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01.01.2010, 17:56

WM-Helden: Guillermo Stábile, Argentinien

Der Mann, der durch den Filter geht

Die erste Weltmeisterschaft fand 1930 in Uruguay statt, die Gastgeber sicherten sich um ihren Superstar José Leandro Andrade auch den Titel. Doch Geschichte schrieb ein anderer Spieler - Guillermo Stábile.

Erster Torschützenkönig in der WM-Geschichte: Argentiniens WM-Held Guillermo Stábile vor dem Finale am 30. Juli 1930 gegen Uruguay (2:4).
Erster Torschützenkönig in der WM-Geschichte: Argentiniens Guillermo Stábile vor dem Finale am 30. Juli 1930 gegen Uruguay (2:4).
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Der Argentinier wurde mit acht Treffern erster Torschützenkönig einer WM. Imposant dabei, dass der Angreifer seine Treffer in nur vier Spielen und alleine mehr als die Hälfte der 14 argentinischen WM-Treffer erzielte.

Dabei verlief der Weg Stábiles zum Fußball alles andere als geradlinig. In seiner Jugend gehörte die Leidenschaft der Leichtathletik, die 100 Meter sprintete der Teenager in guten elf Sekunden.

Und seine Schnelligkeit sollte sich auch bei der Jagd nach dem runden Leder als Vorteil erweisen. Nachdem er den Fußballsport zunächst beim Provinzverein Sportivo Metan entdeckte, wechselte er später zu Huracán Buenos Aires - nicht gerade die erste Adresse in der argentinischen Hauptstadt.

1930: Bilder von "El Filtrador"
WM-Held Guillermo Stábile
Guillermo Stabile erzielte 1930 bei der WM in Uruguay Argentiniens zweiten Treffer gegen die Hausherren. Am Ende triumphierte Uruguay mit 4:2 und wurde der erste Fußball-Weltmeister.
Zu früh gefreut

Guillermo Stábile erzielte 1930 bei der WM in Uruguay Argentiniens zweiten Treffer gegen die Hausherren. Am Ende triumphierte Uruguay mit 4:2 und wurde der erste Fußball-Weltmeister.
© picture alliance

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Die Trainer ließen Stábile zunächst links liegen, zu gering waren seine technischen Fähigkeiten. Doch dann verletzte sich der etatmäßige Mittelstürmer Huracáns, und Stabile bekam seine Chance. Diese nutzte er dank seiner Flinkheit und seines harten und platzierten Schusses. Während seine am Ball versierteren Kollegen auf den Außenbahnen die Gegenspieler auf sich zogen, stieß Stábile in die entstandenen Lücken und verwandelte die Vorlagen meistens eiskalt. Aus dieser Spielweise resultiert auch sein Spitzname "El Filtrador" - der Mann, der durch den Filter geht.

Spielplan der WM 1930

48 Treffer erzielte er für Huracán in seiner ersten Saison und wurde damit auf Anhieb Torschützenkönig in Argentinien. Doch in der Nationalelf Argentiniens musste "El Filtrador" zunächst auf seine Chance warten. Zwar nahm er an den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam teil, und die "Gauchos" stießen auch dank seiner Tore bis ins Halbfinale vor, doch für die Weltmeisterschaft 1930 plante Argentiniens Coach Francisco Olazar ohne den pfeilschnellen Stürmer. Erst nach dem enttäuschenden Auftaktspiel gegen Frankreich (1:0) änderte er seine Meinung und baute auf Stábile. Dieser tat, was die Fans von ihm verlangten und traf nahezu nach Belieben. Doch selbst ein Tor im Endspiel gegen Uruguay konnte die 2:4-Niederlage nicht verhindern.

Stabile hat in Italien kein Glück

Mit der Weltmeisterschaft gelang Stábile der internationale Durchbruch. Bis 1930 lupenreiner Amateur, folgte er danach dem Rat eines Freundes und wechselte nach Italien. Doch bei seinen beiden Gastspielen bei Genua 93 und in Neapel hatte er kein Glück, immer wieder wurde er von Verletzungen zurückgeworfen. Im Jahr 1936 wechselte er schließlich nach Frankreich zu Red Star Olympique Paris, wo er 1939 seine aktive Karriere ausklingen ließ.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges kehrte Stábile in seine Heimat zurück und schlug eine Laufbahn als Trainer ein. Von 1939 bis 1958 sowie im Jahr 1960 war er Nationalcoach Argentiniens und führte die "Gauchos" zu sechs Erfolgen in der Copa América.

Begräbnis eines Staatsmannes

Doch auch außerhalb des Platzes war er erfolgreich. Dank seines Charismas wurde er als Geschäftsmann zum Millionär und stieg in die High Society von Buenos Aires auf. Als er am 27. Dezember 1966 in der argentinischen Hauptstadt starb, glich sein Begräbnis dem eines Staatsmannes - ganz im Gegensatz zu seinem großen Gegenspieler bei der WM 1930, José Leandro Andrade. Der lebenslustige Uruguayer versuchte sich nach seiner Laufbahn erfolglos als Sänger und Tänzer. Andrade starb völlig verarmt und vereinsamt 1957 in Montevideo.

 

kicker

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