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Schweiz

Schweiz

2
:
2

Halbzeitstand
1:0
Costa Rica

Costa Rica


SCHWEIZ
COSTA RICA
15.
30.
45.









60.
75.
90.













Die Nati trifft in der Runde der letzten 16 auf Schweden

Trotz Hektik und Sommer-Eigentor: Schweiz im Achtelfinale

Im Stadion Nischni Nowgorod zeigten die bereits ausgeschiedenen Costa-Ricaner im Duell mit der aufs Achtelfinale blickenden Schweiz eine starke Leistung. Die Nati war zwar optisch überlegen, allerdings verzeichneten Los Ticos die besseren Chancen. Trotzdem gingen die letztlich eine Runde weitergezogenen Eidgenossen zweimal in Führung, wenngleich sich Costa Rica zurück kämpfte und in der Nachspielzeit das 2:2 einstrich.

Denis Zakaria
Angeregte Diskussion: Schweiz' Denis Zakaria ist mit der Entscheidung des Unparteiischen Clement Turpin nicht einverstanden.
© Getty ImagesZoomansicht

Schweiz-Trainer Vladimir Petkovic tauschte nach dem 2:1-Erfolg über Serbien zweifach: Zuber war krank, Seferovic musste auf der Bank Platz nehmen. Embolo und Gavranovic durften dafür von Beginn an ran.

Costa Ricas Coach Oscar Ramirez nahm nach der 0:2-Niederlage gegen Brasilien drei Veränderungen vor: Campbell, Colindres und Waston starteten für Venegas, Urena und Duarte (alle Bank).

Aussichtsreiche Lage?

Die Schweiz befand sich vor Spiel drei in der Gruppenphase in einer ähnlichen Situation wie die deutsche Nationalmannschaft. Der Gruppensieg war realistisch, aber auch das Ausscheiden aus dem Turnier. Für Costa Rica war bereits klar, dass der Heimweg nach dem Spiel gegen die Schweiz angetreten wird.

Vor dem letzten Spieltag der Gruppe E verkündete Ruiz, der Kapitän von Costa Rica, das bisher zwei Niederlagen einfuhr, dass man "erhobenen Hauptes" gehen wolle. In der Partie gegen die Schweiz war bereits früh erkennbar, dass Los Ticos diese Ankündigung wahrmachen wollten. Costa Rica lief in der Anfangsphase Sturm - und die Schweiz? War nicht auf Betriebstemperatur. Lediglich Schlussmann Yann Sommer war zur Stelle und sorgte dafür, dass seine Mannschaft die Drangphase des Gegners schadlos überstand.

Schweiz schwimmt, Sommer glänzt

Denn in der 6. Minute hätte das Netz bereits zappeln können: Borges stand nach einer Hereingabe mutterseelenalleine vor dem Gehäuse der Nati, schloss per Kopf ab und zwang den 29-Jährigen Schlussmann der Schweizer zu einer Glanztat. Wenige Minuten später war Sommer geschlagen, doch Aluminium rettete. Colindres profitierte von einem Zusammenprall im Mittelfeld, schnellte auf das Tor zu, hielt aus 19 Metern drauf und ließ den Querbalken beben.

Costa Rica hatte den nötigen Mumm und traute sich etwas. So zog Oviedo einfach mal vom linken Strafraumeck ab und forderte erneut Yann Sommer im Schweizer Gehäuse, der den Ball gerade noch am Pfosten vorbeilenken konnte (19.).

Dzemailis Tor als Weckruf?

In der 31. Minute zappelte das Netz schließlich, aber auf der anderen Seite. Eine Lichtsteiner-Flanke wurde von Embolo quer vor das Tor gespielt. Dort stand Dzemaili, dessen Schuss aus kurzer Distanz nicht mehr entscheidend geblockt werden konnte. Der Führungstreffer kam nahezu aus dem Nichts - und dabei hätte es glatt 0:2 stehen können. Mit dem durchaus glücklichen Stand von 1:0 gingen die Mannschaften in die Kabinen.

Costa Ricas Bryan Oviedo
Wie denn das? Bryan Oviedo wundert sich über den zwischenzeitigen Rückstand.
© Getty ImagesZoomansicht

Im zweiten Spielabschnitt spielte Costa Rica munter weiter, näherte sich durch einen Volley von Campbell das erste Mal wieder an (48.). Los Ticos behielten das Tempo bei und belohnten sich schließlich für den Aufwand: Waston stieg hoch und köpfte eine Campbell-Ecke zum hochverdienten Ausgleich - 1:1 (56.)! Nun hatte jede Mannschaft im Turnier mindestens einmal getroffen. Das Spiel flachte zunehmend ab - bis zur 78. Minute. Drmic war Empfänger einer Embolo-Flanke und köpfte das Leder an den Pfosten. Das wäre ein weiterer Nackenschlag aus dem Nichts für die mutigen Costa-Ricaner gewesen. Doch kurz vor Schluss der Partie passierte es dann doch: Joker Drmic schob die Kugel nach einem Zuspiel von Zakaria ein und bescherte der Schweiz die erneute Führung (88.).

Ruiz vom Punkt, Sommer im Pech

Aber das sollte es noch nicht gewesen sein: In der zweiten Minute der Nachspielzeit zeigte der Unparteiische nach Foul von Zakaria an Campbell auf den Punkt - Strafstoß für Costa Rica. Nur wenige Minuten zuvor war eine Elfmeter-Entscheidung aufgrund von Abseits revidiert worden (90.+1). Kapitän Ruiz brachte den Elfmeter über Umwege im Tor unter und sorgte persönlich für das Einhalten seiner Ankündigung - 2:2. Pechvogel war dabei Schlussmann Sommer, dem die Kugel nach Berührung der Latte auf den Rücken und letztlich Tor fiel - Eigentor (90.+3). Für die Nati reichte der eine Zähler dennoch, um Platz zwei und somit das Achtelfinale sicher zu machen.

WM-Turnierrechner

Die Schweiz ist nun im Achtelfinale am Dienstag (16 Uhr) in Sankt Petersburg gegen Schweden gefordert. Der Gruppenerste Brasilien muss indes am Montag (16 Uhr) in Samara gegen Mexiko ran.

Weltmeisterschaft, 2018, Vorrunde, 3. Spieltag
Schweiz - Costa Rica 2:2
Schweiz - Costa Rica 2:2
Die Fahnen wehen

Die Fans von Costa Rica und der Schweiz strömen ins Stadion.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Schweiz
Aufstellung:
Sommer (2) - 
Lichtsteiner (3)        
Schär (4)    
Akanji (3,5) , 
Behrami (3,5)    
G. Xhaka (3,5) - 
Shaqiri (3)    
Dzemaili (2,5)    
Embolo (3) - 
Gavranovic (4)    

Einwechslungen:
60. Zakaria (4)     für Behrami
69. Drmic     für Gavranovic
81. Lang für Shaqiri

Trainer:
Petkovic
Costa Rica
Aufstellung:
Navas (3,5) - 
Acosta (3,5) , 
Gonzalez (3,5) , 
Waston (3)        
Gamboa (4)        
Borges (4) , 
Guzman (3,5)    
Oviedo (2,5) - 
Colindres (2,5)    
B. Ruiz (3,5)    
J. Campbell (2,5)    

Einwechslungen:
81. Wallace für Colindres
90. + 1 Azofeifa für Guzman
90. + 3 Smith für Gamboa

Trainer:
Ramirez

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Dzemaili (31., Rechtsschuss, Embolo)
1:1
Waston (56., Kopfball, J. Campbell)
2:1
Drmic (88., Rechtsschuss, Zakaria)
2:2
Sommer (90. + 3, Eigentor, Rücken, B. Ruiz)
Gelbe Karten
Schweiz:
Lichtsteiner
(2. Gelbe Karte)
,
Zakaria
(1.)
,
Schär
(2.)
Costa Rica:
Gamboa
(1. Gelbe Karte)
,
J. Campbell
(1.)
,
Waston
(1.)

Besondere Vorkommnisse
B. Ruiz schießt Foulelfmeter an die Latte (90. + 3)

Spieldaten

Schweiz       Costa Rica
Tore 2 : 2 Tore
 
Torschüsse 13 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 565 : 341 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 489 : 268 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 76 : 73 Fehlpässe
 
Passquote 87% : 79% Passquote
 
Ballbesitz 62% : 38% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 56% : 44% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 9 : 14 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 14 : 9 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 
Ecken 6 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
27.06.2018 20:00 Uhr
Stadion:
FIFA WM-Stadion Nischni Nowgorod, Nischni Nowgorod
Zuschauer:
43319
Spielnote:  3
gerade anfangs ein unerwartet kurzweiliges Spiel in Nischni Nowgorod. Costa Rica wollte sich unbedingt mit einem ordentlichen Auftritt verabschieden, das gelang dem Team auch.
Chancenverhältnis:
6:8
Eckenverhältnis:
6:5
Schiedsrichter:
Clement Turpin (Frankreich)   Note 4
blieb weitgehend unauffällig, was für einen Schiedsrichter keine schlechte Eigenschaft ist. Am Ende mit einer falschen Elfmeterentscheidung.
Spieler des Spiels:
Yann Sommer
Torhüter Yann Sommer bewahrte die Schweiz mit starken Paraden gerade zu Beginn vor dem Rückstand. Vor allem sein Reflex gegen Celso Borges’ Kopfball war sehenswert (6.).

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