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10.09.2013, 23:30

9. Spieltag: Schweden und Österreich jubeln in deutscher Gruppe

Italien, Holland qualifiziert - England remis - Ribery trifft

Italien und die Niederlande haben sich als erste europäische Teams für die WM 2014 in Brasilien qualifiziert. Frankreich ist in Weißrussland dank Ribery auf Kurs. In der deutschen Gruppe jubelten die Schweden und Österreich. England kam in der Ukraine nicht über ein torloses Remis hinaus. Bosnien-Herzegowina und Griechenland machen Platz eins unter sich aus.

Gruppe A: Topteams haben Pause - Bale eingewechselt

Chris Coleman und Gareth Bale
Es ist soweit: Der Waliser Bale (Mi.) bereitet sich auf seinen Einsatz vor, links Nationalcoach Chris Coleman.
© Getty ImagesZoomansicht

In der Gruppe A steht Belgien (22 Punkte) souverän auf Platz eins, die Roten Teufel kämpfen aber erst am 11. Oktober bei den zweitplatzierten Kroaten (17) um die direkte WM-Qualifikation. Die Feurigen waren ebenfalls spielfrei, so dass jene vier Teams unter sich waren, für die der WM-Zug bereits abgefahren ist. Schlusslicht Schottland (8) musste in Mazedonien (7) ran und reichte durch einen 2:1 Sieg die Rote Laterne an Wales (6) weiter.

Die Roten Drachen unterlagen vor eigenem Publikum mit 0:3 gegen die Serben (11). Deren Nationalcoach Sinisa Mihajlovic musste auf Angreifer Sulejmani verzichten, der sich beim brutalen Foul des ehemaligen Bundesligaspielers Simunic beim 1:1 gegen Kroatien mehrere Prellungen zugezogen hatte. Bei den Walisern saß der immer noch leicht angeschlagene 100-Millionen-Mann Bale zunächst auf der Bank. Real-Coach Carlo Ancelotti hatte den walisischen Nationaltrainer Chris Coleman vor dem Doppelspieltag gebeten, auf einen Einsatz Bales wegen möglicher Verletzungsgefahr zu verzichten. Coleman gehorchte aber nicht, sondern wechselte Bale vor eigenem Publikum in der 58. Minute ein.

Gruppe B: Balotelli schießt Italien nach Brasilien

Mario Balotelli
Das Tor zur WM 2014: Italiens Balotelli lässt Tschechiens Keeper Cech beim Strafstoß keine Chance.
© Getty Images

In der Gruppe B hat sich Italien (20) durch einen 2:1-Erfolg gegen Tschechien (9) für die WM 2014 in Brasilien qualifiziert. Die Squadra Azzurra ist von den Verfolgern in den noch anstehenden zwei Partien nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Allerdings musste der Vize-Europameister gegen die Tschechen hart arbeiten, ehe das Ticket in der Tasche war. Ausgerechnet Lazio-Stürmer Kozak schoss die Elf von Nationalcoach Michal Bilak in Führung (19.). Nach der Pause drehten aber Chiellini (51.) und Balotelli per Strafstoß (54.) die Partie. Mann des Abends in Turin war aber Buffon. Der Keeper und Weltmeister von 2006 absolvierte sein 136. Länderspiel und schloss damit zu Italiens Rekordspieler Cannavaro auf.

Hinter Italien ist es recht eng geworden, gleich vier Teams streiten sich um Rang zwei. Bulgarien (13.) siegte 2:1 in Malta (3), Dänemark (12) behielt im Duell in Armenien mit 1:0 die Oberhand.

Gruppe C: Svensson neuer Rekordspieler Schwedens - Alaba erlöst Österreich

Zlatan Ibrahimovic
Schwedens Ibrahimovic (re.) erzielt nach wenigen Sekunden das Siegtor in Kasachstan.
© Getty ImagesZoomansicht

Bereits vor dem Auftritt der deutschen Nationalelf auf den Färöern war klar, dass eine vorzeitige WM-Qualifikation am 9. Spieltag nicht möglich sein wird. Denn zuvor setzten sich die Schweden mit 1:0 in Kasachstan (4) durch. Mit 17 Punkten kann die Blagut Deutschland (22) Platz eins noch streitig machen. Matchwinner für die Skandinavier war einmal mehr Ibrahimovic. Der Superstar von Paris St. Germain und Kapitän erzielte bereits nach wenigen Sekunden das Siegtor für seine Farben. Mittelfeldspieler Svensson stieg in Astana zum alleinigen schwedischen Rekord-Nationalspieler auf. Der 37-Jährige lief zum 144. Mal auf und überholte damit den früheren Nationaltorwart Ravelli.

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Die deutsche Elf kam wenig später zu einem 3:0-Arbeitssieg auf den Färöern. Mertesacker (22.), Özil (74., Strafstoß) und Müller (84.) erzielten die Tore für die Elf von Bundestrainer Joachim Löw, die damit ihren Vorsprung von fünf Punkten an der Tabellenspitze wahrte. Ein Erfolg am kommenden Spieltag in Köln gegen Irland (11. Oktober, 20.45 Uhr, LIVE! auf kicker.de) und Deutschland wäre auf jeden Fall bei der WM 2014 dabei.

Österreich wahrte seine WM-Chance durch einen späten 1:0-Sieg über Irland. Die Kicker von der Grünen Insel verabschiedeten sich dadurch aus dem Rennen um Rang zwei, die Chancen sind nur noch theoretischer Natur. Matchwinner in Wien war Bayern-Akteur Alaba, der die Alpenrepublik in der 84. Minute zum Sieg schoss. Den Dreier verdiente sich die Elf von Nationalcoach Marcel Koller erst in der Schlussphase, zuvor war die Trapattoni-Elf gut im Spiel.

Gruppe D: Van Persie sichert Oranje das WM-Ticket

Auch ohne die Bundesligastars Robben und van der Vaart löste die Niederlande (22) am Dienstagabend die Eintrittskarte für die WM 2014. Das Team von Bondscoach Louis van Gaal gewann mit 2:0 in Andorra (0) und profitierte gleichzeitig von der 0:2-Niederlage Rumäniens (13) gegen die Türkei (13). Allerdings tat sich Oranje im Pyrenäenstaat lange Zeit sehr schwer, erst nach der Pause stellte dann van Persie mit einem Doppelschlag den Sieg sicher (50., 54.).

Neuer Zweiter hinten den qualifizierten Niederländern ist Ungarn (14) nach dem deutlichen 5:1-Sieg gegen Estland. Für die Türkei trafen Burak (22) und Erdinc (90. +4) in Rumänien. Die Rumänen rutschten von Rang zwei auf Platz vier ab.

Gruppe E: Schweiz fast durch

Fabian Schär
Schär steigt hoch und köpft zum 1:0 für die Schweiz in Norwegen ein.
© Getty ImagesZoomansicht

In der Gruppe E siegte die Schweiz (18) mit 2:0 in Norwegen (11) und hat damit das Ticket für die WM 2014 so gut wie sicher in der Tasche. Matchwinner für das Team von Nationalcoach Ottmar Hitzfeld war Schär, der beide Tore erzielte. Norwegen dagegen muss nach der empfindlichen Niederlage seinen zweiten Platz abgeben und bangt nun sogar um die Teilnahme an den Play-offs.

Neuer Zweiter ist nun Island (13), das sich mit 2:1 gegen Albanien (10) durchsetzte. Slowenien gewann 2:0 auf Zypern und mischt mit zwölf Punkten ebenfalls kräftig um Rang zwei mit.

Gruppe F: Russland überflügelt Portugal - Nordirland blamiert sich

In der Gruppe F hat Russland Portugal von der Tabellenspitze verdrängt. Die Iberer (17) mussten spielfrei mit ansehen, wie die Russen durch einen 3:1-Erfolg über Israel (12) mit 18 Punkten wieder den Platz an der Sonne übernahmen. Die Sbornaja machte damit den wohl vorentscheidenden Schritt Richtung WM 2014, da das Restprogramm mit den Aufgaben in Luxemburg (11. Oktober) und Aserbaidschan (15. Oktober) auf dem Papier lösbar erscheint. Für Israel dürfte bei fünf Punkten Rückstand auf Portugal selbst Rang zwei nicht mehr zu erreichen sein.

Im zweiten Spiel blamierte sich Nordirland in Luxemburg (je 6) nach Kräften. Luxemburg feierte mit dem 3:2 den ersten Sieg in der laufenden WM-Qualifikation und verließ dadurch den letzten Rang. Jänisch erzielte in der 87. Minute den viel umjubelten Siegtreffer.

Gruppe G: Bosnien und Griechenland machen Tickets unter sich aus

Nach dem 9. Spieltag sind in der Gruppe G die ersten beiden Plätze vergeben. Fragt sich nur, wer sich als Erster für die WM qualifizieren wird und wer in die Play-offs muss. Die beiden Topteams Bosnien-Herzegowina und Griechenland gaben sich auch am Dienstag keine Blöße und liegen mit je 19 Punkten uneinholbar vorne. Dank der besseren Tordifferenz belegt derzeit Bosnien-Herzegowina den "Platz an der Sonne".

Die Bosnier setzten sich in der Slowakei (12) mit 2:1 durch. Die Tore markierten aber nicht die Topstars Dzeko oder Ibisevic, sondern Braunschweigs Bikakcic (70.), und Hajrovic (78.). Griechenland mit dem Dortmunder Sokratis hielt sich beim 1:0 über Lettland (7) schadlos. Salpingidis gelang in der 58. Minute das Siegtor.

Im dritten Spiel setzte sich Litauen (8) mit 2:0 gegen Liechtenstein (2) durch.

Gruppe H: Lampards Jubiläum endet torlos

Frank Lampard gegen Andriy Yarmolenko
Englands Jubilar Lampard (li.) im Duell mit dem Ukrainer Yarmolenko.
© picture allianceZoomansicht

In der Gruppe H endete das Topspiel zwischen der Ukraine (15) und Spitzenreiter England (16) mit einem torlosen Remis. Die Partie konnte die im Vorfeld gehegten Erwartungen nicht erfüllen. Die Begegnung bewegte sich auf bescheidenem Niveau, Torchancen blieben Mangelware. Insbesondere die Three Lions enttäuschten, die Ukrainer waren im zweiten Durchgang aktiver, ohne große Gefahr auszustrahlen. Im Mittelpunkt stand so Englands Lampard, der sein 100. Länderspiel bestritt. Weder mit dem Ergebnis noch mit dem Spiel dürfte er aber zufrieden gewesen sein.

Im zweiten Spiel entledigte sich Polen (13) der Pflichtaufgabe in San Marino (0) mit 5:1 und kann nun wieder auf Rang drei hoffen. Der Elf von Nationalcoach Waldemar Fornalik steht aber ein auf dem Papier schweres Restprogramm mit den Auswärtspartien in der Ukraine (11. Oktober) sowie in England (15. Oktober) bevor. Doch auch San Marino hatte Grund zu Feiern, immerhin gelang im achten Spiel der laufenden WM-Qualifikation das erste Tor!

Gruppe I: Frankreich atmet dank Ribery auf

Franck Ribery
Frankreichs Ribery erzielt das zwischenzeitliche 1:1.
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Dank Ribery gewann Frankreich (14) mit 4:2 in Weißrussland und atmet in der Gruppe I durch. Der Fußballer Europas, dessen Einsatz wegen einer Gesäßverletzung lange Zeit auf der Kippe gestanden war, hielt die Equipe Tricolore mit zwei Toren auf Kurs (47., Elfmeter, 64.). Den Sieg stellten dann Nasri (70.) und Pogba (73) sicher. Für die Weißrussen erzielten Filipenko (32.) und Kalachev (57.) jeweils die zwischenzeitliche Führung. Eine Hauptrolle in Gomel spielten die Torhüter, sowohl Weißrusslands Veremko als auch Frankreichs Lloris griffen böse daneben.

Finnland (9) erledigte zwar seine Hausaufgaben durch einen 1:0-Erfolg in Georgien (5), hat aber nach dem Dreier Frankreichs keine Chancen mehr auf die ersten zwei Plätze. Das Siegtor entsprang durch einen Elfmeter von Eremenko in der 74. Minute. Georgien musste ab der 75. Minute nach der Gelb-Roten Karte gegen Kankava in Unterzahl spielen und konnte der Partie keine Wende mehr geben.

Spitzenreiter Spanien (14) war spielfrei, Rang eins dürfte dem aktuellen Weltmeister aber kaum mehr zu nehmen sein, in den Heimaufgaben gegen Weißrussland (11. Oktober) und Georgien (15. Oktober) ist eine Ausrutscher des del-Bosque-Teams wohl kaum zu erwarten.

10.09.13
 

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