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11.07.2018, 00:16

Innenverteidiger köpft Frankreich gegen Belgien ins Finale

Matchwinner Umtiti: "Wir waren echte Kerle"

Nach 1998 und 2006 steht Frankreich zum dritten Mal in einem WM-Finale. In einem ausgeglichenen Halbfinale gegen Belgien rangen Les Bleus den Nachbarn mit 1:0 nieder und greifen nun am Sonntag in Moskau nach dem Titel. Während Trainer Didier Deschamps den Hut vor seiner Mannschaft zog, hob Siegtorschütze Samuel Umtiti die kämpferische Vorstellung der Equipe Tricolore hervor.

Samuel Umtiti (r.)
Matchwinner: Innenverteidiger Samuel Umtiti (r.) köpfte Frankreich ins Finale nach Moskau.
© Getty ImagesZoomansicht

Es war bezeichnend für die laufende Weltmeisterschaft, bei der so viele Tore nach Standards gefallen sind, dass auch der entscheidenden Szene im Halbfinale zwischen Frankreich und Belgien (1:0) ein ruhender Ball vorausging. Antoine Griezmann servierte eine Ecke an den kurzen Pfosten, wo sich der aufgerückte Innenverteidiger Umtiti gegen Marouane Fellaini durchsetzte und zum 1:0 für die Equipe Tricolore einköpfte (51.).

Am Ende einer unterhaltsamen und abwechslungsreichen Partie reichte das Tor zum Einzug ins Finale. Frankreich verteidigte im Anschluss an den Treffer geschickt und brachte die Führung so über die Zeit. "Ich platze vor Stolz", strahlte Torschütze Umtiti nach Spielende. "Wir haben ein großes Match gemacht. Ich hatte das Glück, zu treffen." Dem 24-Jährigen hatte vor allem die kämpferische Vorstellung seiner Mannschaft gefallen. "Wir waren echte Kerle", erklärte der Mann vom FC Barcelona. "Das mussten wir sein, um ins Finale einzuziehen."

Deschamps: 1998 Weltmeister als Spieler, 2018 als Trainer?

Trainer Deschamps bezeichnete den dritten Finaleinzug nach 1998 und 2006 als "etwas ganz Besonderes, etwas Außergewöhnliches". Der 49-Jährige hatte die Equipe Tricolore 1998 als Kapitän zum WM-Titel geführt - nun könnte er dieses Kunststück als Trainer wiederholen. "Ich bin sehr glücklich für meine jungen Spieler, sie haben so viel Charakter", sprach der Nationalcoach seiner Mannschaft ein großes Lob aus.

Wir schreiben unsere eigene Geschichte - das funktioniert bislang ganz gut.Frankreichs Innenverteidiger Samuel Umtiti

Samuel Umtiti
Goldenes Tor: Samuel Umtiti trifft im Halbfinale gegen Belgien nach einer Ecke zum 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

"Es war schwer gegen ein so starkes Team wie Belgien, das Tor hat uns verdammt gutgetan", gestand Deschamps. Besonders im ersten Durchgang hätte sich Frankreich nicht über einen Rückstand beschweren dürfen, brachte die Führung in Hälfte zwei aber clever über die Zeit. "Wir hätten unsere Konter besser nutzen können", monierte der Trainer, schob aber nach: "Hut ab vor meinem Team."

Nach sieben Stunden: Angreifer Giroud weiter ohne Torschuss

Bei der Freude über den Finaleinzug fiel es auch nicht ins Gewicht, dass Angreifer Olivier Giroud nach über sieben Stunden Einsatzzeit bei der laufenden WM weiter auf seinen ersten Schuss aufs Tor wartet. Der Stürmer arbeitete defensiv viel mit und setzte einen Kopfball in Hälfte eins nur knapp neben das Gehäuse (31.) - das Toreschießen übernahm derweil Innenverteidiger Umtiti. Bereits im Viertelfinale gegen Uruguay (2:0) war es Innenverteidiger Raphael Varane gewesen, der den Sieg mit seinem Führungstor auf den Weg gebracht hatte.

Vor zwei Jahren mussten sich Les Bleus im EM-Finale Portugal geschlagen geben (0:1). Nun will Frankreich seine Turnierleistung am Sonntag in Moskau (17 Uhr) mit dem Titel krönen. Vergleiche mit der Weltmeister-Mannschaft von 1998 lehnte Matchwinner Umtiti ab: "Wir schreiben unsere eigene Geschichte - das funktioniert bislang ganz gut."

jly

 
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weitere Infos zu Umtiti

Vorname:Samuel
Nachname:Umtiti
Nation: Kamerun
  Frankreich
Verein:FC Barcelona
Geboren am:14.11.1993

weitere Infos zu Deschamps

Vorname:Didier
Nachname:Deschamps
Nation: Frankreich


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