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07.09.2013, 21:57

Überblick: Niederlande mit Müh' und Not 2:2 in Estland

Schweiz verspielt 4:1, CR7 rettet Portugal

Wie Deutschland machten auch Spanien, Italien und Belgien am Freitag einen großen Schritt Richtung WM 2014. Andere Favoriten bekleckerten sich hingegen nicht mit Ruhm. Nur ein Elfmeter in der Nachspielzeit rettete die Niederlande in Estland vor einer Niederlage, die Schweiz musste sich gegen Island nach 4:1-Führung mit einem 4:4 begnügen. Ein schneller Hattrick von Cristiano Ronaldo bewahrte Portugal vor einem Ausrutscher in Nordirland. England machte Boden gut, das brisante Duell zwischen Serbien und Kroatien endete 1:1.

Gruppe A: Belgiens WM-Teilnahme nimmt Formen an - 1:1 im Prestigeduell

Kevin de Bruyne
Kurs auf Brasilien! Kevin de Bruyne und Belgien machten in Glasgow den nächsten Schritt.
© Getty ImagesZoomansicht

In Belgien wächst wieder eine große Generation heran, nach dem 2:0-Erfolg in Schottland hat das mit zahlreichen Stars aus der Premier League gespickte Team von Trainer Marc Wilmots endgültig eine Hand am WM-Ticket. Defour und Mirallas erzielten die Treffer auf dem Weg zum verdienten Erfolg, durch den die Belgier an der Spitze der Gruppe A nun fünf Punkte Vorsprung haben. Das brisante Duell zwischen Serbien und Kroatien endete nämlich 1:1-Unentschieden. Der Münchner Mandzukic (53.) brachte die Gäste in Belgrad in Führung, die Mitrovic (66.) jedoch ausglich. Beide Mannschaften beendeten den gewohnt hitzigen Vergleich nur zu zehnt. Erst musste der Serbe Matic mit Gelb-Rot vom Platz, dann sah der frühere Bundesliga-Profi Simunic nach überhartem Einsteigen glatt Rot. Hinzu kamen sieben Gelbe Karten. Randnotiz: Beim 1:2 der Waliser in Mazedonien saß der angeschlagene 100-Millionen-Euro-Mann Bale 90 Minuten lang auf der Bank.

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Gruppe B: Italien fast am Ziel - Tschechien blamiert sich

Italien machte in der Gruppe B auch ohne die gesperrten Balotelli, Osvaldo und Montolivo einen großen Schritt zurück Richtung Zuckerhut, wo man dieses Jahr ja schon beim Confed-Cup zu überzeugen wusste. Die Schützlinge von Nationaltrainer Cesare Prandelli, der italienischen Medienberichten zufolge nach der WM zurücktreten will, gingen im Duell gegen die bislang ebenfalls noch ungeschlagenen Bulgaren in Palermo kurz vor der Pause verdient in Führung. Gilardino köpfte nach Flanke von Candreva zum 1:0 ein (38.). Das reichte, auch weil Torhüter Buffon kurz nach Wiederanpfiff mit einem Sensationsreflex den Ausgleich verhinderte. Vier Spiele vor Schluss haben die Azzurri damit sieben Punkte Vorsprung auf die Bulgaren, die trotz der Niederlage weiterhin Zweiter sind.

Tschechien leistete sich gegen Armenien nämlich eine völlig überraschende 1:2-Heimpleite. Den Führungstreffer der Gäste durch Mkrtchyan (31.), nicht zu verwechseln mit dem Dortmunder Mkhitaryan, der 90 Minuten durchspielte, konnte Rosicky 20 Minuten vor Schluss zwar ausgleichen. Doch in der Nachspielzeit brachte Ghazaryan die Zuschauer in Prag zum Schweigen. Durch den Sieg zogen die Armenier in der Tabelle mit den Tschechen gleich. Ebenfalls neun Punkte hat Dänemark auf dem Konto, das sich auf Malta zu einem 2:1 quälte. Ein Eigentor stellte den Sieg sicher.

Gruppe C: Hinter Deutschland hat Schweden wieder beste Aussichten

Einen gelungenen Abend verlebte die deutsche Nationalmannschaft in München gegen Österreich: Vor dem Spiel wurde Ex-Kapitän Ballack verabschiedet, der aktuelle Spielführer Lahm für sein 100. Länderspiel geehrt. Danach brachte Kloses Rekordtreffer, mit seinem 68. Länderspieltor zog er mit Gerd Müller gleich, einen souveränen 3:0-Erfolg des DFB-Teams auf den Weg, den Kroos und Müller nach dem Wechsel unter Dach und Fach brachten.

Ein weiterer Gewinner des Abends war Schweden, das im Verfolgerduell in Irland einen immens wichtiges 2:1 feierte. Dabei jubelten zunächst die Hausherren: Keane gelang sein 60. Länderspieltreffer (21.). Zehn Minuten später schlugen die Skandinavier jedoch durch Elmander zurück. Angeführt vom starken Ibrahimovic gelang den Schweden nach knapp einer Stunde durch Svensson der Siegtreffer. Zlatan & Co. liegen nun drei Zähler vor den punktgleichen Teams aus Österreich und Irland.

Gruppe D: Van Persie bewahrt Oranje vor der totalen Blamage

In der Gruppe D halten die Niederlande weiterhin souverän Kurs auf Brasilien. Und das trotz des peinlichen Auftritts in Estland. Als Robben in Tallinn schon nach zwei Minuten zum 1:0 für die Elftal einschoss, schien alles seinen gewohnten Gang zu gehen, doch zwei Treffer von Vassiljev (18./57.) drehten die Partie sensationell zu Gunsten des krassen Außenseiters. Erst ein Foulelfmeter weit in der Nachspielzeit wendete die totale Blamage für Oranje noch ab: Van Persie verwandelte sicher zum 2:2.

Estland jubelt mit Vassiljev
Zum ganz großen Wurf reichte es am Ende nicht: Estland holte gegen die Niederlande ein 2:2.
© Getty Images

In der Pole Position im Rennen um Platz zwei liegt nun Rumänien, das sich gegen Ungarn mit 3:0 durchsetzte und damit zwei Punkte vor den Magyaren und der Türkei (5:0 gegen Androrra) liegt. Überschattet wurde die Partie in Bukarest jedoch von schweren Ausschreitungen. Ungarische Anhänger randalierten bei ihrer Ankunft am Bahnhof in der Altstadt. Wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtet, warfen sie Flaschen und Feuerwerkskörper und schwenkten zudem Fahnen mit rechtsradikalen Emblemen. Es kam zu Schlägereien mit rumänischen Anhängern. Die Polizei setzte Tränengas ein und ging mit Schlagstöcken gegen die Randalierer vor.

Aus 4:1 mach 4:4 - die Schweiz erlebt gegen Island ihr Schweden

Ungeschlagen bleibt die Schweiz, die in der Gruppe E allerdings eine ähnliche Erfahrung machen musste, wie die deutsche Nationalmannschaft beim 4:4 gegen Schweden in Berlin. Gegen Island schienen die Eidgenossen nach frühem Rückstand klar auf Kurs zu sein. Spätestens als Dzemaili per Elfmeter zum 4:1 traf (54., zuvor hatte Lichtsteiner doppelt getroffen). Doch der Underdog aus Skandinavien gab sich nicht geschlagen und startete eine erfolgreiche Aufholjagd. Gudmundsson, der sein Geld bei AZ Alkmaar verdient, krönte sie mit seinem dritten Treffer, dem 4:4 in der 90. Minute. Trotz des Rückschlags liegen die Schützlinge weiterhin vier Punkte vor Norwegen (2:0 gegen Zypern). Slowenien darf sich nach dem 1:0 gegen Albanien wieder Hoffnungen auf Rang zwei machen.

Gruppe F: Portugal bleibt dank Ronaldos Hattrick vorne - Eusebio überholt

Cristiano Ronaldo
Erzielte in der Schlussphase binnen 15 Minuten einen Hattrick: Cristiano Ronaldo.
© Getty ImagesZoomansicht

Nordirland hatte in Belfast Mitte August Russland beim 1:0 gehörig überrascht. Und um ein Haar wäre Portugal vom gleichen Schicksal ereilt worden. Sieben Minuten nach der Pause traf Ward zum 2:1 für die Hausherren, die nach Rot gegen Helder Postiga zudem in Überzahl agierten. Eine neuerliche Überraschung lag in der Luft. Doch Cristiano Ronaldo hatte andere Pläne. Binnen 15 Minuten drehte der Superstar von Real Madrid das Spiel mit einem lupenreinen Hattrick - 4:2! Mit nunmehr 43 Länderspieltoren hat "CR7" in Portugals ewiger Torschützenliste den legendären Eusebio (41) überholt. Die Nordiren hatten zur Aufholjagd beigetragen, indem sie sich zwei Platzverweise einhandelten.

Portugal bleibt damit im Kopf-an-Kopf-Rennen um das direkte WM-Ticket zwei Punkte vor Russland, das sich beim 4:1 gegen Luxemburg keine Blöße gab. Allerdings haben die Iberer auch ein Spiel mehr absolviert als das Team von Fabio Capello. Israel hingegen verlor durch ein 1:1 gegen das von Berti Vogts trainierte Aserbaidschan den Anschluss. Das Remis stellte der Ex-Lauterer Itay Shechter mit seinem Treffer in der Schlussphase sicher.

Gruppe G: Bosnien verspielt glänzende Ausgangslage

In der Gruppe G ist der Kampf um Platz eins nach sieben Spielen wieder völlig offen! Das eigentlich so heimstarke Bosnien-Herzegowina leistete sich eine überraschende 0:1-Pleite gegen die Slowakei. Pecovsky (77.) erzielte den Treffer des Abends. Nun müssen Dzeko & Co. wieder zittern, denn Griechenland zog durch einen mühsamen 1:0-Erfolg bei Fußballzwerg Liechtenstein (Tor: Mitroglou) nach Punkten gleich.

Gruppe H: England und die Ukraine schießen sich fürs direkte Duell warm

Vier Tage vor dem richtungsweisenden Duell in der Ukraine hat England die Spitze in der Gruppe H übernommen. Gegen Moldawien feierten die Engländer auch ohne die verletzten Angreifer Sturridge und Rooney einen standesgemäßen 4:0-Erfolg. Gerrard eröffnete den Torreigen, dem 31-jährigen Lambert gelang in seinem zweiten Länderspiel der zweite Treffer, den Rest erledigte Welbeck per Doppelpack. Da Montenegro in Polen "nur" 1:1 spielte, stehen die "Three Lions", bei denen Evertons Barkley sein Debüt feierte, damit auf Platz eins. Der Vorsprung auf die Ukraine, die San Marino mit 9:0 abfertigte, beträgt aber nur einen Punkt. Doppeltorschütze Welbeck wird in Kiew gelbgesperrt fehlen.

Gruppe I: Spanien erfüllt die Pflicht, Frankreich lässt abreißen

In der Gruppe I baute Spanien seinen Vorsprung im Rennen um das WM-Ticket auf drei Punkte aus. Der Welt- und Europameister setzte sich in Finnland mit 2:0 durch und profitierte gleichzeitig davon, dass Frankreich in Georgien nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinauskam. Für die Spanier, bei denen Kapitän Iker Casillas sein 150. Länderspiel absolvierte, trafen Alba (19.) und Negredo (86.). Die Franzosen müssen sich langsam, aber sicher mit dem Gang in die Play-offs anfreunden.

Fotostrecke
100 für Lahm, 68 für Klose
Thomas Müller
Es "müllert"

Auch am Tag, an dem Klose den Torrekord von Gerd Müller einstellt, "müllert" es. Thomas Müller gelang der 3:0-Endstand.
© getty images

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07.09.13
 

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