft. Das war der siebte Sieg in einem WM-Auftakt in Folge. In fünf Spielen schossen sie jeweils vier Tore. Wirklich, wir sollten nicht überrascht sein."

Daily Mirror: "Deutsche WM-Stars bei Portugal-Demontage von Michael Schumacher inspiriert. Die Nachricht, dass Schumacher nicht mehr im Koma liegt, hat Löws Team beim 4:0 geholfen, sagt Lukas Podolski."

Guardian: "Müllers Hattrick und Pepes Launenhaftigkeit versenken Portugal."

SPANIEN

Marca: "Deutschland überrollt Cristianos Portugal. Müller, die Walze. Deutschland ging mit seiner berühmten Walze spazieren. Müller war der Hammer, der Portugal zerstörte. Neuer gewinnt das Duell gegen Cristiano."

AS: "Thomas Müller tötet Portugal, Weltklasseleistung von Kroos. Deutschland ist eine monumentale, moderne, fähige, organisierte und reife Nationalmannschaft."

Sport: "Deutschland zerquetscht Portugal. Bei Pepe brannten wieder mal die Sicherungen durch. Der Hattrick des falschen Neuners Thomas Müller und Pepes heißes Blut vermiesen Cristiano Ronaldo seinen WM-Start."

El Mundo Deportivo: "Deutschland erniedrigt CR7 und den des Platzes verwiesenen Pepe. Müller radiert CR7 aus. Cristiano Ronaldo, ein Schatten seiner selbst, war machtlos gegen die Überlegenheit der deutschen Maschine."

Superdeporte: "Müller ruiniert Pereiras und Costas WM-Debüt. Deutsches Torfestival macht ein glückloses Portugal platt."

El País: "Deutschland zerstört Portugal. Löws Mannschaft nimmt das Team eines betrübten Ronaldo auseinander und macht Pepe wahnsinnig, der in der ersten Halbzeit des Feldes verwiesen wurde. Die zweite Halbzeit war ein Leidensweg für Portugal."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Deutschland, Torshow mit Müller, Cristiano Ronaldo wird gedemütigt. Ronaldo wird von den Tifosi stark umjubelt, doch der Enthusiasmus hält nicht lange. Die Deutschen feiern mit einem überzeugenden Sieg ihr 100. Match in der WM-Geschichte."

Corriere dello Sport: "Deutschland macht Angst. Die deutsche Truppe zerbröselt Portugal und versenkt Cristiano Ronaldo, der nie wirklich gefährlich geworden ist. Die Rivalen sind gewarnt: In Brasilien wird Deutschland eine Hauptrolle spielen."

Tuttosport: "Deutschland feiert seinen WM-Start mit einem Torpoker gegen Cristiano Ronaldo. Aus Salvador ertönt eine klare Botschaft an alle anderen WM-Mannschaften: Deutschland ist ein äußert prestigereicher Kandidat für den WM-Titel."

Repubblica: "Deutschland erteilt den WM-Ambitionen Cristiano Ronaldos eine schmerzhafte Lehre. Löws Team versenkt dank eines Dreierpacks von Müller Portugal, das gebrochen aus dem Duell in Salvador de Bahia hervorgeht."

Corriere della Sera: "Portugal, ein Desaster! Der Star von Salvador de Bahia heißt nicht Cristiano Ronaldo, sondern Müller. Ein Spieler, der den Familiennamen des deutschen Helden Gerd Müller trägt."

FRANKREICH

L'Equipe: "Deutschland schlägt Portugal, wie gewohnt. Die Deutschen haben überforderten Portugiesen kein Geschenk gemacht. Thomas Müller hat den Portugiesen einen Kreuzweg beschert."

Le Parisien: "Deutschland und Müller ekeln Ronaldo. In der FIFA-Weltrangliste liegen nur zwei Plätze zwischen den beiden Ländern, auf dem Platz trennten sie Welten."

Müller sticht bei der WM heraus, wie es Ronaldo nie getan hat.New York Times

Le Monde: "Deutschland beherrscht Portugal. Deutschland startet den WM-Feldzug mit einem Spiel, in dem sie von der ersten bis zur letzten Minute ihrem ärgsten Gruppenrivalen überlegen waren."

Le Figaro: "Deutschland macht Portugal platt. Das Top-Spiel der Gruppe dauerte nicht lange."

Liberation: "Deutschland watscht Portugal mit einem deftigen 4:0 ab."

Ouest France: "Deutschland zerquetscht farbloses Portugal. Deutschland hat gegen ideenlose Portugiesen einen perfekten WM-Start hingelegt."

USA

New York Times: "In der Niederlage zeigt Portugal seine hässliche Seite. Für die Nationalmannschaft ist Cristiano Ronaldo längst nicht so produktiv wie für seinen Klub. Müller sticht bei der WM heraus, wie es Ronaldo nie getan hat."

Washington Post: "Deutschland verjagt Portugal. Ronaldo hatte einen Platz in der ersten Reihe, als ihm ein anderer Spieler die Show stahl. Thomas Müller, den man eher für einen Verkäufer bei Foot Locker als einen der besten Spieler halten kann, führt das starke deutsche Team mit einem Hattrick zum Sieg über schockierte Portugiesen."

LA Times: "Thomas Müller war mächtig effektiv. Doch auch eine Szene bleibt in Erinnerung, über die man in Nordamerika nur die Stirn runzelt. Müller schmückte die leichte Berührung von Pepe aus und täuschte Schmerzen vor."

kicker-Chefreporter Karlheinz Wild aus Salvador
Die DFB-Elf gegen Portugal in der Einzelkritik
Manuel Neuer
Manuel Neuer, kicker-Note 2

Blieb bei Cristiano Ronaldos Schrägschuss (8.) lange stehen und hielt geschickt, genauso unbeeindruckt wehrte er Nanis Scharfschuss (75.) und Ronaldos Freistoß ab (90.+2). Spielte sehr gut mit, seine zahlreichen Flachpässe kamen bei den Kollegen an.
© picture alliance

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