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Spanien

Spanien

2
:
2

Halbzeitstand
1:1
Marokko

Marokko


SPANIEN
MAROKKO
15.
30.
45.













60.
75.
90.













Marokko verabschiedet sich mit Anstand von der WM-Endrunde

Spanien patzt - und dankt doch dem Iran!

Die spanische Nationalmannschaft hat am Montagabend in allerletzter Minute den Gruppensieg gesichert: In Kaliningrad kam die Furia Roja zwar nicht über ein 2:2 gegen Marokko hinaus, doch im Parallelspiel patzte auch Portugal.

Er blieb am Montagabend erstmals bei der WM torlos: Spaniens Angreifer Diego Costa wirkt bedient.
Er blieb am Montagabend erstmals bei der WM torlos: Spaniens Angreifer Diego Costa wirkt bedient.
© Getty ImagesZoomansicht

Fernando Hierro, Spaniens aufgerückter Nationaltrainer nach dem Aus von Julen Lopetegui, nahm für das Gruppenfinale im Vergleich zum hart erarbeiteten 1:0-Erfolg gegen den Iran lediglich einen Wechsel vor: Bayerns Thiago kam für Real-Flügelflitzer Vazquez in die Mannschaft.

Marokkos Coach Hervé Renard, den mit seinen Schützlingen trotz zweier ansprechender Leistungen mit dem jüngsten 0:1 gegen Europameister Portugal das vorzeitige Aus ereilt hatte, nahm ebenfalls nur eine Veränderung vor: Saiss rückte für Anführer Benatia in die Innenverteidigung.

Der Favorit von der iberischen Halbinsel begann im 4-2-3-1-System, das die Marokkaner ihrerseits spiegelten. Der Außenseiter hatte nichts zu verschenken und brachte vom Start weg ordentlich Feuer in die Zweikämpfe. Auf spielerische Glanzpunkte mussten die Fans in der Anfangsviertelstunde verzichten - und doch führte plötzlich Marokko: Ein Missverständnis zwischen Iniesta und Kapitän Sergio Ramos brachte Boutaib ins Spiel, der alleine auf de Gea zulief und diesen dann auch noch tunnelte (14.).

Boutaib verpasst den Doppelpack

Hierro schüttelte am Seitenrand ungläubig mit dem Kopf, doch seine Spieler behielten den Kopf oben: Iniesta bewies im Strafraum Übersicht, nach seinem Zuspiel auf Isco nagelte der Real-Profi das Leder aus fünf Metern unter die Latte - 1:1 (19.). Hinten blieb die Furia Roja allerdings anfällig, weswegen Boutaib sechs Minuten nach dem Ausgleich schon wieder alleine auf de Gea zulief. Diesmal gewann allerdings der Schlussmann von Manchester United das direkte Duell. Erst Sekunden vor der Pause meldete sich der Weltmeister von 2010 nochmal an: Diego Costa fehlten bei der Hereingabe von Iniesta nur Zentimeter (45.+2).

Amrabat testet das Gebälk

Auch nach dem Seitenwechsel mussten die Iberer schnell zwei Schock-Momente überstehen: De Gea rettete erst einen Wimpernschlag vor dem völligen freien Boussoufa (50.), ehe Nordin Amrabat das Leder unbedrängt ans linke Lattenkreuz nagelte (55.). Spanien brauchte über eine Viertelstunde, um wieder ernsthafte Torgefahr auszustrahlen: Saiss kratzte einen Isco-Kopfball von der Linie (62.), beim folgenden Eckball platzierte Piqué seinen Kopfball nur Zentimeter neben den linken Pfosten (63.).

Zwei Joker träumen von der Sensation

Weil Spanien so langsam die Zeit davonlief, griff Hierro von außen ein und brachte mit Aspas und Asensio zwei frische Offensivkräfte (74.). Wirkung zeigte das allerdings vorerst nicht. Im Gegenteil: Fajr hob den Eckball von rechts gefühlvoll in die Mitte, wo En-Nesyri wuchtig ins rechte obere Eck einköpfte - 2:1 (81.). Nach der Co-Produktion der beiden Joker lag die Sensation in der Luft.

Die marokkanischen Fans hatten längst die Party gestartet - doch sie hatten nicht mit Aspas gerechnet, der eine Flanke von Carvajal ganz spät noch mit der Hacke ins lange Eck verlängerte. Der Videobeweis zeigte: Das Tor zum 2:2 war regulär (90.+1). Dabei blieb es auch, weswegen sich der Blick auf das Parallelspiel zwischen Portugal und dem Iran richtete.

Schnell war die Ausgangslage für die bevorstehenden Achtelfinals klar: Die Gruppe B schließt Spanien aufgrund des 1:1 im Parallelspiel als Erster ab - und trifft damit im Moskauer Luschniki-Stadion am kommenden Sonntag (16 Uhr) auf Gastgeber Russland, den Zweiten der Staffel A.

Weltmeisterschaft, 2018, Vorrunde, 3. Spieltag
Spanien - Marokko 2:2
Spanien - Marokko 2:2
Ihr Herz schlägt für Marokko

Wen dieser Fan während der 90 Minuten unterstützen würde, ließ sich leicht erkennen.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Spanien
Aufstellung:
de Gea (2,5) - 
Carvajal (3) , 
Piqué (3,5) , 
Sergio Ramos (5)    
Jordi Alba (3,5) - 
Busquets (3,5) , 
Thiago (3,5)    
Silva (3,5)    
Iniesta (3) , 
Isco (2)    
Diego Costa (4)    

Einwechslungen:
74. Iago Aspas     für Diego Costa
74. Asensio für Thiago
84. Rodrigo Moreno für Silva

Trainer:
Hierro
Marokko
Aufstellung:
Munir (2,5)    
Dirar (3,5) , 
Saiss (2,5) , 
da Costa (3,5)    
Hakimi (3,5)    
El Ahmadi (3,5)    
Boussoufa (2)        
N. Amrabat (3)    
Belhanda (4)    
Ziyech (3,5)    
Boutaib (2,5)        

Einwechslungen:
63. Fajr für Belhanda
72. En-Nesyri     für Boutaib
85. Bouhaddouz für Ziyech

Trainer:
Renard

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Boutaib (14., Linksschuss)
1:1
Isco (19., Rechtsschuss, Iniesta)
1:2
En-Nesyri (81., Kopfball, Fajr)
2:2
Iago Aspas (90. + 1, Rechtsschuss, Carvajal)
Gelbe Karten
Spanien:
-
Marokko:
El Ahmadi
(2. Gelbe Karte)
,
N. Amrabat
(1.)
,
da Costa
(1.)
,
Boussoufa
(1.)
,
Munir
(1.)
,
Hakimi
(1.)

Spieldaten

Spanien       Marokko
Tore 2 : 2 Tore
 
Torschüsse 18 : 6 Torschüsse
 
gespielte Pässe 742 : 245 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 678 : 189 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 64 : 56 Fehlpässe
 
Passquote 91% : 77% Passquote
 
Ballbesitz 75% : 25% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 54% : 46% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 5 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 17 : 5 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 
Ecken 7 : 1 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
25.06.2018 20:00 Uhr
Stadion:
Arena Baltika, Kaliningrad
Zuschauer:
33973
Spielnote:  3
hart geführte Partie mit einigen Nickligkeiten, die ihre Spannung aus der Aufholjagd der Spanier zog.
Chancenverhältnis:
7:5
Eckenverhältnis:
7:1
Schiedsrichter:
Ravshan Irmatov (Usbekistan)   Note 4,5
hatte ein schwieriges Spiel mit teils überhart geführten Zweikämpfen zu leiten; pfiff das korrekte 2:2 zunächst ab und wurde dann vom Videoreferee korrigiert; übersah einen üblen Tritt von Belhanda gegen Iniesta und ein Handspiel von Piqué direkt vor dem spanischen Strafraum (48.).
Spieler des Spiels:
Isco
Schütze des wichtigen 1:1, darüber hinaus in Spaniens Offensive mit den meisten Akzenten.

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