Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
16.06.2014, 04:34

Zweiter Treffer Frankreichs sorgt für Diskussionen

"Goal" oder "No Goal" - das ist hier die Frage

Eigentlich sollten die Diskussionen, ob der Ball die Linie nun überschritten hat oder nicht, mit der Torlinientechnologie "Goal Control" der Vergangenheit angehören. Doch nach dem Spiel Frankreich gegen Honduras (3:0) am Sonntagabend stellte sich beim 2:0 der "Equipe Tricolore" zumindest kurzfristig die Frage: Tor oder kein Tor? Das neue System hatte beide Möglichkeiten angeboten, Schiedsrichter Sandro Ricci indes ließ keine Zweifel aufkommen.

Hinter der Linie? Die Spieler von Honduras wollen es nicht wahrhaben.
Hinter der Linie? Die Spieler von Honduras wollen es nicht wahrhaben.
© Getty Images/picture allianceZoomansicht

Frankreichs Torjäger Karim Benzema hatte in der 48. Minute den Ball an den Innenpfosten des honduranischen Gehäuses gejagt, nur kurz später bugsierte Torwart Noel Valladares den Ball ganz knapp hinter die Linie. Für das Schiedsrichtergespann nur schwer zu erkennen, für "Goal Control" allerdings nicht. Blöd nur, dass auf den Videoleinwänden im Stadion zunächst Benzemas Schuss mit dem Vermerk "No Goal" eingeblendet wurde und erst danach das Missgeschick von Valladares mit "Goal".

"Erst kein Tor, dann Tor - an welche Wahrheit soll ich denn glauben?", fragte der honduranische Trainer Luis Suárez danach in die Runde. "Auf dieser Technik-Ebene sollte eigentlich Klarheit herrschen." Herrscht auch, stellte der Fußball-Weltverband FIFA danach klar. "Für das zweite Tor von Frankreich trat eine besondere Situation ein, in der der Ball den Innenpfosten des Tores traf, dann ins Feld zurücksprang, bevor er den Torwart traf, zum Tor rollte und die Linie überquerte", teilte die FIFA mit. Da durch das neue Techniksystem alle Vorfälle angezeigt werden, in denen sich der Ball innerhalb von 30 Zentimetern um die Torlinie befindet, wurde zunächst der Lauf des Balles nach Benzemas Pfostentreffer bewertet. Erst danach wurde die Torszene eingespielt und der Treffer korrekt angezeigt, erläuterte die FIFA.


Was ist ihre Meinung zum Thema? Diskutieren Sie mit!

"Das ist unglücklich, dass das erste Bild nicht die Entscheidung des Schiedsrichters bestätigt. Aber es war der Pfostentreffer, erst danach sahen wir das richtige Bild", erklärte Frankreich Nationaltrainer Didier Deschamps, der das technische Hilfsmittel dennoch als "sehr gute Lösung" und "sinnvolle Einführung" einstuft. Die FIFA erwägt nun, das Prozedere für die Videoeinspielung zu überdenken.

Ricci entschied richtig

Fakt ist, dass die Uhr von Ricci "Goal" signalisiert hatte und der Unparteiische unabhängig von den Aufzeichnungen auf den Bildschirmen richtigerweise auf den Mittelpunkt gezeigt hatte und das Tor anerkannte. Daran änderte auch die Beteuerung von Valladares nichts: "Ich bin mir total sicher, dass der Ball nicht komplett im Tor war." "Goal Control" hat entschieden. "Goal", die Frage ist beantwortet.

WM-Tabellenrechner
 

2 Leserkommentare

Chri.Z
Beitrag melden
16.06.2014 | 17:40

Das System hat funktioniert

...es hat nicht beide Möglichkeiten angeboten! Das waren zwei Messpunkte: Beim Pfostentreffer hat es [...]
Flauschling
Beitrag melden
16.06.2014 | 16:22

Ich habe das Spiel ja gestern gesehen und sag der Ball war hinter der Linie.
Die Torlinientechnik h[...]

Seite versenden
zum Thema

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine