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Argentinien

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Deutschland

 
Argentinien

0:4 (0:1)

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Argentinien
Deutschland
1.
15.
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46.
60.
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90.










Einziger Wermutstropfen: Müller fehlt im Halbfinale gelbgesperrt

4:0! Jubilar Klose entzaubert die "Albiceleste"

Deutschland steht im Halbfinale gegen Spanien! Nach starkem Beginn mit einem Auftakt nach Maß erwehrten sich die Löw-Schützlinge dem Druck der "Albiceleste" in einer rasanten Partie erfolgreich, befreiten sich und schlugen Mitte des zweiten Durchgangs eiskalt zu. Zweimal Klose und Friedrich entzauberten die Maradona-Schützlinge mit drei blitzsauber herausgespielten Treffern.

Boateng, Müller, Klose und Podolski
Deutsche Jubeltraube: Jerome Boateng (li.) mit den Torschützen Thomas Müller und Miro Klose. Auch Lukas Podolski freut sich mit.
© picture-allianceZoomansicht

Argentiniens Trainer Diego Maradona vertraute exakt auf seine Startelf, die beim 3:1-Achtelfinalsieg gegen Mexiko zu Beginn auf dem Platz gestanden hatte.

Auch bei der deutschen Elf setzte Trainer Joachim Löw auf die Formation, die sich im Achtelfinale mit 4:1 gegen England durchgesetzt hatte. Löw konnte bis auf Cacau (Bauchmuskelzerrung) aus dem Vollen schöpfen. Miroslav Klose trug zum 100. Mal das Nationaltrikot.

Es ging von Beginn an zur Sache: Klose fällte Mascherano gelbwürdig, auch Otamendi langte gegen Podolski zu. Und der Rechtsverteidiger stand auch bei der ersten Chance des Spiels im Blickpunkt: Schweinsteigers Freistoß aus dem linken Halbfeld flog in den Strafraum, Müller war schneller als Otamendi und nickte an Romero vorbei zur Führung ein - was für ein Auftakt (3.)!

Thomas Müller nickt zum 1:0 ein
Thomas Müller nickt zum 1:0 ein - Otamendi (15) kommt zu spät.
© picture-alliance

Die "Albiceleste" war geschockt, die Löw-Elf blieb zunächst gegen eine nervöse Defensive des Kontrahenten am Drücker, ohne weitere klare Möglichkeiten erspielen zu können. Auf der anderen Seite verschob sich das laufstarke DFB-Team gut und unterband erfolgreich schon den Spielaufbau der Südamerikaner - Schweinsteiger agierte dabei als "Generalbeauftragter" in Sachen Messi, der zunächst unauffällig blieb.

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Nach einer guten Viertelstunde endete die Dominanz des WM-Dritten von 2006, Argentinien begann sich langsam in die Partie hineinzutasten, eine gefährliche Torannäherung gegen ein nun tiefer stehendes DFB-Team aber blieb noch aus, weil Keeper Manuel Neuer einen Schritt schneller als Tevez war (22.).

Video zum Thema
kicker.tv Analyse- 03.07., 20:53 Uhr
Deutschland schießt Argentinien ab - DFB-Elf gewinnt 4:0 (3D)
Was für ein Fußballfest der deutschen Mannschaft! Gleich mit 4:0 fertigten Klose & Co. die hoch gehandelten Argentinier ab. Die zum Teil großartige herausgespielten Tore der deutschen Mannschaft in 3D.
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Dafür hätte es auf der Gegenseite für eine sich immer wieder gut befreienden und teilweise flüssig kombinierende Nationalelf fast geklingelt: Nach Müllers Blitzantritt in die Schnittstelle der Viererkette folgte ein toller Querpass auf Klose, der aber aus elf Metern über den Balken knallte - da war mehr drin (24.)!

Nach einer halben Stunde wurden die Südamerikaner präsenter. Messi entzog sich der deutschen Bewachung, holte sich die Bälle schon in der eigenen Hälfte und trieb sein Team an - vor allem über die linke Abwehrseite wurde es immer wieder gefährlich. Neuer parierte Flachschüsse von di Maria (33.) und Higuain (35.), die sich im Strafraum durchgesetzt hatten, sicher. Bitter wurde es dann für Müller, der für ein vermeintliches Handspiel Gelb sah - seine zweite im Wettbewerb, der Münchner fehlt im Halbfinale. Messi jagte den Freistoß in die Abwehrmauer (36.).

Überhaupt hatten beide Mannschaften ihr Visier bis zur Pause nicht genau genug eingestellt. Lahm & Co. konnten sich wieder befreien und setzten vermehrt Nadelstiche, doch weder Özil (41.), Müller (43.) noch Schweinsteiger (45.) trafen das Tor, wie auch auf der Gegenseite Messi in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs.

Personell unverändert kamen die Kontrahenten aus der Kabine. Argentinien gab gleich die Richtung vor, in die es gehen sollte, und drückte massiv. Die Löw-Schützlinge hatten keinerlei Ballkontrolle mehr, verloren das Leder schon im Spielaufbau - di Maria wäre drei Minuten nach Wiederanpfiff per Distanzschuss fast der Ausgleich gelungen.

Die Begegnung gewann an Intensität, der Maradona-Elf war die Entschlossenheit deutlich anzumerken. Mertesacker wehrte Tevez' Knaller per Kopf gerade noch zur Ecke ab (54.).

Deutschland konnte sich nach zehn Minuten etwas vom Druck der "Albiceleste" freimachen, startete vielversprechende Gegenangriffe, denen es aber am Ende an Präzision und am Abschluss fehlte.

Die rasante Partie wogte mit Vorteilen für die Südamerikaner hin und her, Neuer zeigte sich binnen einer Minute gegen Tevez und Higuain auf dem Posten (63.), Lahm grätschte dem Real-Angreifer den Ball in letzter Sekunde vom Fuß (64.).

WM-Viertelfinale in Kapstadt
Die Gala gegen Argentinien am Kap
Deutschland-Fahne am Tafelberg
Was für ein Schauplatz!

Auf einer riesigen deutschen Flagge am Signal Hill oberhalb von Kapstadt sitzt ein kleiner Junge. Im Hintergrund in Küstennähe: Das Green Point Stadium, Schauplatz des Spieles zwischen Argentinien und dem DFB-Team.
© picture-alliance

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Lahm & Co. konnten danach erstmals im zweiten Abschnitt etwas durchschnaufen und schlugen eiskalt zu: Müller erkämpfte sich den Ball, spielt im Liegen zu Podolski. Der steuerte halblinks auf Romero zu und legte quer zu Klose. Der Münchner hatte keine Mühe, das Sportgerät bei seinem 100. Länderspiel ins leere Tor zu drücken - sein 51. Länderspieltor (67.)!

Damit nicht genug. Nach kleinem Aufreger durch den eingewechselten Pastore (70.) entschied die junge DFB-Elf die Partie endgültig: In seinem 77. Länderspiel gelang Friedrich sein erster Treffer! Schweinsteiger dribbelte an vier Argentiniern vorbei links in den Strafraum, passte zurück auf Friedrich, der einen Tick schneller war als Higuain und das Leder im Fallen ins Tor grätschte - 3:0 (74.)!

Die Begegnung war entschieden, Argentinien war trotz weiterer Bemühungen auch das Ehrentor nicht vergönnt - vielmehr demütigte die deutsche Elf den Gegner mit einem weiteren Treffer, der den Schlusspunkt darstellen sollte: Schweinsteiger bediente Özil, dessen Flanke Klose gekonnt direkt im linken unteren Eck versenkte. Kloses 14. WM-Treffer, damit zog der Torjäger mit Gerd Müller gleich (88.)!

Nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM 2006 war für Argentinien erneut gegen Deutschland Schluss. Die Löw-Elf darf im Halbfinale am Mittwoch, 7. Juli, erneut ran. Dort wartet der amtierende Europameister Spanien, der Paraguay mit 1:0 niederrang. Es kommt also zur Neuauflage des EURO-Endspiels von 2008, das die Iberer seinerzeit in Wien dank Fernando Torres gewannen.

03.07.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Argentinien
Aufstellung:
Romero (4) - 
Otamendi (5,5)        
Demichelis (5) , 
N. Burdisso (4) , 
Heinze (4,5) - 
Mascherano (4,5)        
di Maria (3,5)    
Messi (5) - 
Higuain (5) , 
Tevez (4)

Einwechslungen:
70. Pastore für Otamendi
75. Aguero für di Maria

Trainer:
Maradona
Deutschland
Aufstellung:
Neuer (2) - 
Lahm (1,5)    
Mertesacker (2) , 
A. Friedrich (1,5)    
J. Boateng (2,5)    
Khedira (2)    
T. Müller (1)            
Özil (2,5) , 
Podolski (1,5) - 
Klose (1)        

Einwechslungen:
72. Jansen für J. Boateng
77. T. Kroos für Khedira
84. Trochowski für T. Müller

Trainer:
Löw

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
T. Müller (3., Kopfball, Schweinsteiger)
0:2
Klose (67., Rechtsschuss, Podolski)
0:3
A. Friedrich (74., Linksschuss, Schweinsteiger)
0:4
Klose (88., Rechtsschuss, Özil)
Gelbe Karten
Argentinien:
Otamendi
(1. Gelbe Karte)
,
Mascherano
(2.)
Deutschland:
T. Müller
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
03.07.2010 16:00 Uhr
Stadion:
Green Point, Kapstadt
Zuschauer:
64100 (ausverkauft)
Spielnote:  1
im Duell zweier Fußball-Großmächte bot das deutsche Team eine berauschende Vorstellung gegen hilflose, verzweifelte Argentinier.
Chancenverhältnis:
3:7
Eckenverhältnis:
5:4
Schiedsrichter:
Ravshan Irmatov (Usbekistan)   Note 2
wählte trotz der Brisanz eine erfreulich großzügige Spielleitung, behielt dabei eine konsequente Linie und die Partie im Griff. Gelb für Müller war sehr hart, aber vertretbar.
Spieler des Spiels:
Bastian Schweinsteiger
In einer großartigen deutschen Elf - frei von Schwach-, aber mit vielen Glanzpunkten - war er der Herrscher im Mittelfeld.
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