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Paraguay

Paraguay

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Halbzeitstand
0:0
Spanien

Spanien


PARAGUAY
SPANIEN
15.
30.
45.
60.
75.
90.

















Paraguay verschießt Foulelfmeter

Villa bemüht den Pfosten und führt Spanien ins Halbfinale

Es kommt zur Neuauflage des Finales von der Europameisterschaft 2008! Spanien wird der kommende Gegner der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika sein. Die Iberer setzten sich in einem lange Zeit mäßigen Spiel gegen ein aufopferungsvoll kämpfendes Paraguay mit 1:0 durch und ziehen damit erstmals bei einer Endrunde ins Halbfinale ein.

Spaniens David Villa wird von Viktor Caceres und Edgar Barreto (re.) in die Mangel genommen.
Eingekesselt: Spaniens David Villa wird von Viktor Caceres und Edgar Barreto (re.) in die Mangel genommen.
© picture-allianceZoomansicht

Paraguays Trainer Gerardo Martino änderte seine Startelf im Vergleich zum Achtelfinalerfolg gegen Japan (5:3 i.E.) gleich auf sechs Positionen: Victor Caceres kehrte nach Gelb-Rot-Sperre in die Startelf zurück und verdrängte somit Ortigoza im defensiven Mittelfeld. Außerdem spielten Veron, Edgar Barreto, Santana, Cardozo und Valdez anstelle von Bonet, Vera, Santa Cruz, Barrios und Benitez. Damit kehrte Martino von seinem System mit drei Spitzen ab und ließ nur zwei Stürmer (Cardozo und Valdez) von Beginn an auflaufen.

Spaniens Coach Vicente del Bosque setzte dagegen auf Kontinuität und vertraute derselben Elf, die in der Runde zuvor einen 1:0-Sieg gegen Portugal feiern durfte.

Spaniens stärkste Waffe ist die Ballzirkulation, doch genau diese wurde von Paraguay zu Beginn eindrucksvoll entschärft. Die "Albirroja" machte die Räume extrem eng und spielte enormes Forechecking, was den Iberern überhaupt nicht schmeckte. Dem Europameister fiel offensiv zunächst überhaupt nichts ein, während sich die Paraguayer anfangs auch noch ein Chancenplus erarbeiteten (1., Santana; 10., Riveros). Mehr Spielanteile hatten aber dennoch die Spanier, die sich allerdings untypischerweise zahlreiche Fehlpässe leisteten. Dies lag aber auch daran, dass die Südamerikaner den ballführenden Gegenspieler stets in Überzahl attackierten.

Mit zunehmender Spieldauer fand das spanische Mittelfeld jedoch besser in die Partie, die zündende Idee blieb indes aus. Paraguay verteidigte exzellent. Zwei Viererketten standen massiert vor dem Strafraum von Villar, der dadurch lange Zeit überhaupt nicht eingreifen musste. Einzig Xavis sehenswerter Drehschuss, der knapp über die Latte strich, sorgte für Abwechslung (29.). Ansonsten war es die erwartet zähe Angelegenheit, die kaum Höhepunkte zu bieten hatte.

Kurz vor dem Pausenpfiff zappelte der Ball dann doch im Netz - und zwar in dem der Spanier. Doch Valdez' Treffer zählte nicht, weil der guatemaltekische Schiedsrichter Carlos Alberto Batres Gonzalez auf Abseits entschied (41.). Im direkten Gegenzug zielte Torres weit über das Tor, so dass es letztlich torlos in die Kabinen ging.

Die Angst des Schützen vor dem Elfmeter

Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst ähnlich gemächlich weiter. Spanien hatte mehr Ballbesitz, konnte den Abwehrriegel der Südamerikaner nicht knacken. Del Bosque reagierte und brachte mit Fabregas, der für den wieder einmal wenig auffälligen Torres kam, einen frischen Mann. Und Fabregas sollte bald ins Rampenlicht rücken.

Zuerst war es aber Piqué, der nach 57 Minuten im eigenen Strafraum Cardozo zu Boden riss und einen Foulelfmeter verursachte. Cardozo trat an, scheiterte aber kläglich an Casillas, der den schwachen Versuch festhalten konnte (!). Im direkten Gegenzug entwischte Villa seinem Kontrahenten Alcaraz, der im eigenen Sechzehner die Hand zu Hilfe nahm. Villa nahm die Einladung an und ging zu Boden - Foulelfmeter für Spanien. Xabi Alonso trat an und verwandelte sicher ins linke Eck, doch die Aktion musste wiederholt werden, weil ein Spanier zu früh in den Strafraum gestartet war (60.). Erneut trat Xabi Alonso an, doch diesmal ahnte Villar das Eck und wehrte ab. Fabregas eilte herbei zum Nachschuss, wurde dabei ganz klar vom paraguayischen Schlussmann per Foul gehindert. Dieses Mal gab der Unparteiische den fälligen Strafstoß nicht - Glück für die "Albirroja".

Spaniens Gerard Piqué im Duell mit Cristian Riveros (re.).
Schräglage: Spaniens Gerard Piqué im Duell mit Cristian Riveros (re.).
© picture-alliance

Langsam ließen aber die Kräfte bei den Südamerikanern nach, Spanien erhielt nur mehr Raum und näherte sich langsam dem Tor an. Iniesta scheiterte an Villar mit einem tollen Schlenzer (63.), etwas später schoss er drüber (69.), ehe Villar einen tückischen Freistoß von Xavi abwehrte (72.). Drei Minuten danach zielte der Spielmacher des FC Barcelona knapp zu hoch.

In der 83. Minute passierte es dann doch, allerdings bemühten die Spanier den Pfosten gleich dreimal, ehe sie das Leder im Netz unterbrachten. Iniesta fing einen Ball ab und marschierte zum Strafraum, legte dann aber mit Übersicht auf den mittlerweile eingewechselten Pedro ab. Dieser machte es dann aber zu genau und traf nur den linken Pfosten. Der Abpraller landete bei Villa, der es aus sieben Metern noch genauer machte und zuerst den rechten Pfosten traf. Von dort sprang die Kugel an den linken Innenpfosten und schließlich über die Linie. Fünftes Turniertor für den Knipser, der in der kommenden Saison für den FC Barcelona stürmen wird.

Paraguay zeigte sich kurzfristig geschockt, hatte in der 89. Minute dann aber doch noch die große Chance zum Ausgleich - und das gleich zweimal. Zuerst zeigte sich Casillas gegen den eingewechselten Barrios unsicher, beim Nachschuss von Santa Cruz - ebenfalls neu im Spiel - war der spanische Kapitän jedoch auf der Höhe und rettete stark. Weil aber auch Pedro eine Minute danach gegen Villar den Kürzeren zog, ging das Spiel ohne weitere Treffer zu Ende.

Spanien wird das alles egal sein, denn am kommenden Mittwoch, den 7. Juli, wartet nun Deutschland. Es geht in der Neuauflage des EURO-Finals 2008 um ein Finalticket dieser Weltmeisterschaft.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Paraguay
Aufstellung:
Villar (2)    
Veron (4) , 
da Silva (3) , 
Alcaraz (3)    
Morel (3,5)    
V. Caceres (3,5)        
E. Barreto (4)    
Riveros (2,5) , 
Santana (3,5)    
N. Valdez (2,5)    

Einwechslungen:
64. Vera für E. Barreto
72. R. Santa Cruz für N. Valdez
84. Barrios für V. Caceres

Trainer:
Martino
Spanien
Aufstellung:
Casillas (2)    
Sergio Ramos (3,5) , 
Piqué (3,5)    
Puyol (3)    
Capdevila (3) - 
Busquets (3)    
Xabi Alonso (4)    
Xavi (3) , 
Iniesta (2,5) - 
Fernando Torres (5)    
Villa (2)    

Einwechslungen:
56. Fabregas (4) für Fernando Torres
75. Pedro für Xabi Alonso
84. Marchena für Puyol

Trainer:
del Bosque

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Villa (83., Rechtsschuss, Pedro)
Gelbe Karten
Paraguay:
V. Caceres
(3. Gelbe Karte)
,
Alcaraz
(1.)
,
Morel
(1.)
,
Santana
(1.)
Spanien:
Piqué
(1. Gelbe Karte)
,
Busquets
(1.)

Besondere Vorkommnisse
Casillas hält Foulelfmeter von Cardozo (59.)
Villar hält Foulelfmeter von Xabi Alonso (61.)
Casillas hält Fpoulelfmeter von Cardozo (59.), Villar hält Foulelfmeter von Xabi Alonso (61.).

Spielinfo

Anstoß:
03.07.2010 20:30 Uhr
Stadion:
Ellis Park, Johannesburg
Zuschauer:
55359
Spielnote:  2,5
wenig Strafraumszenen, etliche Passungenauigkeiten. Die Defensivreihen arbeiteten konzentriert und effektiv. Dramaturgischer Höhepunkt: drei Elfer in zwei Minuten.
Chancenverhältnis:
3:7
Eckenverhältnis:
1:7
Schiedsrichter:
Carlos Alberto Batres Gonzalez (Guatemala)   Note 3
lag beim Strafstoß Paraguays richtig; hart, aber vertretbar der Elfer für Spanien, hätte aber bei Villars Eingreifen gegen Fabregas (61.) noch einmal auf den Punkt zeigen müssen. Millimeterentscheidung beim Abseitstor von Valdez. Ansonsten souverän.
Spieler des Spiels:
Iker Casillas
Der Matchwinner. Hält Spanien zweimal im Spiel – erst mit der Elfmeterparade und bei der doppelten Ausgleichschance.

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