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Niederlande

Niederlande

1
:
0

Halbzeitstand
0:0
Japan

Japan


NIEDERLANDE
JAPAN
15.
30.
45.

60.
75.
90.







Japans Keeper Kawashima als Sündenbock

Dank Sneijder winkt das Achtelfinale

Niederlande steht durch ein 1:0 gegen Japan mit einem Bein im Achtelfinale. In einer mäßigen Partie boten die einsatzfreudigen und disziplinierten Okada-Schützlinge der über weite Strecken enttäuschenden Elftal hervorragend Paroli. Der Favorit schaltete kurz nach Wiederanpfiff kurzzeitig einen Gang hoch und fuhr dank eines haltbaren Treffers von Sneijder den zweiten Dreier ein.

Yuji Nakazawa vs. Wesley Sneijder (re.)
Yuji Nakazawa (li.), hier im Duell mit Torschütze Wesley Sneijder, behielt in der Abwehr meist den Durchblick.
© picture-allianceZoomansicht

Niederlandes Trainer Bert van Marwijk schickte nach dem 2:0 gegen Dänemark eine unveränderte Startelf auf den Rasen.

Auch Japans Trainer Takeshi Okada vertraute auf seine erfolgreiche Anfangsformation, die mit einem 1:0 über Kamerun ins Turnier gestartet war.

Im Vergleich zu manch anderer Spielstätte lieferte Durban mit 22 Grad und trockenem Wetter bei strahlendem Sonnenschein beste Rahmenbedingungen.

Niederlande begann gegen erwartungsgemäß tiefstehende Japaner mit viel Ballkontrolle. Das Leder zirkulierte flüssig durch die Reihen der Elftal, den ersten Torschuss feuerte Sneijder aber per direktem Freistoß ab (9.). Wenig später landete Kuijts akrobatischer Fallrückzieher im Niemandsland (10.), sollte aber eine der wenigen schön anzuschauenden Aktionen der ersten Hälfte bleiben.

Kuijt mit einem Fallrückzieher
Einer der Höhepunkte in Durchgang eins, auch wenn Dirk Kuijts Akrobatik erfolglos blieb.
© picture-alliance

Die Okada-Elf hatte zunächst Schwierigkeiten, sich vom fortwährenden Druck Hollands zu befreien. Kaum einmal gelang dies so effektiv wie in der 12. Minute, als Nagatomo ein Zusammenspiel mit Endo mit kernigem Flachschuss aus 18 Metern knapp rechts vorbei abschloss.

Nach einer Viertelstunde verschoben sich die technisch starken und beweglichen Asiaten etwas weiter nach vorne, bremsten den Gegner früher aus, auch weil der ballführende Akteur oftmals erfolgreich gedoppelt wurde.

Chancen erspielte sich Oranje genau wie der Kontrahent keine. Manch gelungener Ansatz verpuffte auf beiden Seiten zum einen auf Grund mangelnder Phantasie in der gegnerischen Hälfte, zum anderen, weil es beide Teams schafften, schnell wieder hinter den Ball zu kommen.

Das Niveau des Spiels, das durchaus ansehnlich begonnen hatte, rauschte Mitte des ersten Durchgangs merklich in den Keller, gelungene Spielzüge waren kaum mehr zu sehen. Lediglich Standards brachten noch Torannäherungen. Gefährlicher waren dabei die immer mutiger werdenden Mannen aus Fernost, auch wenn sowohl Honda (33.) als auch Tulio (36.) ihr Visier per Kopf nicht exakt genug eingestellt hatten.

Bei den Niederländern, bei denen van Bommel immer wieder als erste Anspielstation im Mittelfeld versuchte, das Spiel seines Teams zu lenken, machte sich Ratlosigkeit breit. Japanischer Konterfußball förderte noch eine Schusschance von Matsui zu Tage (38.), auf der Gegenseite prüfte auch van der Vaart wenigstens einmal Keeper Kawashima (45.), dann war Halbzeit.

Personell unverändert kamen die Kontrahenten aus der Kabine. Van Marwijk schien seine Elf wachgerüttelt zu haben, jedenfalls drückte Oranje auf die Tube und drängte Japan in die Defensive.

Die Bemühungen Hollands wurden bald belohnt, unter gütiger Mithilfe des japanischen Keepers: Van Persie spitzelte das Leder zu Sneijder, der aus halblinker Position aus 16 Metern draufhielt. Kawashima faustete sich den zwar scharf, aber unplatziert geschossenen Ball selbst in die Maschen (53.).

Nach der Führung zogen sich die Schützlinge von van Marwijk weit zurück und überließen den Asiaten weite Teile des Mittelfelds. Die Japaner ließen sich nicht lange bitten und fuhren Angriff auf Angriff Richtung gegnerisches Tor, konnten allerdings keine zwingenden Chancen erspielen. Nur einmal wurde es richtig gefährlich, als van der Wiel ein Zuspiel Nakamuras auf Honda am zweiten Pfosten gerade noch unterband (70.).

Die Defensive stand weitgehend sicher, offensiv aber tat sich bei der Elftal fast nichts mehr - Elia kam für van der Vaart (72.) und sollte für neunen Elan sorgen. Holland agierte trotz guter Kontermöglichkeiten aber bis kurz vor Schluss zu unpräzise, während Japans Schlussoffensive trotz frischer Kräfte zunächst nicht stattfand.

Dennoch versuchten die Söhne Nippons alles und entblößten die Abwehr immer mehr, was weder Affelay (85.) noch Huntelaar (88.), die beide frei vor Kawashima am Keeper scheiterten, zu nutzen verstanden. Fast hätte Okasaki diese Versäumnisse bestraft, schoss aber in der 89. Minute bei der besten Ausgleichschance Japans aus acht Metern nur aufs Tordach - dann war Schluss.

Am letzten Vorrundenspieltag, der am Donnerstag (24. Juni) ausgetragen wird, kommt es zu den Duellen zwischen der Niederlande und Kamerun in Kapstadt sowie Japan und Dänemark in Rustenburg. Anpfiff ist jeweils um 20.30 Uhr.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Niederlande
Aufstellung:
Stekelenburg (3) - 
van der Wiel (5)    
Heitinga (3) , 
Mathijsen (3) , 
van Bronckhorst (3,5)    
van Bommel (2,5) , 
N. de Jong (4) - 
Kuijt (4,5) , 
Sneijder (3,5)        
van der Vaart (4,5)    
van Persie (4,5)    

Einwechslungen:
72. Elia für van der Vaart
83. Afellay für Sneijder
87. Huntelaar für van Persie

Trainer:
van Marwijk
Japan
Aufstellung:
Kawashima (5) - 
Komano (4) , 
Nakazawa (3,5) , 
Tulio (3) , 
Nagatomo (3,5) - 
Abe (3,5) - 
Hasebe (3,5)        
Y. Endo (4) - 
Matsui (4)    
Okubo (3)    
Honda (5)

Einwechslungen:
64. S. Nakamura für Matsui
77. Okazaki für Hasebe
77. Tamada für Okubo

Trainer:
Okada

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Sneijder (53., Rechtsschuss, van Persie)
Gelbe Karten
Niederlande:
van der Wiel
(1. Gelbe Karte)
Japan:
-

Spielinfo

Anstoß:
19.06.2010 13:30 Uhr
Stadion:
Moses Mabhida, Durban
Zuschauer:
62010
Spielnote:  4,5
über weite Strecken gepflegte Langeweile, erst in der zweiten Hälfte etwas lebhafter.
Chancenverhältnis:
4:1
Eckenverhältnis:
4:5
Schiedsrichter:
Hector Walter Baldassi (Argentinien)   Note 2
unproblematische Spielleitung, vertretbar seine Entscheidung, de Jongs leichten Schubser gegen Nagatomo (90./+3) nicht mit Elfmeter zu ahnden.
Spieler des Spiels:
Mark van Bommel
Sortierte die Defensive mit großer Umsicht. Steuerte einige schöne lange Bälle in die Laufwege seiner Offensiv-Kollegen.