Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
24.06.2018, 23:03

Polen muss vorzeitig die Heimreise antreten

Nawalka nach WM-Aus: "Morgen ist ein neuer Tag"

Es sollte das Turnier der Polen werden. In einer Gruppe mit Kolumbien, Japan und dem Senegal standen die Chancen auf ein Erreichen der K.-o.-Runde nicht wirklich schlecht. Diese Einschätzung hatte allerdings nur vor der Weltmeisterschaft Gültigkeit - die Realität schaut ganz anders aus: Die "Biale Orly", die weißen Adler, haben eine gewaltige Bruchlandung hingelegt und scheiden vorzeitig aus.

Adam Nawalka
Enttäuscht über das Ausscheiden: Polens Trainer Adam Nawalka.
© Getty ImagesZoomansicht

Einem 1:2 zum Auftakt gegen den Senegal folgte am Sonntagabend ein glattes 0:3 gegen Kolumbien. Null Punkte, 1:5 Tore - statt Achtelfinale heißt es in der kommenden Woche nun: Koffer packen. Zwar sei, so Polens Nationaltrainer Adam Nawalka, "die Partie bis zum Gegentor sehr ausgeglichen" gewesen, jedoch stellte Kolumbien von Beginn an das kampf- und spielstärkere Team.

Dass nach 90 Minuten ein deutliches 0:3 stand, schmerzte den 60-Jährigen. Allerdings betonte er, dass seine Spieler "wirklich ihr Bestes gegeben haben - bis zum Schluss". Akzeptieren müsse man, dass man "gegen ein starkes Team verloren" habe. Doch nicht nur die Niederlage schmerzte - die Folge dieser Pleite wiegt viel schlimmer: das WM-Aus. "Ich bin sehr getrübt, aber morgen ist ein neuer Tag", so der Trainer. "Wir müssen damit leben."

Wechselspiele fruchteten nicht

Mit vier Änderungen in seiner Startelf wollte Nawalka ein "mutiges" Zeichen setzen und schickte mit Bednarek, Bereszynski, Goralski und Kownacki für Cionek, Blaszczykowski, Milik und Grisicki ein, seiner Meinung nach, "optimal zusammengestelltes Team" auf den Rasen. "Leider weiß man erst immer nach dem Spiel, ob die Wechsel gefruchtet haben", so Nawalka, der jedoch sicher war, dass seine Aufstellung "keinen Einfluss auf das Ergebnis hatte".

Manchmal passiert es im Fußball, dass das erste Tor den Rest der Partie vorbestimmt.Adam Nawalka

"Manchmal passiert es im Fußball, dass das erste Tor den Rest der Partie vorbestimmt", sagte Nawalka. Mit zunehmender Zeit habe er das System immer offensiver gestalten müssen und versucht, "mit einem weiteren Stürmer das Ruder noch herumzureißen". Dementsprechend, so der Coach, "war klar, dass Kolumbien immer mehr Platz bekommt. Das haben sie gut ausgenützt und deshalb auch gewonnen. Dementsprechend gehen auch meine Glückwünsche nach Kolumbien."

Abschied gegen Japan

Nun hat Polen noch eine Partie, um sich mit Anstand aus dem Weltturnier zu verabschieden. Es geht gegen Tabellenführer Japan. Die "Samurai Blue", die sich den Platz an der Sonne mit dem punkt- und torgleichen Senegal (vier Punkte, 4:3 Tore) teilen, seien allerdings ebenfalls "ein schwieriger Gegner. Das japanische Team ist gut vorbereitet und spielt einen sehr kollektiven Fußball." Nach dem vorzeitigen Ausscheiden hielt Nawalka den Ball flach, versprach zumindest aber eines: "Wir werden unser Bestes geben."

kög

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 25.06., 10:58 Uhr
Polens Fans sprachlos - "Kolumbien war ein Erlebnis"
Das konnte man nicht unbedingt erwarten: Polen, in der Heimat als Geheimfavorit gehandelt, ist schon in der Vorrunde ausgeschieden. Die Fans sind entsetzt - die Kolumbianer dagegen feiern.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS
 
Seite versenden
zum Thema

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein FußballQuiz eMagazine