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Panama

Panama

1
:
2

Halbzeitstand
1:0
Tunesien

Tunesien


PANAMA
TUNESIEN
15.
30.
45.




60.
75.
90.













Panama erzielt zweites Tor bei einer Weltmeisterschaft

Nach 40 Jahren: Khazri führt Tunesien zum Sieg

Tunesien hat gegen Panama den ersten Sieg dieser Weltmeisterschaft eingefahren (2:1) und beendete die Gruppe G damit auf dem dritten Platz. Historisch gesehen war dies immens wichtig. Die Schützlinge von Trainer Nabil Maaloul waren auch über die gesamte Spieldauer die aktivere Mannschaften, gerieten allerdings in Rückstand. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Adler von Kartago noch einmal die Schlagzahl - und drehten das Spiel.

Khazri dreht nach seinem Treffer zum 2:1 jubelnd ab.
Khazri dreht nach seinem Treffer zum 2:1 jubelnd ab.
© Getty ImagesZoomansicht

Panamas Coach Hernan Dario Gomez tauschte nach der 1:6-Klatsche gegen England viermal: Machado, Ovalle, Avila und Gabriel Torres spielten anstelle von Murillo, Davis, Cooper und Perez.

Tunesiens Trainer Maaloul wechselte im Vergleich zur 2:5-Pleite gegen Belgien gleich sechsmal: Torhüter Ben Mustapha, Bronn, Syam Ben Youssef, Maaloul, Khaoui und Badri mussten weichen. Keeper Mathlouthi, Nagguez, Haddadi, Bedoui, Chaalali und Sliti begannen. Damit setzte der Coach im dritten Spiel den dritten Keeper ein: Gegen Belgien (2:5) stand Ben Mustapha im Tor, gegen England (1:2) spielte Hassen, der sich während des Spiels an der Schulter verletzte.

Beide Teams hatten zuvor beide Spiele verloren und waren damit bereits ausgeschieden. Es ging also nur noch um Platz drei. Tunesien war im ersten Durchgang sehr dominant, hatte insgesamt 73 Prozent Ballbesitz. Sliti verzog (10.) und Bedouis Kopfball griff sich Keeper Penedo. Auch wenn die Maaloul-Schützlinge wesentlich mehr vom Spiel hatten, sprangen wenig klare Chancen heraus.

Rodriguez trifft aus dem Nichts

In einer Partie auf überschaubarem Niveau mit vielen technischen Fehlern tat sich Panama in der Offensive sehr schwer - ging allerdings aus dem Nichts in Führung: Rodriguez hielt aus der Distanz drauf, Meriah fälschte den Ball unhaltbar für Keeper Mathlouthi ab (33.). Die Tunesier waren um eine sofortige Antwort bemüht: Ben Youssef köpfte rechts vorbei (39.), Khazri verzog zunächst (41.) und scheiterte kurz vor dem Seitenwechsel an Penedo (45.+1). Somit ging es mit einem 1:0 für den Underdog in die Kabinen.

Tunesien kombiniert sich zum Ausgleich

Auch im zweiten Durchgang war Tunesien wieder die tonangebende Mannschaft, mit dem Unterschied, dass sie sich dieses Mal belohnten: Khazri legte mit Übersicht quer auf Ben Youssaf, der schob aus kurzer Distanz zum Ausgleich ein (51.). Es war das 2500. Tor bei Weltmeisterschaften. Der Torschütze hätte seine Farben zwei Minuten später fast in Führung gebracht, er scheiterte allerdings alleine vor dem Tor an Keeper Penedo.

Khazri belohnt sich

Die Adler von Kartago waren nun klar am Drücker, Panama ging mehr und mehr die Puste aus. Khazri verpasste die Führung für Tunesien (62.). La Marea Roja setzte schließlich offensiv doch noch einen Nadelstich, Barcenas vergab nach einer Unaufmerksamkeit von Mathlouthi (63.). Aber nur drei Zeigerumdrehungen später brachte Khazri, der auffälligste Spieler auf dem Feld, Tunesien in Führung (66.). Beinahe hätte Panama die richtige Antwort gegeben, Barcenas traf auch zum Ausgleich, aber vorher lag wohl ein Foul von Tejada vor - der Treffer zählte nicht (73.). Anschließend flachte die Partie ab, Tunesien spielte es clever zu Ende. In der Nachspielzeit bot sich Godoy noch die Chance zum Ausgleich, er verzog per Volley (90.+2).

Am Ende blieb es beim 2:1 und die Adler von Kartago beendeten die WM mit drei Punkten auf dem dritten Platz in Gruppe G. WM-Neuling Panama holte beim Debüt bei einer Weltmeisterschaft keinen Punkt, erzielte allerdings immerhin zwei Treffer.

40 Jahre des Wartens auf einen Sieg bei einer Weltmeisterschaft waren somit für Tunesien endlich vorüber. Anno 1978 war direkt beim Debüt ein 3:1 gegen Mexiko gelungen. Danach hatte es in 13 Spielen vier Unentschieden und neun Niederlagen gegeben.

Weltmeisterschaft, 2018, Vorrunde, 3. Spieltag
Panama - Tunesien 1:2
Panama - Tunesien 1:2
Zunge raus

Die Anhänger Panamas, Belgiens und Thunesiens vor dem Spiel. Der Mittlere ist im falschen Stadion, sein Team spielt gegen England in Kaliningrad.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Panama
Aufstellung:
Penedo (3) - 
Machado (3) , 
R. Torres (3,5)        
Escobar (4) , 
Ovalle (4,5) - 
Gomez (4)    
Barcenas (4,5) , 
Godoy (3,5) , 
Avila (4,5)        
G. Torres (5)    

Einwechslungen:
46. Cummings (4) für G. Torres
56. Tejada (4)     für R. Torres
81. Arroyo für Avila

Trainer:
Gomez
Tunesien
Aufstellung:
A. Mathlouthi (3)    
Nagguez (3,5) , 
Bedoui (3) , 
Meriah (4,5) , 
Haddadi (3) - 
Sassi (3)        
Skhiri (3) , 
Chaalali (4)    
F. Ben Youssef (3)    
Khazri (2)        
Sliti (3,5)    

Einwechslungen:
46. Badri (2,5)     für Sassi
77. Khalil für Sliti
89. Srarfi für Khazri

Trainer:
Maaloul

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Meriah (33., Eigentor, Hüfte, J. Rodriguez)
1:1
F. Ben Youssef (51., Rechtsschuss, Khazri)
1:2
Khazri (66., Rechtsschuss, Haddadi)
Gelbe Karten
Panama:
Avila
(1. Gelbe Karte)
,
Gomez
(1.)
,
Tejada
(1.)
Tunesien:
Sassi
(2. Gelbe Karte)
,
Badri
(1.)
,
Chaalali
(1.)

Spieldaten

Panama       Tunesien
Tore 1 : 2 Tore
 
Torschüsse 9 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 277 : 618 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 206 : 530 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 71 : 88 Fehlpässe
 
Passquote 74% : 86% Passquote
 
Ballbesitz 31% : 69% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 46% : 54% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 18 : 19 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 1 Abseits
 
Ecken 0 : 6 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
28.06.2018 20:00 Uhr
Stadion:
FIFA WM-Stadion Saransk, Saransk
Zuschauer:
37168
Spielnote:  3,5
trotz des hohen Tempos eine Partie auf überschaubarem Niveau, speziell vor der Pause. Dank Tunesien nach der Pause deutlich besser.
Chancenverhältnis:
3:8
Eckenverhältnis:
0:6
Schiedsrichter:
Nawaf Abdulla Shukralla (Bahrain)   Note 2,5
löste die wenigen kniffligen Szenen souverän, überzeugte mit klarer Körpersprache.
Spieler des Spiels:
Wahbi Khazri
ein Tor, eine Vorlage, der Angreifer von Stade Rennes drehte vor allem in der zweiten Halbzeit auf und sorgte für den ersten tunesischen WM-Sieg seit 1978.

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