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08.10.2009, 12:11

Russland: Der Trainer ist immer für Überraschungen gut

Wer stürmt neben Arshavin?

Die Spannung vor dem "Spiel des Jahres" in Moskau ist überall spürbar. Mit den im Nu verkauften 75.000 Tickets für die Partie im Luz­hniki konnten nur 10 Prozent der Nachfrage befriedigt werden. Ver­gleichbares erlebte die "Sbornaja" vor zwei Jahren beim EM-Qualifika­tionsspiel gegen England. Damals, am 17. Oktober 2007, siegten die Russen trotz Rooney-Führung mit 2:1 Toren, qualifizierten sich für die EURO 2008, während die Engländer in die Röhre schauten.

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Pavel Pogrebnyak (re.), Roman Pavlyuchenko
Hiddinks Stürmer-Puzzle: Entscheidet sich der Coach für Stuttgarts Pogrebnyak (re.) oder für Pavlyuchenko?
© imago Zoomansicht

Daheim ist die "Sbornaja" schon eine Macht. In den bisher ausgetra­genen 51 Heimspielen in der WM-­Qualifikation sind die Russen noch ohne Niederlage - 42 Siege und 9 Unentschieden sind Beweis einer starken Bilanz. Ein Vorteil ist dabei auch das Geläuf im Luzhniki - der häufig angeführte Kunstrasen. Und den wollen die Russen auch gegen Deutschland nutzen. Entgegen sonstigen Gepflogenheiten üben die Russen in dieser Woche ausschließ­lich auf dem künstlichen Grün. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass die Spieler von Guus Hiddink dem Spiel selbstbewusst, aber nicht überheblich entgegenfie­bern: "Noch sind wir nicht nervös", meinte Kapitän Semak zum Trainingsbeginn, "zunächst werden wir uns gewissenhaft vorbereiten. Das Kribbeln wird dann kurz vorm Spiel aufsteigen."

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Der niederländische Coach seinerseits geht ebenfalls mit großer Gelassenheit an die Aufgabe. "Wir haben keine Verletzten, alle Spieler sind fit", verkündete er und verschwieg dabei, dass es sehr wohl noch Fragezeigen gibt.

Offen ist, ob Hiddink auf Torjäger Roman Pavlyuchenko setzen kann. Der ist wegen anhaltender Achillessehnenprobleme seit Anfang September ohne Einsatz. Dabei war ausgerechnet der Tottenham-­Stürmer 2007 gegen England mit seinen beiden Toren der entschei­dende Mann. Als Ersatz käme der Neu-Stuttgarter Pavel Pogrebnyak infrage, auch weil Hiddink einen wuchtigen, großgewachsenen Stür­mer neben dem schnellen Kapitän Arshavin präferiert, der alle Freihei­ten genießt. Doch Pogrebnyak war zuletzt in Stuttgart nicht in Best­form. Zuletzt gegen Wales erhielt Aleksandr Kerzhakov seine Chance, aber der Angreifer von Dinamo Moskau konnte in den vergangenen Wochen auch nicht überzeugen.

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08.10., 10:46 Uhr
 

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Löws größte Sorge - der kleine Zar Arshavin

Nicht der Kunstrasen in Moskau könnte das größte Problem für die deutsche Nationalelf am Samstag sein. Russlands Kapitän Andrey Arshavin ist in Topform! Der Arsenal-Star "taucht plötzlich auf und macht geniale Dinge", warnt Bundestrainer Joachim Löw. Der selbstbewusste Arshavin schätzt sich selbst als "ziemlich schnell und technisch versiert" ein.



Kaum Sorgen bereitet dagegen die Defensive. Da ist die gesetzte ZSKA-Zentrale mit Torhüter Akin­feev sowie den Innenverteidigern Ignashevich und Vasiliy Berezuts­kiy. Über rechts soll Anyukov Druck machen, links plant Hiddink das Comeback des Chelsea-Profis Zhirkov. Sollte es für Zhirkov wider Erwarten nicht reichen, wäre Yan­baev die erste Alternative.

Planspiele - bei Hiddink weiß man nie. Der perfekte Analytiker scheut sich auch nicht, im letzten MomentVeränderungen vorzuneh­men, wenn ihn die Trainingseindrü­cke überzeugen. So hält Hiddink auch seine Profis unter Hochspan­nung.

Mikhail Sanadze

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08.10.2009, 12:11
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