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Portugal

Portugal

2
:
1

Halbzeitstand
2:1
Mexiko

Mexiko


PORTUGAL
MEXIKO
15.
30.
45.






60.
75.
90.














Gruppe D: Portugal - Mexiko: 2:1 (2:1)

Mexiko zittert sich ins Achtelfinale

Mexiko verlor am letzten Spieltag der Gruppe D mit 1:2 gegen Portugal, zieht aber trotz der Niederlage ins Achtelfinale ein, da Angola gegen den Iran nicht über ein Remis hinaus kam. Der Vize-Europameister fuhr den dritten Sieg im dritten Spiel ein und zieht als souveräner Spitzenreiter in die Runde der letzten 16 Teams ein.

Portugal jubelt über das 2:0
Simao (li.) wird von seinen Kollegen beglückwünscht.
© dpaZoomansicht

Portugals Trainer Luiz Felipe Scolari vermied im letzten Gruppenspiel jegliches Risiko und verzichtete auf alle von einer Gelb-Sperre bedrohten Spieler. Gegenüber dem 2:0 über den Iran bekamen die Stars Deco, Cristiano Ronaldo, Pauleta, Nuno Valente und Costinha so eine Pause. Für die bereits für das Achtefinale qualifizierten Portugiesen spielten dagegen Marco Caneira, Petit, Tiago, Simao und Helder Postiga.

Mexikos Nationalcoach Ricardo La Volpe reagierte auf den schwachen Auftritt seiner Mannschaft beim 0:0 gegen Angola und strich mit Zinha und Guillermo Franco zwei Wechselkandidaten aus seiner Startelf. Auch der Gelb-gefährderte Gerardo Torrado fehlte. Stattdessen begannen Luis Perez, Francisco Rodriguez und Francisco Fonseca.

Bei geschlossenem Dach in der FIFA-WM-Arena in Gelsenkirchen zeigte Mexiko zu Beginn mehr Engagement und ergriff sofort die Initiative. Keine 120 Sekunden waren gespielt, als Fonseca sich durch die portugiesische Abwehr dribbelte, mit seinem Schuss aber an Keeper Ricardo scheiterte. Die Zentralamerikaner wirkten auch im Anschluss daran aggressiver und bestimmten das Tempo der Partie.

Umso überraschender ging der bis dato passive Vize-Europameister in der sechsten Minute in Führung. Nach einem Dribbling passte Simao auf Maniche, der mit einem trockenen Schuss aus zehn Meters ins rechte Toreck das 1:0 für Portugal erzielte.

Der Rückstand hinterließ bei den Mexikanern deutlich Wirkung. Vom Schwung der Anfangsphase war wenig zu spüren. Zwar suchten die Zentralamerikaner sofort wieder die Offensive, doch die Aktionen wirkten nun überhastet. Etliche Fehler im Spielaufbau waren die Folge. Portugal hatte so leichtes Spiel. Die hektischen und harmlosen Angriffe Mexikos stellten die Abwehr vor keine Probleme. Auch im Mittelfeld erarbeitete sich das Scolari-Team mit zunehmender Spieldauer ein Übergewicht.

Und eine völlig unnötige Situation von Kapitän Rafael Marquez führte in der 24. Minute sogar zum 0:2. Der Barca-Profi berührte nach einer Ecke den Ball mit der Hand, Scheidsrichter Lubos Michel zeigte sofort auf dem Elfmeterpunkt. Simao ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher.

Mexiko antwortete mit wütenden Angriffen. In der 29. Minute hätte Omar Bravo aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer erzielen müssen, doch Ricardo klärte mit einer klasse Parade zur Ecke. Diese brachte dann aber das 1:2. Pardo schlug den Ball von links in den Strafraum, Fonseca stieg hoch und traf per Kopf.

Nach dem Anschlusstreffer war deutlich mehr Leben in der Partie. Mexiko hatte nun mehr Spielanteile. In der 44. Minute rettete Ricardo mit einer erneuten Glanzparade gegen Pavel Pardo die knappe Führung in die Pause.

Francisco Fonseca
Erzielte das wichtige 1:2 für Mexiko: Francisco Fonseca.
© dpa

Mexiko dominierte die Anfangsminuten im zweiten Abschnitt, konnte sich aber keine nennenswerten Möglichkeiten erspielen. Portugal wartete zunächst ab, agierte sehr passiv und zeigte kaum Eigeninitiative.

Für die überlegenen Mexikaner bot sich in der 57. Minute die Riesenchance zum Ausgleich, als Miguel Luis Perez im Strafraum von den Beinen holte und dann noch den Ball mit der Hand spielte. Erneut zögerte Referee Michel keine Sekunde und entschied auf Handelfmeter. Doch Bravo konnte die Chance nicht nutzen und jagte den Ball über das Tor.

Mexiko blieb aber das dominierende Team. Allerdings schwächten sich die Zentralamerikaner in der 61. Minute selbst, als Perez wegen einer Schwalbe die Gelb-Rote Karte sah.

Die Partie war im zweiten Durchgang mit Sicherheit kein fußballerischer Leckerbissen, allerdings nahm die Spannung immer mehr zu, je näher der Abpfiff rückte. Mexiko wollte sich nicht auf das Ergebnis des Parallelspiels verlassen, sondern drückte trotz Unterzahl vehement auf den Ausgleich, der den sicheren Einzug ins Achtelfianle bedeutet hätte.

Trotz aller Bemühungen wollte ein weiterer Treffer aber nicht mehr gelingen. Da jedoch Angola gegen den Iran nicht über ein 1:1 hinaus kam, zieht Mexiko trotz der Niederlage in das Achtelfinale ein.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Portugal
Aufstellung:
Ricardo (2) - 
Miguel (3,5)        
Fernando Meira (4,5) , 
Caneira (5) - 
Petit (3,5) - 
Tiago (4) , 
Maniche (3)        
Figo (4)    
Simao (2,5)    
Helder Postiga (5)    

Einwechslungen:
61. Paulo Ferreira für Miguel
69. Nuno Gomes     für Helder Postiga
80. Boa Morte     für Figo

Trainer:
Scolari
Mexiko
Aufstellung:
O. Sanchez (3) - 
Maza (4,5)        
Osorio (3,5) , 
Salcido (3) - 
M. Mendez (3,5)    
Marquez (5)    
Pineda (4,5)    
Pardo (3) , 
L. Perez (3,5)    
Fonseca (2)    
Bravo (4,5)

Einwechslungen:
46. Zinha (3,5)     für Maza
69. Castro für Pineda
80. Franco für M. Mendez

Trainer:
La Volpe

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Maniche (6., Rechtsschuss, Simao)
2:0
Simao (24., Handelfmeter, Rechtsschuss)
2:1
Fonseca (29., Kopfball, Pardo)
Gelb-Rote Karten
Portugal:
-
Mexiko:
L. Perez
(61.)

Gelbe Karten
Portugal:
Miguel
(1. Gelbe Karte)
,
Maniche
(1.)
,
Boa Morte
(1.)
,
Nuno Gomes
(1.)
Mexiko:
Maza
(1. Gelbe Karte)
,
Marquez
(1.)
,
Zinha
(1.)

Besondere Vorkommnisse
Bravo schießt Handelfmeter über das Tor (57.)

Spielinfo

Anstoß:
21.06.2006 16:00 Uhr
Stadion:
Veltins-Arena, Gelsenkirchen
Zuschauer:
52000 (ausverkauft)
Spielnote:  3
Chancenverhältnis:
5:8
Eckenverhältnis:
4:5
Schiedsrichter:
Lubos Michel (Slowakei)   Note 5
lag bei der Ampelkarte gegen Perez falsch, da dieser fiel, aber keine Schwalbe machte; versagte Mexiko nach Foul von Paulo Ferreira an Bravo (75.) einen Strafstoß; hätte Marquez, der später (65.) Gelb sah, bereits für dessen Handspiel vor dem Strafstoß verwarnen müssen.
Spieler des Spiels:
Francisco Fonseca
Torschütze, ständiger Unruheherd, spielte immer wieder seine Kopfballstärke aus. Scheiterte zwei Mal am starken Ricardo.

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