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08.09.2013, 15:00

Tunesier von WM-Aus geschockt

Allagui: "Das Aus ist eine Katastrophe"

Tunesien hat die WM verpasst. Und Sami Allagui war auch am Sonntag noch mächtig angefressen über das 0:2 in Heimspiel gegen Kap Verde. Zumal sich Tunesien im Grunde genommen schon für die WM-Playoffs qualifiziert hatte. Der Gegner hatte überhaupt nur durch die drei zugesprochenen Punkte gegen Äquatorial-Guinea am Grünen Tisch noch eine Chance auf das WM-Ticket erhalten. Trainer Nabil Maaloul zog die Konsequenzen und trat zurück.

Sami Allagui
Ohne Fortuna: Wie bereits vor vier Jahren scheiterte Sami Allagui mit Tunesien in letzter Sekunde der WM-Qualifikation.
© imagoZoomansicht

"Das Aus ist eine Katastrophe. Ich bin immer noch schockiert", schimpfte Herthas Offensivmann, nachdem er am Sonntagmittag in Frankfurt zwischen gelandet war: "Die WM-Teilnahme wäre der Höhepunkt meiner Karriere gewesen. Noch dazu in Brasilien. Eine WM auf diese Art und Weise zu verpassen, tut unheimlich weh. Wir hatten so eine gute Mannschaft."

Ein Remis hätte den Tunesiern genügt, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Aber womöglich war genau dieser Umstand das Problem. "Wir sind ganz schlecht ins Spiel gestartet. Vielleicht haben wir den Gegner zu locker genommen, nachdem wir das Hinspiel mit 2:1 gewonnen hatten und ein Unentschieden gereicht hätte", mutmaßt Allagui, der im Gegensatz zu seinem Klubkollegen Änis Ben-Hatira zumindest eingewechselt wurde (57. Minute).

Zu diesem Zeitpunkt stand es jedoch bereits 0:2. Allagui: "Die Kapverder haben es gut gemacht, indem sie sich hinten reinstellten und auf Konter lauerten. Diese Räume haben wir ihnen gegeben und das der Gegner knallhart bestraft." In der zweiten Halbzeit hatte Tunesien durchaus noch Chancen auf den Ausgleich, "aber wir haben unsere vielen Möglichkeiten einfach nicht genutzt, es war wie verhext", resümiert der 27-Jährige.

Für den ehemaligen Mainzer ist das Ausscheiden doppelt schmerzhaft, weil er die WM 2010 in Südafrika auf ähnlich bittere Art und Weise sausen lassen musste. "Für mich ist es ein Déjà-vu. Auch damals standen wir während der gesamten Qualifikation auf Platz 1. Wir hätten damals nur in Mosambik gewinnen müssen, für die ging es um nichts", erinnert sich Allagui. Das Auswärtspiel verlor Tunesien jedoch mit 0:1.

Aber selbst das hätte gereicht, weil Nigeria bis zur 62. Minute in Kenia mit 0:1 zurücklag. Doch mit zwei Treffern drehte Obafemi Martins noch das Spiel, so dass sich Nigeria durch den 3:2-Sieg qualifizierte. "Es ist immer das Gleiche", ärgerte sich Allagui, "wir unterschätzen den Gegner und schlagen uns damit selber."

Für die Pleite übernahm Trainer Nabil Maaloul, erst seit Februar dieses Jahres im Amt, übrigens die alleinige Verantwortung und entschloss sich zum Rücktritt.

Uwe Röser

 
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