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Südkorea

Südkorea

2
:
0

Halbzeitstand
0:0
Deutschland

Deutschland


SÜDKOREA
DEUTSCHLAND
15.
30.
45.










60.
75.
90.













Weltmeister von 2014 fährt nach der Vorrunde nach Hause

0:2 gegen Südkorea: Deutschland verpasst das Achtelfinale!

Die deutsche Nationalmannschaft hat das Achtelfinale bei der WM in Russland verpasst: Der Weltmeister von 2014 verlor gegen Südkorea spät mit 0:2. In der Kasan-Arena blieb die DFB-Auswahl erneut Vieles schuldig und ist bereits nach der Vorrunde raus.

Er blieb gegen Südkorea glücklos: DFB-Angreifer Timo Werner.
Er blieb gegen Südkorea glücklos: DFB-Angreifer Timo Werner.
© Getty ImagesZoomansicht

Südkoreas Coach Tae-Yong Shin baute sein Team nach der 1:2-Niederlage gegen Mexiko viermal um: Hong, der Augsburger Koo, Jung und Yun begannen anstelle von Kim, Kapitän Ki (Wadenverletzung), Ju und Salzburgs Hwang.

Bundestrainer Joachim Löw blieb nach dem späten 2:1-Erfolg über Schweden erneut konsequent - und veränderte seine Mannschaft auf gleich fünf (!) Positionen: Hummels und Süle verteidigten für Boateng (Gelb-Rot) und Rüdiger (Bank). Khedira rückte für den verletzten Rudy (Nasenbeinbruch) zurück in die erste Elf. Dazu mussten Draxler und Müller ihren Platz räumen - Özil und WM-Debütant Goretzka starteten dafür.

Neuer zeigt Nerven

Vom Start weg zeigte Südkorea keinen großen Respekt, lief die deutsche Mannschaft extrem früh in deren Hälfte an. Der amtierende Weltmeister war vorerst auf Sicherheit bedacht, ging kein zu großes Risiko ein. Die gefährlichste Szene der Anfangsviertelstunde initiierte Reus, der allerdings mit dem Zuspiel auf Goretzka die falsche Option wählte (14.). Fünf Minuten später meldeten sich die Südkoreaner erstmals wirklich an: Neuer ließ einen Freistoß von Jung aus 30 Metern prallen - und musste dann in allerhöchster Not vor dem einschussbereiten Son retten (19.).

Hummels schnuppert am 1:0

Deutlich zwingender waren insgesamt allerdings die Taegeuk Warriors, die in der 25. Minute beinahe das 1:0 bejubeln hätten dürfen: Son zog einen wuchtigen Volley aus halbrechter Position nur knapp über den Querbalken. In der ersten Hälfte hatte die DFB-Auswahl zwar deutlich mehr Ballbesitz, wusste mit dem Leder aber viel zu selten etwas anzufangen. Erst ein abgefälschter Werner-Schuss brachte Südkoreas Schlussmann Cho erstmals in Verlegenheit (39.). Bei der folgenden Ecke scheiterte dann Hummels aus kurzer Distanz am gegnerischen Torhüter (40.). Nach dem zähen Ringen ging es letztlich mit 0:0 in die Kabine.

Schwedens Führung erhöht den Druck

Nach dem Seitenwechsel dauerte es lediglich drei Minuten, ehe das 1:0 für die deutsche Mannschaft in der Luft lag: Kimmich fand den völlig freien Goretzka, dessen Kopfball Keeper Cho zu einer Glanzparade zwang (48.). Nun erhöhte die DFB-Auswahl die Taktzahl, was der brandgefährliche Volley von Werner kurz darauf verdeutlichte (51.). Wohl auch weil die Information durchsickerte, dass die Schweden im Parallelspiel in Führung gegangen waren, reagierte Löw: Gomez ersetzte den blassen Khedira, Müller kam für Goretzka (58., 63.).

Gomez bringt Gefahr

Durch die beiden Wechsel boten sich immer mehr Räume für den Underdog, der diese gut ausfüllte. Einzig Hummels blieb der deutsche "Turm" in der Abwehrschlacht, der alles abräumte, was auf das Tor von Neuer zurollte. Am anderen Ende des Platzes war es Gomez, der den Puls von Keeper Cho mal wieder in die Höhe trieb (68.). Kurz darauf verpasste der Stuttgarter in aussichtsreicher Position das Leder (71.).

Als die Schlussviertelstunde anbrach, ging die Suche nach dem ersten Tor des Tages weiter. Löw sah sich erneut zum Handeln gezwungen und nahm Hector vom Platz - Brandt übernahm (78.). Sekunden später sorgte Son für den nächsten kleinen Schock-Moment, schoss aber links vorbei.

Südkorea sticht zweimal spät

Deutschland suchte das Risiko, doch weiter war zu wenig Bewegung im Spiel. Kurz vor Schluss wurde es dann aber doch nochmal gefährlich: Der aufgerückte Hummels verfehlte aus vier Metern sein Ziel, Kroos zielte an der Strafraumkante nicht genau genug (87., 88.). Zu Beginn der sechsminütigen Nachspielzeit rutschte den deutschen Fans dann das Herz in die Hose: Kroos bediente im eigenen Strafraum Innenverteidiger Kim, der aus nächster Nähe Neuer düpierte - 1:0 (90.+3). In der Folge ging auch Neuer mit nach vorne, sodass Son den Ball gar noch ins leere Tor schieben durfte (90.+6). Weil Hummels kurz darauf noch einmal über den Querbalken köpfte, blieb es schließlich beim 0:2, das das Vorrunden-Aus besiegelte.

WM-Turnierrechner
Weltmeisterschaft, 2018, Vorrunde, 3. Spieltag
Südkorea - Deutschland 2:0
Südkorea - Deutschland 2:0
Die Spielstätte

Das letzte deutsche Gruppenspiel stieg in der Kasan-Arena - hier: die Ruhe vor dem Sturm.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Südkorea
Aufstellung:
H.-W. Cho (2,5) - 
Y. Lee (3,5) , 
H.-S. Jang (2,5) , 
Y.-G. Kim (2)    
Hong (3,5) - 
Koo (4)    
Jung (4)    
Moon (4)        
Yun (4) - 
J.-S. Lee (4)    
Son (2,5)            

Einwechslungen:
56. H.-C. Hwang     für Koo
69. S.-J. Ju für Moon
79. Y.-H. Go für H.-C. Hwang

Trainer:
Tae-Yong Shin
Deutschland
Aufstellung:
Neuer (4)    
Kimmich (4,5) , 
Süle (3,5) , 
Hummels (3) , 
J. Hector (4)    
Khedira (5)    
T. Kroos (5,5) - 
Goretzka (5,5)    
Özil (5) , 
Reus (5,5) - 

Einwechslungen:
58. Gomez (5) für Khedira
63. T. Müller für Goretzka
78. Brandt für J. Hector

Trainer:
Löw

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Y.-G. Kim (90. + 2, Linksschuss)
2:0
Son (90. + 6, Linksschuss, S.-J. Ju)
Gelbe Karten
Südkorea:
Jung
(2. Gelbe Karte)
,
J.-S. Lee
(1.)
,
Moon
(1.)
,
Son
(1.)
Deutschland:
-

Spieldaten

Südkorea       Deutschland
Tore 2 : 0 Tore
 
Torschüsse 12 : 28 Torschüsse
 
gespielte Pässe 248 : 698 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 174 : 625 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 74 : 73 Fehlpässe
 
Passquote 70% : 90% Passquote
 
Ballbesitz 26% : 74% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 38% : 62% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 16 : 7 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 6 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 
Ecken 3 : 9 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
27.06.2018 16:00 Uhr
Stadion:
Kasan-Arena, Kasan
Zuschauer:
41835
Spielnote:  4,5
wenig Tempo, wenig fußballerisches Können, am Ende immerhin Spannung und Dramatik.
Chancenverhältnis:
5:6
Eckenverhältnis:
3:9
Schiedsrichter:
Mark Geiger (USA)   Note 3
insgesamt solide, Gelb gegen Son wegen vermeintlicher Schwalbe war aufgrund des Kontaktes zu Reus zu hart.
Spieler des Spiels:
Young-Gwon Kim
Der Abwehrspieler Young-Gwon Kim schaffte den Spagat: Hinten machte er einen guten Job und ordnete das Team, vorne tauchte er plötzlich ebenfalls auf und machte das Tor zu Südkoreas 1:0.

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