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Niederlande

 - 

Slowakei

 

2:1 (1:0)

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Niederlande
Slowakei
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.













Slowaken kommen erst in der Schlussphase zu Chancen - Vitteks viertes Turniertor kommt zu spät

Robbens Treffer öffnet Oranje das Tor zum Viertelfinale

Die niederländische Elftal steht im Viertelfinale der WM in Südafrika. Ein Treffer des erstmals von Beginn an eingesetzten Robben stellte die Weichen vor der Pause auf Sieg. Gegen das über weite Strecken zu harmlose Überraschungsteam aus der Slowakei begnügte sich der Favorit lange Zeit damit, den Vorsprung zu verwalten und hatte doch noch einige bange Momente zu überstehen, ehe Sneijder kurz vor Schluss alles klar machte.

Arjen Robben trifft zum 1:0
Ein echter Robben: Der Bayern-Star zieht in die Mitte und schließt mit links ab.
© picture allianceZoomansicht

Bondscoach Bert van Marwijk brachte Robben, der beim 2:1 gegen Kamerun nach seiner Einwechslung mit einem Pfostenschuss das Siegtor vorbereitet hatte, erstmals von Beginn an. Der Bayern-Star ersetzte den angeschlagenen van der Vaart, der zuletzt an einer Wadenblessur laborierte. Zudem agierte van der Wiel rechts in der Vierkette anstelle von Boulahrouz.

Bei der Slowakei, die bei ihren ersten WM-Teilnahme mit dem 3:2 gegen Italien für eine faustdicke Überraschung und den Einzug ins Achtelfinale gesorgt hatte, ersetzte Trainersohn Vladimir Weiss den gelbgesperrten Strba.

Im Moses-Mabhida-Stadion entwickelte sich eine muntere Anfangsphase, in der Jendrisek den ersten Warnschuss für die Slowakei abgab (2.). Danach übernahmen aber schnell die Niederländer das Kommando, ließen Ball und Gegner laufen und suchten immer zielstrebiger den Weg nach vorne. Van Persie (5.) und Sneijder (11.) fehlte bei ersten Chancen noch die Präzision. Besser machte es Robben: Von Sneijder mit einem öffnenden Pass traumhaft geschickt, setzte der Bayern-Star zu einem seiner unnachahmlichen Soli an. Drei Verteidiger konnten Robben nicht am Abschluss hindern, sein Linksschuss gegen die Laufrichtung von Mucha schlug im rechten Eck ein (18.).

Nach dem Führungstor ließ es die Elftal ruhiger angehen, ohne dabei auch nur für einen Moment die Kontrolle zu verlieren. Die klar unterlegenen Slowaken taten sich schwer mit konzentrierten Offensivaktionen und konnten die gut sortierte Hintermannschaft des Favoriten nie ernsthaft in Bedrängnis bringen. Die Partie verflachte bis zur Pause zunehmend. Außer zwei Halbchancen von van Persie (41./44.) gab es vor dem Wechsel nichts mehr zu vermelden.

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Nach dem Wiederanpfiff war wieder mehr Schwung im Spiel der Niederländer, die auf die Entscheidung drängten. Dreh- und Angelpunkt weiterhin: Arjen Robben. Fast hätte er für eine Kopie des Führungstreffers gesorgt, doch diesmal war Torhüter Mucha mit den Fingerspitzen dran (50.). Wenig später legte Robben für Mathijsen auf, dessen Schuss aus acht Metern Mucha am Kopf traf (52.).

Vittek hat den Ausgleich auf dem Fuß

Schnell verpuffte der anfängliche Schwung wieder. Oranje begnügte sich damit, den knappen Vorsprung zu verwalten, was zunächst nahezu mühelos gelang. Nach einem beherzten Antritt von Stoch war Stekelenburg dann aber doch erstmals gefordert: Beim Schuss des Mittelfeldspielers von der Strafraumgrenze bekam der niederländische Torhüter gerade noch die Fäuste hoch (67.). Die noch größere Chance zum Ausgleich bot sich Sekunden später Vittek, der im Strafraum völlig frei vor Stekelenburg auftauchte, diesen aus 14 Metern jedoch nicht überwinden konnte. Bei einer weiteren guten Einschusschance jagte der frühere Nürnberger den Ball drüber (78.). Bange Momente für die Elftal!

Sechs Minuten vor Schluss war die Entscheidung jedoch gefallen: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von van Bronckhorst war Kuijt schneller am Ball als der aus seinem Tor geeilte Mucha und legte quer zu Sneijder, der keine Mühe hatte, ins leere Tor einzuschießen. Vittek gelang per Foulelfmeter (Stekelenburg an Sapara) in der Nachspielzeit noch Ergebniskosmetik. Nach dem vierten Turniertreffer des Slowaken wurde die Partie jedoch gar nicht wieder angepfiffen.

Nach dem vierten Sieg im vierten Spiel stehen die Niederländer im Viertelfinale in Port Elizabeth am Freitag (16 Uhr). Der Gegner wird am Montagabend im Duell zwischen Rekordweltmeister Brasilien und Chile ermittelt.

28.06.10
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Niederlande
Aufstellung:
Stekelenburg (2)   
Heitinga (3) , 
Mathijsen (3) , 
van Bronckhorst (3)    
van Bommel (3,5) , 
N. de Jong (4) - 
Robben (2)          
Sneijder (2,5)       
Kuijt (3,5) - 
van Persie (4)   

Einwechslungen:
71. Elia für Robben
80. Huntelaar für van Persie
90. + 2 Afellay für Sneijder

Trainer:
van Marwijk
Slowakei
Aufstellung:
Mucha (3,5) - 
Pekarik (4) , 
Skrtel (3)   
Durica (4) , 
Zabavnik (5)   
Hamsik (4)       
Kucka (4)   
Stoch (3,5) , 
Weiss (4) , 
Jendrisek (5)   
Vittek (5)    

Einwechslungen:
71. Kopunek    für Jendrisek
87. Sapara für Hamsik
88. Jakubko für Zabavnik

Trainer:
Weiss

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Robben (18., Linksschuss, Sneijder)
2:0
Sneijder (84., Rechtsschuss, Kuijt)
2:1
Vittek (90. + 4, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Sapara)
Gelbe Karten
Niederlande:
Robben
(1. Gelbe Karte)
,
Stekelenburg
(1.)
Slowakei:
Kucka
(1. Gelbe Karte)
,
Kopunek
(1.)
,
Skrtel
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
28.06.2010 16:00 Uhr
Stadion:
Moses Mabhida
Zuschauer:
61962
Spielnote:  3,5
fußballerisch nur in Ansätzen überzeugend, aber durchaus mit spannenden Momenten in der zweiten Hälfte.
Chancenverhältnis:
7:3
Eckenverhältnis:
5:2
Schiedsrichter:
Alberto Undiano Mallenco (Spanien)   Note 3,5
keine spielentscheidenden Fehler, aber der Elfmeter in der Schlussminute war mehr ein Abschiedsgeschenk für die Slowakei als zwingende Notwendigkeit.
Spieler des Spiels:
Maarten Stekelenburg
Bewahrte sein Team in der zweiten Hälfte mit Glanzparaden gegen Stoch und Vittek vor einer bösen Überraschung.
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