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03.06.2014, 12:46

Weiterer Mitbewerber in Vergabe-Skandal verstrickt?

WM 2022: Australien weist Vorwürfe zurück

Die WM 2014 steht vor der Tür, doch die WM 2022 kommt nicht aus den (Negativ-)Schlagzeilen. Nachdem die "Sunday Times" am Wochenende neue Korruptionsvorwürfe gegen Ausrichter Katar erhoben hatte, scheint nun auch der damalige Mitbewerber Australien in den Skandal bei der Vergabe verstrickt zu sein. Der australische Verband weist sämtliche Bestechungsvorwürfe zurück.

Jack Warner
Hat angeblich 462.000 Dollar des australischen Verbandes veruntreut: Jack Warner.
© Getty ImagesZoomansicht

Einem Bericht des "Sydney Morning Herald" zufolge droht auch Australien in den Skandal um die WM-Vergabe hineingezogen zu werden. Die ehemalige Funktionärin des australischen Verbandes (FFA), Bonita Mersiades, räumte bei Vergünstigungen an stimmberechtigte FIFA-Mitglieder sogar Parallelen zu den Geschäftspraktiken der Katarer ein. Die FFA habe es versäumt, der Polizei zu melden, dass der inzwischen zurückgetretene FIFA-Spitzenfunktionär Jack Warner 462.000 Dollar des australischen Bewerbungskomitees veruntreut habe, berichtete die Zeitung (Dienstag-Ausgabe). Warner habe diese Summe zur Renovierung eines Stadions in seiner Heimat Trinidad erbeten.

Die Zeitung berichtet, dass Mersiades und der ehemalige FFA-Finanzchef Ian Lewis von FIFA-Chefermittler Michael Garcia bereits verhört worden seien. Dabei sei es insbesondere um die Verbindung des australischen Bewerbungskomitees zu Warner und dem 2010 wegen Korruptionsverdachts suspendierten FIFA-Exekutivmitglied Reynald Temarii aus Tahiti gegangen. Beide stehen auch im Zentrum der Bestechungsvorwürfe gegen Katar.

Garcia will die Untersuchung zu möglichen Korruptionsvergehen im Zuge der WM-Vergaben 2018 und 2022 bis zum 9. Juni abschließen und seine Ergebnisse kurz nach der Endrunde in Brasilien an die rechtssprechende Kammer der FIFA-Ethikkommission übergeben.

FFA: Warner hat 462.000 Dollar veruntreut

Am Montag hatten FFA-Verantwortliche noch durchblicken lassen, eine erneute Kandidatur für den Fall zu erwägen, dass Katar die WM 2022 entzogen werden sollte. 24 Stunden später sah sich der australische Verband mit Vorwürfen gegen sich selbst konfrontiert - und wies sie entschieden zurück. Die FFA räumte zwar eine Zahlung in Höhe von 462.000 Dollar ein, das Geld sei aber an das Projekt "Centre of Excellence" des nord- und mittelamerikanischen Kontinentalverbandes CONCACAF und nicht an dessen stimmberechtigten Präsidenten Warner gegangen. Dafür, dass das Geld auf ein CONCACAF-Konto verbucht worden sei, gebe es Belege.

"Die FFA hat die australische Regierung und die Fußball-Verantwortlichen, Mr. Garcia eingeschlossen, zu allen relevanten Zeiten über diese Vorgänge unterrichtet", teilte der Verband mit. Demnach habe die FFA der CONCACAF schon im April 2013 bei der Aufklärung möglicher Vergehen von Warner geholfen. Dabei sei herausgekommen, dass der höchst umstrittene Spitzenfunktionär die Gelder veruntreut habe.

Warum wurde die Polizei nicht eingeschaltet?

Die Frage, warum die Polizei nicht eingeschaltet wurde, bleibt allerdings offen. Ex-Funktionärin Mersiades mutmaßt, der Verband habe den Diebstahl nicht gemeldet, um diese Art von internationaler Entwicklungshilfe nicht zu offenbaren. "Die Enthüllungen der 'Sunday Times', wie Bin Hammam Gastfreundschaft, Geschenke, Vergünstigungen und Stadionrenovierungen als Gegenleistung für eine Unterstützung der Bewerbung verteilte, weist Parallelen auf zur Art, wie Australien einige seiner Gelder in der Bewerbungskampagne verwendet hat. Man muss sich nur die FFA-Gelder anschauen, die auf Warners Konto landeten und nie wieder entdeckt wurden", wird Mersiades im "Sydney Morning Herald" zitiert.

Katar hatte sich bei der Vergabe im Dezember 2010 neben Australien auch gegen die USA, Südkorea und Japan durchgesetzt. Seitdem wird die Entscheidung von Korruptionsvorwürfen umweht. Die britische Zeitung "Sunday Times" hatte am Sonntag berichtet, dass der ehemalige katarische Spitzenfunktionär Mohammed bin Hammam Schmiergelder in Höhe von fünf Millionen Dollar an stimmberechtigte Offizielle gezahlt hätte.

 

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