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12.06.2014, 19:37

Polizei in Sao Paulo setzt Gummigeschosse ein

Gewaltsame Proteste überschatten WM-Start

Wenige Stunden vor dem Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroaten wurde der Beginn der WM von Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei in Sao Paulo überschattet. Während von Seiten einiger Randalierer Steine und Bierflaschen geworfen wurden, setzten die Ordnungskräfte dabei Gummigeschosse und auch Tränengas und Blendgranaten ein.

Sao Paulo
Auch Gummigeschosse brachte die Polizei in Sao Paulo zum Einsatz.
© Getty ImagesZoomansicht

Ausgelöst sein sollen die Tumulte durch vermummte "Black Blocs", die sich unter die eigentlich friedlichen Demonstranten gemischt haben. Wegen der Zwischenfälle hatten die U-Bahn-Angestellten zunächst ihre geplanten Streiks abgesagt, wodurch es offenbar auch zu Auseinandersetzungen zwischen den unterschiedlichen Gruppen der Aufständischen gekommen war.

Die Polizei löste die Proteste zunächst gewaltsam auf, ehe sie wenig später an anderer Stelle wieder aufflammten. Die Demonstranten hatten dabei unter anderem ein Transparent mit der Aufschrift "Wenn wir keine Rechte haben, wird es keine WM geben" ausgerollt. Ein Mann, der sich widersetzte, wurde mit Gummigeschossen beschossen und festgenommen. Laut Medienberichten war zunächst von mindestens zwei verletzten Demonstranten und vier verletzten Journalisten die Rede - darunter offenbar auch ein Producer des ZDF, der von einem Gummigeschoss an der Schulter getroffen worden sei. Augenzeugen berichteten von deutlich mehr Verletzten.

Ein Demonstrant sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass das Ziel der Demo die Besetzung des Stadions sei. Die Aktivisten wollen den WM-Start verhindern. "Brasilianer lieben den Fußball, aber wir brauchen diese WM nicht. Alle Brasilianer sollten sich erheben." Am Mittag Ortszeit hatte sich die Lage indes wieder halbwegs beruhigt.

Schon im Vorfeld mehrten sich die Befürchtungen, dass es während der 32 Turnier-Tage in Brasilien nicht friedlich bleiben wird. "Es wird ganz sicher wieder Proteste geben. Aber wir hoffen, dass sie die WM nicht zu stark beeinträchtigen werden", hatte zum Beispiel der zweimalige brasilianische Weltmeister Cafu gesagt.

Schon während des Confed-Cups im vergangenen Jahr hatte es zum Teil heftige Proteste in Brasilien gegeben. Hauptgründe: Ein besseres Bildungs- und Gesundheitssystem sowie eine verbesserte Infrastruktur. Die milliardenschweren Investitionen in die Stadien, von denen viele nach der WM nicht ausreichend genutzt werden können, stellten dagegen unverhältnismäßige Ausgaben am falschen Ort dar.

12.06.14
 

kicker-sportmagazin

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