Seine ersten Sporen verdiente sich der am 15. Juli 1954 geborene Kempes in seinem Heimatort bei Instituto de Córdoba, wo er am 5. Oktober 1973 sein Erstliga-Debüt gab. Im gleichen Jahr führte seine Torgefährlichkeit den ballgewandten Angreifer sogar schon in die Nationalelf, wo er beim WM-Qualifikationsspiel in Bolivien (1:0) erstmals das hellblau-weiß-gestreifte Trikot überziehen durfte.
Der Dämpfer 1974 in Deutschland tat dem steilen Aufstieg des Stürmers keinen Abbruch. Mit 89 Toren in 107 Spielen in drei Spielzeiten avancierte er zum besten Torschützen aller Zeiten bei Rosario Central - und folgte dann dem Lockruf aus Spanien. Der FC Valencia hatte sich 1976 die Dienste der argentinischen Tormaschine gesichert und landete dabei einen Volltreffer. 1976/77 setzte der schussstarke Angreifer mit 24 Toren, 1977/78 mit 28 Toren jeweils die Bestmarke in der Primera División.
Fast hätte Kempes der Wechsel ins Ausland jedoch einen Platz im Kader für die Endrunde 1978 im eigenen Land gekostet, wo Argentiniens Nationalcoach César Luis Menotti eigentlich auf Legionäre verzichten wollte. "Er ist kraftvoll, hat eine hervorragende Technik, schafft Räume und hat einen harten Schuss. Spieler wie er können ein Spiel entscheiden, und darüber hinaus lässt er sich als Mittelstürmer einsetzen", wusste Menotti aber um den Wert seines Offensivakteurs, und nominierte ihn für das FIFA-Weltpokal-Turnier 1978.
Ein gelungener Schachzug, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte. Der Mann mit der Trikot-Nummer 10 brauchte zwar etwas Anlaufzeit und blieb in der Vorrunde ohne Treffer. Doch spätestens mit seinen vier Toren in der Zwischenrunde beim 2:0 gegen Polen (beide Treffer) und beim 6:0 über Peru (zwei Treffer) stieg "El Matador" zum nationalen Helden auf - und Argentinien stand im Finale.
Kempes drückte auch an diesem trüben Sonntag, dem 25. Juni 1978, der Partie gegen die Niederlande seinen Stempel auf und machte die "Gauchos zum Weltmeister. Dem 1:0 nach 38 Minuten ließ er in der Verlängerung mit einem Sololauf das 2:1 (105.) folgen und bereitete zudem die endgültige Endscheidung durch Bertoni (115.) vor. WM-Torschützenkönig mit sechs Treffern, bester Spieler des Turniers, Weltmeister - der Stern des Mario Kempes überstrahlte alles auf dem argentinischen Fußballhimmel.
Nach Erfolgen auf Vereinsebene mit dem FC Valencia (Spanischer Pokalsieger 1978 und 1979, Europapokalsieger der Pokalsieger 1980, Europäischer Supercup 1980) und der Meisterschaft bei seiner Rückkehr nach Argentinien 1981 mit River Plate, stellte er sich 1982 in Spanien dem Unternehmen "WM-Titelverteidigung - allerdings ohne Erfolg. Null Tore für Kempes, Aus in der Zwischenrunde für die "Gauchos.
"Mein Land hat immer wieder das große Glück gehabt, hervorragende Fußballer hervorzubringen. Ich bin nur einer unter vielen, die alle ihre Rolle in der argentinischen Fußballgeschichte gespielt haben", sagte Kempes 1983 bei seinem Rücktritt und übergab nach 20 Toren bei 43 Einsätzen für die argentinische Nationalelf, davon 18 WM-Spiele, die Nummer 10 an Weltstar Diego Maradona.
Mit 41 hängte er die Fußballschuhe auch auf Vereinsebene an den Nagel, versuchte sich danach als Trainer und verschwand 2001 von der großen Fußballbühne. Doch trotz eines Diego Maradona wird in Argentinien für Mario Kempes, dem WM-Helden 1978, immer ein fester Platz in den Geschichtsbüchern bleiben.
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