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06.07.2010, 12:27

FIFA akzeptiert Rückzieher

Nigeria: Regierung lenkt ein

Die nigerianische Regierung hat kurz vor Ablauf eines Ultimatums der FIFA eingelenkt und den Bannstrahl für die Nationalmannschaft des Landes aufgehoben. Daraufhin nahm auch der Weltverband von Sanktionen Abstand.

Zum von Nigerias Staatspräsident Goodluck Jonathan angekündigten Rückzug der Nationalelf wird es doch nicht kommen.
Zum von Nigerias Staatspräsident Goodluck Jonathan angekündigten Rückzug der Nationalelf wird es doch nicht kommen.
© picture allianceZoomansicht

Nigerias Staatspräsident Goodluck Jonathan hatte in der vergangenen Woche die Auswahl der "Super Eagles" aufgrund des enttäuschenden Abschneidens bei der WM in Südafrika für zwei Jahre von allen internationalen Wettbewerben zurückgezogen. Gleichzeitig hatte er eine Neuorganisation des nigerianischen Fußballs angeordnet.

Die FIFA hatte umgehend reagiert und eine Suspendierung des nigerianischen Verbandes angedroht. Denn die Regularien des Weltverbandes untersagen ausdrücklich eine staatliche Einmischung in die Belange der Verbände. Daher hatte die FIFA der Regierung ein Ultimatum bis Montag, 18 Uhr, gesetzt.

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FIFA: "Werden diesen Fall weiter beobachten"

Nach der Aufhebung der Suspendierung am Montag nahm auch der Weltverband von allen Sanktionen Abstand. Nach Angaben der FIFA versicherte Staatspräsident Jonathan in einem Brief, dass Nigerias Regierung den Nationalmannschaften nicht länger verbietet, in den kommenden zwei Jahren an jeglichen internationalen Wettbewerben teilzunehmen.

"Die nigerianische Regierung hat ihre Entscheidung zurückgenommen. Das hatten wir verlangt. Deshalb behält der nigerianische Fußball-Verband alle seine Rechte innerhalb der FIFA", sagte FIFA-Mediendirektor Nicolas Maingot am Dienstag: "Dennoch werden wir diesen Fall weiter genau beobachten."

Eine Suspendierung des Verbandes hätte nicht nur die A-Nationalelf betroffen. Keine Nationalmannschaften, Klubs und Schiedsrichter hätten für den Zeitraum des Ausschlusses an Wettbewerben der FIFA teilnehmen dürfen. Zudem wären Zahlungen aus dem FIFA-Fonds eingefroren worden. Nigeria war bei der WM in Südafrika mit nur einem Punkt als Gruppenletzter in der Vorrunde ausgeschieden. Ein Sprecher des nigerianischen Sportministeriums hatte am Montagnachmittag noch die Vorgehensweise des Staatspräsidenten verteidigt: "Alles, was Nigeria getan hat, war im Interesse des Fußballs. Die FIFA muss entscheiden, ob wir die Regeln verletzt haben."

Mit der Entlassung des Verbandspräsidenten Sani Lulu sowie zweier weiterer hochrangiger Funktionäre war der nigerianische Verband dem Staatspräsidenten entgegen gekommen. Der NFF versprach dem Staatspräsidenten zudem, rasche Schritte einzuleiten, um die schlechte Organisation des Fußballs in Nigeria zu verbessern.

06.07.10
 

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