Ein später Gegentreffer lässt Russland um die zehnte WM-Teilnahme bangen. Der deutsche Gruppengegner kam im Play-off-Hinspiel zur WM-Qualifikation nicht über ein 2:1 (1:0) gegen Slowenien hinaus. Dabei gelang den Gästen durch Nejc Pecnik drei Minuten vor Schluss der so wichtige Anschlusstreffer - ein 1:0 im Rückspiel am Mittwoch würde Slowenien schon reichen.
Die Hiddink-Elf, in der Andrey Arshavin eine starke Vorstellung ablieferte, war zunächst klar auf Kurs und ging durch Diniyar Bilyaletdinovs Doppelpack auch verdient in Front, doch der späte Gegentreffer lässt die vierte aufeinanderfolgende WM-Teilnahme des niederländischen Trainers wackeln. Bei den Slowenen kamen die beiden Kölner Bundesligaprofis Milivoje Novakovic und Miso Brecko sowie der Bochumer Dedic zum Einsatz.
Otto Rehhagel droht erneut bei der Weltmeisterschaft nur eine Zuschauerrolle. Der Trainer-Oldie kam mit der griechischen Nationalmannschaft im Play-off-Hinspiel gegen die Ukraine nicht über ein 0:0 hinaus. Damit steht der Europameister von 2004 im Rückspiel am kommenden Mittwoch in Donezk vor dem Aus. Die Griechen boten 40.000 Zuschauern im Athener Olympiastadion eine ideenlose Vorstellung. Die Gäste um den Münchner Bundesliga-Profi Anatoliy Tymoshchuk überzeugten durch eine kluge Raumaufteilung und eine stabile Defensive.
Rehhagels Team um den Leverkusener Theofanis Gekas hatte durch einen Kopfball des Ex-Frankfurters Sotirios Kyrgiakos in der Nachspielzeit die beste Torchance. In der ersten Halbzeit war ein Treffer von Gekas nicht anerkannt worden. Der Leverkusener hatte im Abseits gestanden.
Ex-Weltmeister Frankreich ist dem WM-Ticket durch einen schmeichelhaften Sieg in Irland ein großes Stück näher gekommen. Die Elf des umstrittenen Trainers Raymond Domenech siegte durch einen Treffer von Nicolas Anelka im Play-off-Hinspiel glücklich mit 1:0 (0:0), konnte dabei aber kaum überzeugen. Damit haben die Franzosen vor dem Rückspiel am Mittwoch in Paris beste Chancen auf die 13. WM-Teilnahme.
Vor über 70.000 Zuschauern im Dubliner Croke Park machten die von Maestro Giovanni Trapattoni trainierten Iren dem Favoriten aus Frankreich mit Kampfgeist und Laufbereitschaft das Leben schwer. Die technisch versierteren Franzosen, die in der Gruppenphase hinter Serbien den zweiten Platz belegt hatten, präsentierten sich dagegen ideenlos und kamen kaum zu guten Chancen. Die Iren konnten sich bislang dreimal für die WM qualifizieren, letztmals 2002 in Japan und Südkorea.
Die ohne ihren Superstar Cristiano Ronaldo angetretenen Portugiesen gingen gegen Bosnien-Herzegowina in Lissabon durch Bruno Alves (31.) verdient in Führung. Die Bosnier, bei denen mit den Wolfsburgern Zvjezdan Misimovic und Edin Dzeko sowie Vedad Ibisevic und Sejad Salihovic von 1899 Hoffenheim vier Bundesliga-Profis in der Startelf standen, hatten kurz vor der Pause ihre beste Phase - und scheiterten einmal am Gebälk.
Nach dem Wechsel hatte Portugal das Spiel im Griff und hätte nachlegen müssen. Am Ende waren die Iberer dann aber mit Fortuna im Bunde, als die Gäste binnen Sekunden Latte und Pfosten trafen. Am Mittwoch in Zenica muss Bosnien siegen, um den Traum von der ersten WM-Teilnahme noch zu verwirklichen.
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