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Portugal

Portugal

2
:
1

Halbzeitstand
1:0
Ghana

Ghana


PORTUGAL
GHANA
15.
30.
45.














60.
75.
90.















Südeuropäer setzen im Turnier drei Torhüter ein

"CR7" trifft, doch Portugal scheitert mit Ghana

Bereits im Vorfeld der Partie zwischen Portugal und Ghana, für die die 90 Minuten die letzte Hoffnung auf einen Turnierverbleib bedeuteten, hatte es im Lager der Afrikaner einen lauten Knall gegeben. Der Schalker Boateng und Milan-Profi Muntari wurden aus dem Kader verbannt. Dieses Chaos beeinträchtigte die restlichen "Black Stars" aber irgendwie, Portugal marschierte stets vorneweg und führte zur Pause hochverdient mit 1:0. Am Ende stand ein 2:1, das keiner Nationalmannschaft weiterhalf. Cristiano Ronaldo scheiterte außerdem reihenweise, außer einmal.

Cristiano Ronaldo
Narrte die Defensive der Ghanaer reihenweise, es fehlten alleine die weiteren Tore: Cristiano Ronaldo.
© Getty ImagesZoomansicht

Ghanas Coach James Kwesi Appiah ersetzte nach dem starken 2:2 gegen Deutschland nur die beiden ausgeschlossenen Akteure Boateng und Muntari. Starten durften dafür Waris und Agyemang Badu.

Portugals Nationaltrainer Paulo Bento veränderte seine Startformation nach dem 2:2 gegen die USA auf vier Positionen: Pepe (zurück nach Rot-Sperre), William Carvalho, Ruben Amorim und Eder starteten für Ricardo Costa, Raul Meireles und die verletzten Helder Postiga und André Almeida. Vorab hatte sich außerdem noch der aktuelle Weltfußballer Cristiano Ronaldo zum Thema Hoffnung aufs Achtelfinale geäußert: "Es gibt keine Wunder! Wir sind eine limitierte Mannschaft, andere Teams sind besser."

Die Nummer sieben dreht auf

Dass "CR7" aber bei allem Pessimismus dennoch stets Lust auf Fußball hat, bewies er direkt zu Spielbeginn: Nachdem sich beide Teams erst einmal abtastend begegneten, spurtete der Weltstar die rechte Außenbahn entlang und bugsierte einen als Flanke getarnten Torschuss an die Querlatte (5.). Sechs Minuten später stellte sich Cristiano Ronaldo dann altbekannt für einen Freistoß aus rund 25 Metern auf, knallte diesen in Richtung des rechten oberen Winkels. Dieses Mal aber passte der Schlussmann der Ghanaer auf und klärte zur Ecke. Von den Afrikaner kam lange Zeit nichts. Zwar wurden oft Angriffe über die Außenbahnen probiert (unter anderem über Ayew), doch die Verteidigung der Südeuropäer stand, vor allem auch deswegen, weil Bruno Alves, Joao Moutinho und Co. nicht zimperlich in den Zweikämpfen zu Werke gingen.

Fatawu Dauda, John Boye, Joao Moutinho (v.l.n.r.)
Unglücksrabe: John Boye (Mitte) kurz vor seinem Geschenk an Portugal.
© Getty ImagesZoomansicht

Chancen erspielte sich nur der Offensivverbund der Portugiesen - und wieder netzte fast der Star ein: Nach einer starken Flanke von Joao Pereira von der rechten Seite, segelte das Spielgerät zum an der Fünfmeterraumkante blank stehenden Cristiano Ronaldo. Der Real-Madrid-Profi stieg hoch, bugsierte seinen Kopfball allerdings direkt auf Torhüter Dauda, der fix reagierte (12.). In der Folge generierten die "Black Stars" endlich auch Torannäherungen: Zweimal scheiterte Gyan allerdings am wachen Schlussman Beto (20. und 23.).

Boye "belohnt" den Drang Portugals

Das bessere Nationalteam war und blieb Portugal, was sich dann auch auf der Anzeigentafel bemerkbar machte: Joao Moutinho bekam in der Nähe des Strafraums das Leder mit dem Rücken zum Tor, passte auf die linke Bahn zum heranrauschenden Miguel Veloso. Dessen flache Flanke wollte Innenverteidiger Boye mit einem Schlag klären, schlug allerdings über den Ball und lenkte diesen unglücklich mit dem Knie an die Latte, an den Pfosten und schließlich ins Tor - 1:0 für die Selecçao (31.). Und die Bento-Elf machte weiter, hatte jetzt Blut geleckt: "CR7" schlug am Strafraum nach rechts einen Haken, zog wuchtig ab - Torwart Dauda parierte (32.). Und auch Ruben Amorim scheiterte mit einer Gelegenheit, setzte seinen Abschluss links am Gehäuse vorbei (35.). In der Folge verflachte das Geschehen dann.

Einen kleinen Höhepunkt lieferte noch die erste Minute der Nachspielzeit: Schiedsrichter Nawaf Shukralla (Bahrain) hatte genug gesehen, pfiff bei einer Ecke für Portugal, als alle Spieler schon aufgestellt waren, zur Pause. "CR7" brachte das kurzzeitig in Rage.

Nani hier, Gyan dort und erfolgreich

Der Startschuss der zweiten 45 Minuten: Wieder war es Cristiano Ronaldo, der wirbelte. Der Weltstar zog dribbelnd bis zum Strafraum, legte links ab für Miguel Veloso, der in den Rückraum zu Nani spielte. Der Spieler von Manchester United knallte drauf - Boye blockte ab (48.). Es zeichnete sich folglich dasselbe Bild wie in Durchgang eins: Ghana in der Offensive gegen eine gut geordnete Portugal-Defensive teilweise erschreckend schwach. Die Selecçao im Angriff dagegen hochmotiviert, nur im Abschluss oder im finalen Zuspiel zu ungefährlich. Wenn bei den "Black Stars" etwas ging, dann fast ausschließlich über Kapitän Gyan. Der Stürmer setzte kurz nach dem Seitenwechsel allerdings einen kräftigen Abschluss links am Tor vorbei (51.).

Asamoah Gyan (rechts)
Bewies Köpfchen: Torschütze Asamoah Gyan mit Gegenspieler Miguel Veloso.
© Getty ImagesZoomansicht

Das diente bei Ghana irgendwie als Weckruf, genauso wie die zwischenzeitliche Führung von Deutschland durch Thomas Müller (55.). Plötzlich drehten die Afrikaner auf und erzielten prompt den leicht überraschenden Ausgleich: Asamoah wurde auf dem linken Flügel bedient und flankte mit dem linken Außenrist (!) wunderschön in Richtung des langen Pfostens. Dort entwischte Gyan seinem Bewacher Miguel Veloso und köpfte aus der Nahdistanz unhaltbar ein (57.). Wenig später bereitete der Torschütze dann beinahe die Führung vor: Seine Flanke von links fand im Fünfmeterraum Waris, der mit dem Kopf diesen Hochkaräter allerdings vergab - rechts am Tor vorbei (61.). Von den Portugiesen war nun kaum mehr was zu sehen, urplötzlich wirkte die Offensivmaschinerie um "CR7" wie ausgeschaltet. Wie passend, dass dieser nach einem Zweikampf im Strafraum mit Boye zu Boden sank, vom Schiedsrichter jedoch zu Recht nicht den Strafstoß bekam (74.).

Boye und Dauda: "CR7" sagt Danke

WM-Tabellenrechner

Die Schlussphase brach an und mit ihr bewiesen die "Black Stars" ihren Willen, drängten mit aller Macht aufs 2:1, das ihnen zu diesem Zeitpunkt das Achtelfinale gebracht hätte. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Badu an, der seinen Distanzknaller nicht arg weit am Tor vorbei setzte (77.). Doch aus dem Nichts meldeten sich wieder die Südeuropäer vor dem Tor an, besser: Ghana präsentierte ein weiteres Geschenk. Eine Nani-Flanke von links köpfte Eigentorschütze Boye senkrecht in die Luft, Torwart Dauda wischte den Ball schließlich komplett unnötig gerade nach vorne. Dort stand Cristiano Ronaldo blank und schob seelenruhig ein (80.).

Es folgte ein guter Schuss von Wakaso auf der einen Seite, "CR7" scheiterte wenig später frei vor Schlussmann Dauda mit einem zu unpräzisen Abschluss (83.). Die Nummer sieben der Portugiesen ließ aber trotz der aussichtslosen Lage - drei Tore wären noch nötig gewesen - nicht nach: Erst scheiterte der amtierende Weltfußballer einen Meter vor dem Gehäuse mit einer Direktabnahme, kurz darauf brachte er frei vor Torhüter Dauda das Leder nicht ins Netz (90.+1). Das war's, für beide Teams bedeutete dies das Turnieraus. Kurios: Gegen Ende der Partie musst Torhüter Beto verletzt raus. Weil Eduardo (88.) kam, setzte die Selecçao damit drei Torhüter in drei Gruppenspielen ein. Im ersten Spiel gegen Deutschland (0:4) stand Rui Patricio zwischen den Pfosten.

Gruppensieger Deutschland empfängt im Achtelfinale in Porto Alegre am Montag um 22 Uhr (MESZ) den Zweiten der Gruppe H. Die USA spielt als Zweiter am Dienstag um 22 Uhr (MESZ) in Salvador gegen den Sieger der Gruppe H.

Weltmeisterschaft, 2014, Vorrunde, 3. Spieltag
Portugal - Ghana 2:1
Portugal - Ghana 2:1
Enttäuscht

Wirkte bereits vor dem Anpfiff nicht sonderlich glücklich über die schier aussichtslose Lage seiner Portugiesen: Cristiano Ronaldo.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Portugal
Aufstellung:
Beto (3)    
Joao Pereira (3,5)    
Pepe (3,5) , 
Bruno Alves (4) , 
Joao Moutinho (3)    
Ruben Amorim (3,5) - 
Nani (4) , 
Cristiano Ronaldo (2)        
Eder (4,5)    

Einwechslungen:
61. Varela für Joao Pereira
69. Vieirinha für Eder
89. Eduardo für Beto

Trainer:
Paulo Bento
Ghana
Aufstellung:
Dauda (4) - 
Afful (4)    
Boye (4) , 
Asamoah (3) - 
Rabiu (4)    
Atsu (4) , 
A. Ayew (3,5)    
Waris (4,5)        
Gyan (2)        

Einwechslungen:
71. J. Ayew     für Waris
76. Acquah für Rabiu
81. Wakaso für A. Ayew

Trainer:
Appiah

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Boye (31., Eigentor, Rechtsschuss, Miguel Veloso)
1:1
Gyan (57., Kopfball, Asamoah)
2:1
Cristiano Ronaldo (80., Linksschuss)
Gelbe Karten
Portugal:
Joao Moutinho
(1. Gelbe Karte)
Ghana:
Afful
(1. Gelbe Karte)
,
Waris
(1.)
,
J. Ayew
(1.)

Spieldaten

Portugal       Ghana
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 18 : 17 Torschüsse
 
gespielte Pässe 444 : 322 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 358 : 249 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 86 : 73 Fehlpässe
 
Passquote 81% : 77% Passquote
 
Ballbesitz 58% : 42% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 47% : 53% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 21 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 20 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 4 Abseits
 
Ecken 7 : 4 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
26.06.2014 18:00 Uhr
Stadion:
Estadio Mané Garrincha, Brasilia
Zuschauer:
67540
Spielnote:  3,5
Portugal erwischte den besseren Start und hätte zur Halbzeit höher führen können. Ghana kam nach dem Wechsel besser ins Spiel, wurde jedoch in der Schlussphase einer spannenden, aber insgesamt mittelmäßigen Partie durch Ronaldo bestraft.
Chancenverhältnis:
8:6
Eckenverhältnis:
7:4
Schiedsrichter:
Nawaf Abdulla Shukralla (Bahrain)   Note 2
lag mit seinen Entscheidungen immer richtig.
Spieler des Spiels:
Cristiano Ronaldo
War von Ghanas Defensive nie in den Griff zu bekommen. Stand beim Siegtreffer genau richtig.

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