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Nigeria

Nigeria

1
:
2

Halbzeitstand
0:1
Argentinien

Argentinien


NIGERIA
ARGENTINIEN
15.
30.
45.











60.
75.
90.














Argentinien zieht mit einem 2:1 ins Achtelfinale ein

Nach Messi-Traumtor: Rojo mit Herzschlagfinale

...und wieder einmal darf sich das argentinische Fußball-Volk auch bei Leo Messi bedanken. Wie schon während der WM-Qualifikation hat der Kapitän seine Albiceleste gerade so vor dem Aus bewahrt. Diesmal nur nicht ganz im Alleingang. Denn nach einem Traumtor des Barça-Stars war es Abwehrmann Rojo, der die Südamerikaner im abschließenden und alles entscheidenden Gruppenfinale gegen Nigeria kurz vor Schluss mit einem 2:1 ins Achtelfinale schoss.

Marcos Rojo
Held des Abends: Marcos Rojo schoss Argentinien gerade noch so ins Achtelfinale.
© Getty ImagesZoomansicht

Nigerias Trainer Gernot Rohr, der mit seiner Auswahl zuletzt ein überzeugendes 2:0 über Island gefeiert hatte, nahm vor diesem alles entscheidenden Duell keine Wechsel vor. Der 64-jährige Deutsche vertraute auf den Leitsatz "Never change a winning team" und schickte wie gewohnt den Mainzer Balogun, Kapitän Mikel, Flügelangreifer Moses sowie die beiden Stürmer Musa und Iheanacho ins Rennen.

Spannend war dagegen die Frage, wie der längst angezählte Jorge Sampaoli reagieren würde. Der argentinische Trainer, der jüngst süffisant "bestätigt" hatte, dass ohnehin Messi die Aufstellung mache, nahm im Vergleich zum 0:3 gegen Kroatien ganze fünf Veränderungen vor: Für Keeper Willy Caballero hütete der 31-jährige WM-Debütant Armani (erstes Länderspiel überhaupt) das Tor. Außerdem mussten Salvio, Acuna, Aguero und Meza für Rojo, Banega, di Maria und Higuain weichen. Higuains kongenialer Juve-Partner Dybala blieb derweil wieder nur ein Platz auf der Bank übrig.

Messis erstes Kunststück

Von dort sah Dybala in den ersten Minuten folgendes Bild: Unter den Augen von Legende Diego Maradona, der wie so oft auf der Tribüne wild gestikulierte und noch ein Gebet gen Himmel entsendete, schlichen sich im Aufbau der Albiceleste und vor allem bei Routinier Mascherano (34) einige Fehler ein. Auch die häufigen Versuche, Messi in Szene zu setzen, scheiterten anfangs noch. Und so ergaben sich einige durchaus gefährliche Angriffe der Nigerianer, die diese allerdings nicht gut genug ausspielen konnten.

In der 14. Minute war das alles aber vergessen - dann schlug erstmals bei dieser Weltmeisterschaft die Stunde von Messi. "La Pulga" sah, wie sein Kollege Banega den Ball nahe der Mittellinie führte - und schon sprintete der Superstar los, enteilte Gegenspieler Omeruo, verarbeitete das weite wie perfekte Zuspiel glänzend mit dem linken Oberschenkel sowie dem linken Fuß und donnerte die Kugel schließlich unhaltbar aus leicht spitzem Winkel ins linke obere Eck. Der Jubel hinterher kannte für Augenblicke erst einmal keine Grenzen mehr - auch bei Maradona nicht.

Messi scheitert am Aluminium

Mit dem 1:0 im Rücken entwickelte sich bei den Südamerikanern fortan etwas Spielfreude: Die Abwehr wirkte sicher, Mascherano verteilte die Bälle souverän und Messi suchte mit messerscharfen Steilpässen unter anderem Higuain (27.) oder den pfeilschnellen di Maria (32.). Der Kapitän selbst nahm sich außerdem der Sache bei einem aussichtsreichen Freistoß an, legte sich die Kugel zurecht und schlenzte sie an den rechten Pfosten. Nigerias Schlussmann Uzoho war mit den Fingerspitzen noch dran (34.).

Kurzum: Argentinien hatte alles im Griff und nahm das 1:0 mit in die Halbzeitpause. Spannung war allerdings weiterhin geboten, denn: Sollte Island im Parallelspiel gegen Kroatien (0:0 nach 45 Minuten) treffen, würde die Albiceleste plötzlich einen Zwei-Tore-Vorsprung benötigen.

Moses schockt Argentinien vom Punkt

Mit diesem Wissen ausgestattet wollten Higuain & Co. sicherlich nachlegen. Wollten... Denn es passierte das, was nicht hätte passieren dürfen: Altmeister Mascherano zog im Strafraum etwas an Gegenspieler Balogun, der den Kontakt dankend annahm. Referee Cüneyt Cakir (Türkei) gab Elfmeter - eine sicherlich strittige Entscheidung. Allerdings eine, die auch der Videobeweis nicht kippen konnte und Argentinien das 1:1 einbrockte. Moses nämlich blieb cool und traf zum ins rechte untere Eck (51.).

Lionel Messi und Trainer Jorge Samapoli
Durchatmen: Lionel Messi und Trainer Jorge Samapoli stehen mir Argentinien im Achtelfinale.
© Getty Images

Auf einmal war die Körpersprache weg, Schockstarre war bei der Albiceleste angesagt. Stockfehler, Planlosigkeit, Rückpässe oder plumpes Fordern nach Freistößen war die Folge. Für sicherlich weitere Kritik aus der Fanbasis der Südamerikaner sorgte schließlich Trainer Sampaoli, der erst einmal Pavon und Meza brachte - aber nicht ManCity-Ass Aguero (kam erst in der 80. Minute) oder Juve-Star Dybala (blieb komplett auf der Bank).

Rojo rettet sein Land

Die Zeit drängte - und irgendwie musste Argentinien noch zu einem Tor kommen. Doch das hemmte das Team lange Zeit, sodass zum Beispiel Joker Ighalo (83.) oder auch Etebo via Freistoß (84.) Chancen aufs 2:1 hatten. Es wurde also kräftig gebibbert - und zwar bis zur 86. Minute, als die Albiceleste erlöst wurde. Mercado schaltete sich rechts ein und flankte perfekt ins Zentrum. Dort erarbeitete sich der aufgerückte Abwehrmann Rojo etwas Platz und schoss im Anschluss seinen Volley perfekt unten rechts ins Eck (86.). Der Jubel im Anschluss sorgte für eindrucksvolle wie Aufsehen erregende Bilder (Trainer Sampaoli stürmte aufs Feld, Messi kniete nach Schlusspfiff), denn beim 2:1 blieb es. Und weil parallel Island mit 1:2 gegen Gruppensieger Kroatien verlor, zog Argentinien gerade noch so ins Achtelfinale ein.

WM-Turnierrechner

In der Runde der letzten 16 ist Argentinien nun am Samstag (16 Uhr) in Kasan gegen Frankreich gefordert. Nigerias WM-Reise endete somit auf bittere Weise.

Weltmeisterschaft, 2018, Vorrunde, 3. Spieltag
Nigeria - Argentinien 1:2
Nigeria - Argentinien 1:2
Fan-Aufmarsch

Argentinien spielte am 3. und letzten Spieltag der Vorrunde gegen Nigeria - und die Fans unterstützten die zuletzt harsch kritisierte Mannschaft lautstark.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Nigeria
Aufstellung:
Uzoho (3) - 
Balogun (3,5)    
Troost-Ekong (4,5) , 
Omeruo (4,5)    
Mikel (3,5)        
Ndidi (3) , 
Etebo (3,5) , 
Idowu (4,5) - 
Moses (2,5)    
Iheanacho (5)    
Musa (3,5)    

Einwechslungen:
46. Ighalo (4,5) für Iheanacho
90. Iwobi für Omeruo
90. + 2 Simy für Musa

Trainer:
Rohr
Argentinien
Aufstellung:
Armani (3) - 
Mercado (3) , 
Otamendi (3) , 
Rojo (2,5)    
Tagliafico (4)    
Mascherano (4,5)    
Perez (4)    
Banega (2,5)    
Messi (2)            
Higuain (4,5) , 
di Maria (5)    

Einwechslungen:
61. Pavon für Perez
72. Meza für di Maria
80. Aguero für Tagliafico

Trainer:
Sampaoli

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Messi (14., Rechtsschuss, Banega)
1:1
Moses (51., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Balogun)
1:2
Rojo (86., Rechtsschuss, Mercado)
Gelbe Karten
Nigeria:
Balogun
(1. Gelbe Karte)
,
Mikel
(1.)
Argentinien:
Mascherano
(1. Gelbe Karte)
,
Banega
(1.)
,
Messi
(1.)

Spieldaten

Nigeria       Argentinien
Tore 1 : 2 Tore
 
Torschüsse 9 : 8 Torschüsse
 
gespielte Pässe 283 : 572 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 186 : 471 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 97 : 101 Fehlpässe
 
Passquote 66% : 82% Passquote
 
Ballbesitz 33% : 67% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 20 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 19 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 2 Abseits
 
Ecken 3 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
26.06.2018 20:00 Uhr
Stadion:
Krestovsky, St. Petersburg
Zuschauer:
64468
Spielnote:  2,5
unterschiedliche Halbzeiten mit zunächst überlegenen Argentiniern. Nach der Pause brachte der Elfmeter eine hohe Dramaturgie in ein Spiel, das ohnehin von Beginn an von der Spannung gelebt hatte und mit einem fulminanten, späten Treffer gekrönt wurde.
Chancenverhältnis:
5:4
Eckenverhältnis:
3:5
Schiedsrichter:
Cüneyt Cakir (Türkei)   Note 3,5
weitgehend gute Leitung. Übertrieben, Mascheranos Ziehen gegen Balogun (49.) mit Elfmeter zu ahnden, richtig indes, gegen Rojo zweimal keinen Strafstoß zu geben (44. Fuß in Kopfhöhe gegen lheanacho, 76. Hand nach Abpraller vom Kopf).
Spieler des Spiels:
Lionel Messi
War vor der Pause Dreh- und Angelpunkt. Tolle Verarbeitung bei der ersten Chance. Sein exzellenter Freistoß (34.) hätte fast die frühe Vorentscheidung gebracht.

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