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Brasilien

Brasilien

2
:
1

Halbzeitstand
1:0
Kolumbien

Kolumbien


BRASILIEN
KOLUMBIEN
15.
30.
45.
















60.
75.
90.





















Brasilien kämpft sich ins Halbfinale

Thiago Silva und David Luiz bringen Brasilien weiter

Brasilien und Kolumbien lieferten sich ein spannendes und intensives Viertelfinale in Fortaleza. Mit hohem Tempo beeindruckte die Seleçao den Gegner in der ersten Halbzeit und ging früh in Führung. Nachdem David Luiz Mitte der zweiten Hälfte erhöhte, schien die Partie gelaufen, doch die Cafeteros kamen durch einen unumstrittenen Elfmeter noch einmal zurück und brachten den Riesen ins Taumeln. Fallen wollte Brasilien jedoch nicht.

Thiago Silva versenkt das Sportgerät zum 1:0.
Thiago Silva versenkt das Sportgerät zum 1:0.
© getty imagesZoomansicht

Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari musste nach dem 3:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen Chile den Gelb-gesperrten Luiz Gustavo ersetzten. Für den Wolfsburger begann Paulinho. Dazu bekam Dani Alves eine Pause verordnet. Maicon kam damit zu seinem Premieren-Einsatz und verteidigte für ihn auf der rechten Seite. José Nestor Pekerman änderte die Anfangsformation Kolumbiens nach dem 2:0-Erfolg über Uruguay ebenfalls auf zwei Positionen. Ibarbo kam in der Offensive für Jackson Martinez und Guarin begann im defensiven Mittelfeld für Aguilar.

Sofort geht es zur Sache

Beide Teams hielten sich nicht lange mit taktischem Vorgeplänkel auf. Brasilien startete sofort Richtung Ospinas Tor durch. Neymar hatte eine erste kleine Möglichkeit mit einem Freistoß aus der Distanz (5.), der Ball ging aber knapp am Tor vorbei. Besser machte es wenig später Thiago Silva. Eine Ecke von Neymar segelte an Freund und Feind vorbei zum zweiten Pfosten. Dort stand der Kapitän der Seleçao mutterseelenallein und drückte das Sportgerät aus kurzer Distanz mit dem linken Knie über die Linie (7.).

Kolumbien will antworten

Die Cafeteros ließen sich weder vom frühen Rückstand, noch vom tobenden Stadion beeindrucken und setzten alles daran, schnell zurück zu schlagen. Dabei tat sich für Cuadrado eine Schusschance von der Strafraumgrenze auf, doch der Mittelfeldmann verzog minimal (11.). Doch damit hatten sich Kolumbiens Tormöglichkeiten zunächst einmal erschöpft.

Tempo und Kampf à la Brasil

Auf der Gegenseite schlug die Scolari-Elf ein irrsinniges Tempo an. Die Cafeteros hatten alle Hände voll zu tun, die anbrandenden Angriffe der Brasilianer abzuwehren, um nicht schon früh höher in Rückstand zu geraten. Hulk (20. und 28.) sowie Marcelo (27.) hatten mit ihren Abschlüssen allerdings Pech.

Die Seleçao hielt auch in der Schlussviertelstunde das Tempo hoch und ließ den Gegner nicht zur Entfaltung kommen. Dabei taten sich immer wieder Einschussmöglichkeiten auf. Ein Kopfball von Fernandinho in der 34. Minute war davon die Beste, doch die Kugel strich am Tor vorbei.

Kolumbien: größtenteils harmlos

Von Engagement, Kampfeswille und Laufbereitschaft wurden die Kolumbianer fast schon eingeschüchtert. Das flüssige Kombinationsspiel, das den Cafeteros noch den Achtelfinalsieg über Uruguay einbrachte, kam nicht richtig in die Gänge. Auch bei Standards blieb die Pekerman-Elf meist ungefährlich, so dass die Führung der Seleçao zur Pause durchaus verdient war.

Zweite Halbzeit: Brasilien zieht sich zurück

Nach dem Wechsel brachte Jose Pekerman Ramos in die Partie. Dafür musste Ibarbo weichen. Der Herthaner besetzte das Sturmzentrum. Luis Felipe Scolari verzichtete zwar auf Wechsel, richtete die Seinen aber taktisch neu aus. Die Seleçao stand fortan tiefer und ließ die Pekerman-Elf erst einmal kommen. Mit einer stabilen Abwehr wollte man offensichtlich auf Konter über den schnellen Neymar hoffen. Für Torschütze Thiago Silva gab es in der 64. Minute allen Grund sich zu ärgern. Mit einer überflüssigen Aktion gegen Torwart Ospina handelte sich der Verteidiger von PSG seine zweite Gelbe Karte ein und wird im Halbfinale gesperrt fehlen (64.).

WM-Tabellenrechner

David Luiz packt den Hammer aus

Wie so oft musste eine Standardsituation herhalten um das Ringen auf dem Feld zu entscheiden. David Luiz legte sich in der 69. Minute knapp 30 Meter vor dem Tor den Ball zu einem Freistoß zurecht. Mit einem fulminanten Schuss in den rechten Torwinkel erzielte der Innenverteidiger das vermeintlich vorentscheidende 2:0 - nur zwei Minuten nachdem auf der Gegenseite ein Yepes-Treffer aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition nicht gegeben worden war.

Die Cafeteros beweisen Moral

Aufgeben wollte Kolumbiens Team das Viertelfinale aber nicht, zumal die Kräfte der Brasilianer immer mehr zu schwinden schienen. In der 78. Minute bediente James den eingewechselten Bacca mit einem Traumpass. Dieser wollte Julio Cesar ausspielen, doch Brasiliens Keeper zog ihm die Beine weg. Klare Sache: Elfmeter für Kolumbien und Gelb für Julio Cesar. James übernahm daraufhin die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß sicher in die linke untere Ecke (80.).

Der Neymar-Schock

Damit waren die Rollen für eine an Dramatik kaum zu überbietende Schlussphase verteilt. Brasilien hatte alle Mann zurückgezogen und wehrte sich völlig "unbrasilianisch" mit Mann, Maus und Befreiungsschlägen gegen die wild anrennenden Cafeteros. Dabei blieb manchmal auch die Fairness auf der Strecke. Hauptleidtragender der harten Gangart war Superstar Neymar. In der 88. Minute sprang Zuniga von hinten in den Stürmer hinein. Mit offensichtlichen Schmerzen musste Neymar auf einer Trage den Platz verlassen.

In der fünfminütigen Nachspielzeit gaben die Kolumbianer noch einmal Gas und hatten noch zwei Chancen nach Freistößen. Ramos (90.+1.) und Quintero (90.+4.) verfehlten jedoch ihr Ziel.

Brasilien trifft damit am Dienstag (08.Juli) um 22 Uhr (MESZ) im Halbfinale in Belo Horizonte auf die deutsche Nationalmannschaft.

Weltmeisterschaft, 2014, Viertelfinale
Brasilien - Kolumbien 2:1
Brasilien - Kolumbien 2:1
Vorfreude 1

Während man auf Seiten Brasiliens auf Landesfarben mit sexy Präsentation setzt ...
© getty images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Brasilien
Aufstellung:
Julio Cesar (3)    
Maicon (3,5) , 
David Luiz (2)    
Thiago Silva (2)            
Marcelo (4) - 
Fernandinho (3) - 
Paulinho (4)    
Oscar (4) , 
Neymar (4,5)    
Hulk (2,5)    
Fred (5)

Einwechslungen:
83. Ramires für Hulk
86. Hernanes für Paulinho
88. Henrique für Neymar

Trainer:
Scolari
Kolumbien
Aufstellung:
Ospina (2,5) - 
Zuniga (4,5) , 
C. Zapata (3,5) , 
Yepes (2,5)        
Armero (3) - 
C. Sanchez (4,5) - 
Cuadrado (3)    
Guarin (4,5) , 
Ibarbo (4,5)    
James (2,5)        
Gutierrez (5)    

Einwechslungen:
46. Ramos (4) für Ibarbo
70. Bacca für Gutierrez
80. Quintero für Cuadrado

Trainer:
Pekerman

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Thiago Silva (7., Linksschuss, Neymar)
2:0
David Luiz (69., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
2:1
James (80., Foulelfmeter, Linksschuss, Bacca)
Gelbe Karten
Brasilien:
Thiago Silva
(2. Gelbe Karte)
,
Julio Cesar
(1.)
Kolumbien:
James
(1. Gelbe Karte)
,
Yepes
(1.)

Spieldaten

Brasilien       Kolumbien
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 13 : 11 Torschüsse
 
gespielte Pässe 292 : 272 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 232 : 202 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 60 : 70 Fehlpässe
 
Passquote 79% : 74% Passquote
 
Ballbesitz 51% : 49% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 55% : 45% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 31 : 23 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 23 : 30 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 3 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
04.07.2014 22:00 Uhr
Stadion:
Estadio Castelao, Fortaleza
Zuschauer:
60342
Spielnote:  3
lebte von der Intensität und den vielen Zweikämpfen, kein spielerischer Leckerbissen, die Abwehrreihen standen im Vordergrund.
Chancenverhältnis:
4:2
Eckenverhältnis:
4:6
Schiedsrichter:
Carlos Velasco Carballo (Spanien)   Note 5,5
verlor bei der Bewertung von Zweikämpfen teilweise völlig den Überblick, hätte Fernandinho (14. gegen James) und Zuniga (44. gegen Hulk) verwarnen müssen, gab Zuniga für sein rotwürdiges Foul an Neymar noch nicht einmal Gelb (86.), übersah weitere Foulspiele und machte viele kleinere Fehler, auch die Abseitsentscheidung beim vermeintlichen Tor von Yepes war falsch, da eine neue Spielsituation entstanden war (67.).
Spieler des Spiels:
Thiago Silva
Traf zum frühen 1:0, organisierte hervorragend seine Abwehr und war zudem ein großes Vorbild in Sachen Kampfgeist.