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23.03.2013, 19:45

WM-Quali, 5. Spieltag: Österreich siegt, Schweden torlos

Spanien stolpert, Elftal souverän, Schweiz torlos

Kroatien feierte einen wichtigen Sieg im brisanten Duell gegen Serbien. In der deutschen Gruppe hatte Österreich mit Färöer keine Mühe, Schweden ließ gegen Irland dagegen Federn. Die Niederlande behält ihre weiße Weste und profitierte vom Remis der Verfolger. Spanien leistete sich einen Ausrutscher gegen Finnland und musste Frankreich passieren lassen. Bosnien-Herzegowina und Montenegro marschieren weiter vorneweg. Die Partie Nordirland gegen Russland musst erneut verschoben werden, die Schweiz kam auf Zypern nicht über ein torloses Remis hinaus.

Gruppe A: Kroatien kann sich auf seinen Bundesliga-Sturm verlassen

Zelijkjo Brkic gegen Ivica Olic
Kroatiens Olic (re.) lässt Serbiens Keeper Brkic keine Chance und erzielt den 2:0-Endstand.
© Getty ImagesZoomansicht

Dank seiner Bundesliga-Legionäre steuert Kroatien in der Gruppe A weiter klar auf Kurs Richtung WM 2014. Die "Feurigen" gewannen das brisante Nachbarschaftsduell gegen Serbien in Zagreb mit 2:0 (2:0). Bereits vor der Pause stellten Bayern-Stürmer Mandzukic (23.) und sein Wolfsburger Kollege Olic (37.) die Weichen auf Sieg. Olic leistete beim Führungstor die Vorarbeit. Bei den enttäuschenden Serben blieben die Bundesliga-Profis Neven Subotic (Borussia Dortmund) und Aleksandar Ignjovski (Werder Bremen) in einer fairen Begegnung weitgehend unauffällig. Während die Kroaten mit dem vierten Sieg im fünften Spiel ihre Position festigte, verlieren die Serben die WM 2014 bei erst vier Punkten immer mehr aus den Augen. Aus Angst vor Ausschreitungen waren in der kroatischen Hauptstadt Zagreb keine Gästefans zugelassen. Anhänger der beiden Mannschaften, die am 6. September in Belgrad erneut aufeinander treffen, waren immer wieder auffällig geworden. Dabei spielt auch die gemeinsame Vergangenheit im Vielvölkerstaat Jugoslawien mit dem anschließenden Zerfall eine Rolle.

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Kroatien hat nun ebenso wie Belgien 13 Zähler auf dem Konto. Der Spitzenreiter setzte sich mit 2:0 in Mazedonien durch. Bremens de Bruyne leitete den Sieg ein (26.), Chelseas Hazard (63.) vertrieb letzte Zweifel. Wales siegte 2:1 in Schottland, dürfte aber nicht mehr in das Rennen um die ersten beiden Plätze eingreifen können.

Gruppe B: Bulgarien profitiert vom Remis der Verfolger

In der Gruppe B fuhr Bulgarien einen standesgemäßen 6:0-Erfolg gegen Malta ein und ist der Gewinner des Spieltags. Dabei erzielte Tonev einen Dreierpack. Der Posen-Akteur schlug in der 6., 38. und 68. Minute zu. Zudem trafen Popov (47.), Gargorov (55.) und Ivanov (78.). Bulgarien feierte in der Gruppe B seinen zweiten Sieg, Malta bleibt punktlos am Tabellenende kleben. Aufgrund des Fehlverhaltens bulgarischer Anhänger mit rassistischen Äußerungen wurden die Fans für diese Partie ausgeschlossen. Tschechien leistete sich wenig später einen bösen Ausrutscher gegen Dänemark. "Danish Dynamite" siegte in Olomouc mit 3:0. Dabei trugen sich auch die Bundesliga-Legionäre Kjaer (Wolfsburg) und Zimling (Mainz) in die Torschützenliste ein. Beide Teams haben nun fünf Punkte auf dem Konto, der Rückstand auf Bulgarien ist auf vier Zähler angewachsen. Armenien (4., drei Punkte) und Tabellenführer Italien waren spielfrei.

Gruppe C: Déjà-vu in Astana

Thomas Müller
Der Schlusspunkt: Thomas Müller trifft zum 3:0.
© Getty Images

Wie in der EM-Qualifikation im Jahr 2010 setzte sich die deutsche Nationalmannschaft souverän mit 3:0 (2:0) in Kasachstan durch. In Astana trafen Schweinsteiger (20.), Götze (22.) und Müller (74.) für die Elf von Bundestrainer Joachim Löw. Selbst die ungewöhnliche Anstoßzeit um Mitternacht sowie der Kunstrasen brachten die deutschen Spieler nicht aus dem Tritt. Durch den Sieg verteidigt die DFB-Elf auf jeden Fall ihre Tabellenführung in der Gruppe C. Der Fürther Schmidtgal kam über die kompletten 90 Minuten zum Einsatz, der Cottbuser Engel schmorte auf der Bank. Die Zentralasiaten waren im Endeffekt ohne Chance auf Punkte, hatten im zweiten Durchgang aber auch zwei gute Aktionen zu verzeichnen.

Hinter Gruppenfavorit Deutschland zeichnet sich nach dem 5. Spieltag ein Dreikampf um Rang zwei ab. Das Duell Zweiter gegen Dritter, oder Schweden gegen Irland endete torlos, so dass die Skandinavier die deutsche Elf nicht weiter unter Druck setzen konnten. Fünf Punkte beträgt nun der Rückstand von Ibrahimovic & Co. auf die DFB-Elf. Schweden muss vielmehr den Blick nach hinten werfen, denn Österreich liegt nach dem lockeren 6:0 (3:0) gegen Färöer nur noch einen Zähler zurück. Aus der Bundesliga konnten sich der Mainzer Ivanschitz, der Bremer Junuzovic und Bayern-Profi Alaba in die Torschützenliste eintragen. Wie Österreich hat auch Irland sieben Punkte und damit noch alle Chancen.

Gruppe D: "Elftal" löst Pflichtaufgabe souverän

In der Gruppe D löste Spitzenreiter Niederlande seine Pflichtaufgabe vor heimischem Publikum gegen Estland ohne große Mühe. HSV-Legionär van der Vaart stellte die Weichen auf Sieg (47.), den van Persie (72.) und Schaken (84.) sicherten. Durch den fünften Sieg im fünften Spiel baute die Elftal ihre Führung an der Tabellenspitze aus, da sich Ungarn und Rumänien im direkten Duell mit einem 2:2 trennten. Für beide Teams dürfte es damit nur noch um Rang zwei und damit die Relegation gehen. Die Türkei hat durch einen Pflichtsieg in Andorra ihre Außenseiterchancen gewahrt. Im Pyrenäen-Staat trafen die beiden Galatasaray-Profis Selcuk Inan (30.) und Burak Yilmaz (45. +1) für den WM-Dritten von 2002.

Gruppe E: Ohne Hitzfeld keine Tore - Norwegen patzt

Constantinos Makridis gegen Xherdan Shaqiri
Bayerns Shaqiri (re.), hier gegen Zyperns Makridis, vergab die größte Schweizer Chance.
© picture allianceZoomansicht

Einen eminent wichtigen Sieg in der Gruppe E feierte Island in Slowenien. Dank zweier Treffer des Ex-Hoffenheimers Sigurdsson (55., 78.), drehten die Nordeuropäer noch die Partie. In der ersten Halbzeit schoss der Ex-Kölner Novakovic (34.) die Südosteuropäer in Führung. Einen üblen Ausrutscher leistete sich Norwegen. Die Wikinger verloren gegen Albanien vor eigenem Publikum mit 0:1 und mussten Rang zwei an Albanien abtreten. Salihi schoss in der 67. Minute das Siegtor.

Am Samstag kam der noch ungeschlagene Tabellenführer Schweiz beim Tabellenschlusslicht Zypern nicht über ein torloses Remis hinaus. Ohne den gesperrten Nationalcoach Ottmar Hitzfeld waren die Eidgenossen zwar über die komplette Spielzeit das dominierende Team, doch im Angriff fehlte die Durchschlagskraft. Besonders Bayern-Stürmer Shaqiri ließ etliche Großchancen ungenutzt, so in der 15. Minute, als er am leeren Tor vorbeischoss. Die Partie wurde auch von der finanziellen Krise in Zypern beeinflusst, nur rund 3000 Zuschauer verloren sich im 22.000 Mann fassenden Rund.

Gruppe F: Spiel in Belfast erneut verlegt - Portugal mit viel Glück in Israel

zum ausführlichen Spielbericht

Ohne Punktverlust und damit verdienter Tabellenführer der Gruppe F ist nach wie vor Russland. Und dies wird auch nach diesem Wochenende vorerst Bestand haben. Denn die Partie in Belfast gegen Irland musste auch am Samstag abgesagt werden. Wegen des Wintereinbruchs auf der grünen Insel konnte der ursprüngliche Termin am Freitagabend nicht eingehalten werden, die Begegnung wurde auf Samstagnachmittag (16 Uhr) verschoben. Doch die starken Schneefälle in Belfast ließen eine Austragung erneut nicht zu. Überraschend gut schlägt sich bislang auch das zweitplatzierte Israel - siehe das Heimspiel gegen Portugal: Durch das 3:3 blieb der Underdog vor den Iberern, war angesichts der Entstehung aber wohl nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Nach 3:1-Führung kassierte Israel in der Nachspielzeit noch den Ausgleich.

Gruppe G: Bosnien-Herzegowina lässt Griechenland keine Chance

Edin Dzeko
Der Ex-Wolfsburger Dzeko (li.) erzielt das 1:0 für Bosnien-Herzegowina gegen Griechenland.
© imago

Erster gegen Zweiter hieß es in der Gruppe G. Und Spitzenreiter Bosnien-Herzegowina lieferte einmal mehr eine starke Vorstellung ab und schickte Griechenland mit 3:1 nach Hause. Der Ex-Wolfsburger Dzeko (29., 54.) sowie Stuttgarts Ibisevic (36.) trafen für Bosnien-Herzegowina, Ex-Bundesliga-Torschützenkönig Gekas (90. +2) für Hellas. Immerhin behält der Europameister von 2004 Rang zwei, da die Slowakei gegen Litauen nicht über ein 1:1 hinauskam. Mit dem gleichen Resultat trennten sich Liechtenstein und Lettland. Das Fürstentum holte damit den ersten Punkt in der WM-Quali!

Gruppe H: England und Montenegro mit gelungenen Generalproben

Zwei Teams dominieren die Gruppe H: Montenegro und England. Die beiden Topteams werden sich am kommenden Dienstag zum vorentscheidenden Duell in Podgorica gegenüberstehen. Vor dem Gipfeltreffen leisteten sich beide keine Blöße. Das Überraschungsteam Montenegro setzte sich mit 1:0 in Moldawien durch. Matchwinner war Juve-Legionär Vucinic, der in der 78. Minute das Siegtor erzielte. Montenegro verteidigt mit 13 Punkten die Tabellenführung vor den Three Lions (11), die sich leicht und locker mit 8:0 in San Marino durchsetzten. Im dritten Gruppenspiel siegte die Ukraine mit 3:1 im Duell der EM-Gastgeber 2012 in Polen mit 3:1. Beide Teams haben bisher nur fünf Punkte gesammelt, Brasilien ist weit weg.

Gruppe I: Frankreich überholt Spanien

Teemu Pukki
Schalkes Pukki überwindet Valdez und erzielt für Finnland das 1:1 in Spanien.
© Getty ImagesZoomansicht

Kaum vorstellbar wäre eine WM-Endrunde ohne Spanien und Frankreich. Da beide Fußball-Nationen in die Gruppe I gelost wurden, muss zwangsläufig eine der beiden Mannschaften den Weg über die Play-offs nehmen. Auf dem Weg zur direkten Qualifikation rutschte Welt- und Europameister Spanien überraschend gegen Finnland aus. Zwar ging "La Furia Roja" durch Verteidiger Ramos mit 1:0 in Führung (49.), doch Schalkes Pukki erzielte für die Finnen in der 79. Minute den Ausgleich. Durch das Remis musste Spanien Rang eins an Frankreich abgeben. "Les Bleus" setzten sich 3:1 gegen Georgien durch und haben nun bei zehn Punkten zwei Zähler Vorsprung auf Spanien. Giroud (45.), Valbuena (47.) und Ribery (61.) trafen für den Weltmeister von 1998, Kobakhidze konnte für die Osteuropäer den Ehrentreffer erzielen.

Bilder zur WM-Qualifikation
Pukkis Paukenschlag, Tonevs Show, feuriger Sieg
Teemu Pukki
Der Paukenschlag von Gijon

Schalkes Pukki überwindet den spanischen Keeper Victor Valdes zum 1:1 für Finnland und sorgt so für den Paukenschlag am 5. Spieltag.
© Getty Images

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23.03.13
 
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