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23.03.2013, 17:50

Gruppe I: Frankreich mit breiter Brust

Spanien bangt: WM-Qualifikation in Gefahr!

Eine solche Situation hat es für den erfolgsverwöhnten Welt- und Europameister Spanien schon lange nicht mehr gegeben. Nach dem 1:1 gegen Finnland bangen die stolzen Iberer um die direkte Qualifikation für die WM 2014! Am Dienstag steht die "Furja Roja" im Topspiel der Gruppe I bei Spitzenreiter Frankreich gehörig unter Druck. Die "Equipe Tricolore" strotzt dagegen vor Selbstvertrauen.

Alvaro Negredo, Arbeloa, Andres Iniesta und Juan Mata
Ratlos: Die Spanier Negredo, Arbeloa, Iniesta und Mata nach dem 1:1 gegen Finnland.
© imagoZoomansicht

90 Minuten lange berannten die Spanier das Tor der Finnen, doch mehr als der Treffer durch Jubilar Sergio Ramos - der Real-Verteidiger bestritt in Gijon sein 100. Länderspiel - in der 49. Minute sprang für das Team von Nationalcoach Vicente del Bosque nicht heraus.

Selbst klarste Chancen ließen die Spanier anschließend gegen die weiterhin defensiven Finnen liegen. Und so kam es, wie es kommen musste. Schalkes Pukki ließ mit seinem 1:1-Ausgleich in der 79. Minute die 30.000 Zuschauer in Gijon schlagartig verstummen. Denn durch den völlig überraschenden Punktverlust musste Spanien vier Tage vor dem Gipfeltreffen in Paris (21 Uhr) die Tabellenführung an Frankreich abtreten. Bei einer Niederlage in St.-Denis droht dem Titelverteidiger bei dann fünf Punkten Rückstand der schwere Gang durch die Relegation.

"Alarmstufe Rot!" und "Die WM ist in Gefahr!" titelten die großen Sportzeitungen Spaniens am Tag nach der "Schmach von Gijon". Nationalcoach del Bosque sieht die Lage aber nicht so dramatisch und beschwerte sich besonders bei der Glücksgöttin Fortuna: "Wir waren 90 Minuten völlig überlegen, aber wir hatten nicht das Glück vor dem Tor", sagte der spanische Coach: "Die Strafe war zu groß. Dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben, ist eigentlich unmöglich. Wir waren so dominierend, dass auch die Abwehrspieler zeitweilig nur ans Stürmen gedacht haben", führte der 62-jährige Welttrainer des Jahres 2012 weiter aus.

Die Strafe war zu groß. Dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben, ist eigentlich unmöglich.Spaniens Nationalcoach Vicente del Bosque nach dem 1:1 gegen Finnland

Tatsächlich dominierte nur ein Team: Spanien. Dennoch hatte die mit sieben Barça-Stars aufgelaufene Elf größte Mühe, gegen die tief stehenden Gäste klare Chancen herauszuspielen. Das Fehlen von "Superhirn" Xavi, der für die Partie gegen Frankreich geschont wurde, machte sich negativ bemerkbar. Finnlands Trainer Mixu Paatelainen schämte sich seiner erfolgreichen Catenaccio-Taktik überhaupt nicht. "Gegen Spanien kannst du nur etwas holen, wenn du dich mit Mann und Maus hinten rein stellst. Das ist ja ein wunderbares Superteam."

Jordi Alba fehlt in Paris

Nach einem kurzen Durchatmen richteten die Spieler ihren Blick bereits wieder nach vorne: "Wir hatten ohnehin vor, in Frankreich zu gewinnen", schickte Barça-Stürmer David Villa eine Kampfansage an die "Bleus". Die Seleccion muss dann allerdings ohne Linksverteidiger Jordi Alba auskommen. Der 24-Jährige vom FC Barcelona erlitt kurz vor Schluss eine Zerrung im rechten Oberschenkel und muss rund zehn Tage pausieren.

Frankreich: Giroud wohl alleinige Spitze

Diese allerdings lassen sich von solchen Verbalattacken nicht aus der Reserve locken, die unverhoffte Tabellenführung steigerte das Selbstvertrauen der "Equipe Tricolore". "Ist klasse für uns", kommentierte Marseilles Valbuena das Remis der Iberer. Durch das gleichzeitige 3:1 gegen Georgien übernahm Frankreich mit zwei Punkten Vorsprung die Tabellenführung in der Gruppe I und hat nun die direkte Qualifikation selbst in der Hand.

Allerdings gab es bei den Franzosen auch Missstimmung. Denn Real-Stürmer Benzema ging zum elften Mal in Folge im Nationaldress leer aus und wurde von den eigenen Fans mit Pfiffen bedacht. "Er hatte Chancen. Ich wäre besorgt, wenn er keine hätte", sagte Trainer Didier Deschamps, der den Stürmer von Real Madrid trotz der Unmutsäußerungen der Anhänger hatte durchspielen lassen.

Am Dienstag droht Benzema aber die Bank. Denn Deschamps dürfte auf ein System mit einem Stürmer umstellen, dabei hat Giroud die besseren Karten. Denn der Arsenal-Angreifer erzielte nicht nur die Führung gegen die Osteuropäer, sondern traf auch beim 1:1 im Hinspiel in Spanien.

 
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