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Bosnien-Herzegowina

Bosnien-Herzegowina

3
:
1

Halbzeitstand
1:0
Iran

Iran


BOSNIEN-HERZEGOWINA
IRAN
15.
30.
45.










60.
75.
90.













Harmlose Iraner bleiben meilenweit vom Achtelfinale entfernt

Dzeko leitet versöhnlichen Sieg ein

Bosnien-Herzegowina kann trotz des unglücklichen Ausscheidens in der Vorrunde erhobenen Hauptes aus Brasilien zurückfliegen. Die Spieler um Premier-League-Star Dzeko hielten sich am Iran schadlos und fuhren ihren ersten WM-Sieg ein. Die Elf von Queiroz, die noch Chancen auf das Achtelfinale hatte, wurde in keiner Phase dieses Spiels diesem Anspruch gerecht. Im Angriff regierte Harmlosigkeit und im Mittelfeld Ideenlosigkeit.

Keine Chance für Irans Keeper Haghighi. Dzeko platzierte den Ball zum 1:0 ideal.
Keine Chance für Irans Keeper Haghighi. Dzeko platzierte den Ball zum 1:0 ideal.
© getty imagesZoomansicht

Bosniens Nationaltrainer Safet Susic musste nach der 0:1-Niederlage gegen Nigeria erst einmal das frühe WM-Aus verkraften. Für das bedeutungslos gewordene dritte Spiel krempelte er seine Startelf daraufhin auf fünf Positionen um. Mit Mujdza und Lulic mussten beide Außenverteidiger auf die Bank. Dafür begannen Vrsajevic und Kolasinac. Im Mittelfeld kamen Hadzic und Susic zum Einsatz und mit Ibisevic gab es von Beginn an einen zweiten Stürmer. Dafür hatten Medunjanin, Misimovic und Hajrovic das Nachsehen. Carlos Queiroz, der Coach des Iran sah keinen Anlass seine Anfangsformation nach der 0:1-Niederlage gegen Argentinien zu verändern.

Weder sein Personal, noch seine Taktik hatte Carlos Queiroz geändert. Der Iran begann betont defensiv und setzte erst einmal auf Ballsicherheit. Allerdings konnten seine Schützlinge die erste Möglichkeit für die Europäer nicht verhindern. Dzeko kam per Direktschuss zum Abschluss, doch Haghighi im Tor lenkte das Sportgerät über die Latte (4.).

"Team-Melli" fing sich daraufhin aber schnell wieder und etablierte sein gefürchtetes Abwehrbollwerk. Tief gestaffelt in der eigenen Hälfte wurde die Angriffe der Bosnier erwartet, denen wiederum sichtlich die Ideen fehlten, den Riegel zu knacken. Dadurch blieb das Spiel arm an Höhepunkten.

Eine Einzelaktion von Dzeko sollte in der 23. Minute den Unterschied machen. Der Angreifer von Manchester City nahm ein Zuspiel von Pjanic auf und machte sich Richtung Strafraum davon. Nachdem er drei Iraner umspielt hatte, ließ er mit einem Schuss von der Strafraumgrenze Haghighi keine Abwehrmöglichkeit.

Der Iran versuchte sofort zurück zu schlagen, hatte allerdings mit der umgehenden Antwort Pech. Shojaei zog von der Strafraumgrenze ab, traf allerdings nur die Unterkante der Latte. Der Ball sprang deutlich ins Feld zurück (24.). Dies wirkte wie ein Startsignal für den AFC-Vertreter. Team Melli wollte auf Offensive umschalten. Dabei fehlte es aber oft an Passgenauigkeit und Ideen. Die Elf von Safet Susic hatte sich zurückgezogen und lauerte auf Konter.

Die Harmlosigkeit der Iraner spielte den Südosteuropäern dabei in die Karten. Immer wieder konnten die Angriffsversuche Irans bereits im Keim erstickt werden. Auf der Gegenseite spielten die Susic-Schützlinge die sich bietenden Konterchancen aber nicht konsequent zu Ende. Die beste Möglichkeit vergab Vrsajevic in der 42. Minute, als er nach Traumpass von Dzeko aus spitzem Winkel verzog.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit reagierte Carlos Queiroz auf die Harmlosigkeit seiner Mannschaft und brachte mit Heydari für Shojaei eine neue Kraft für die Offensive. Am Spiel sollte sich dennoch wenig ändern. In der gegnerischen Hälfte tat sich die Queiroz-Elf unendlich schwer. Es fehlte an allem: Präzision, Kreativität, Geschwindigkeit und gefährliche Flanken suchte man vergeblich. Ein harmloser Abschluss von Dejagah war in dieser Phase schon der Höhepunkt (56.).

Kurze Zeit später hatte sich der Achtelfinaltraum der Iraner allerdings erledigt. Nach einem überflüssigen Ballverlust im Aufbau von Team Melli hebelten Susic und Pjanic die Defensive des Gegners mit einem Doppelpass aus. Pjanic tauchte daraufhin alleine vor Haghighi auf und ließ dem Keeper keine Abwehrmöglichkeit (59.).

Damit hatten sich die Chancen des Iran auf eine Achtelfinalteilnahme auf ein Minimum reduziert. Der dafür nötige Sieg war in weite Ferne gerückt. Das Spiel schlief daraufhin völlig ein. Bosnien-Herzegowina, schon vor der Partie ohne Achtelfinalchance und der Iran hatten jetzt realisiert, dass es um ein besseres Freundschaftsspiel ging. Wenn überhaupt hatten die Susic-Schützlinge noch Möglichkeiten, da sie über Spieler mit individueller Klasse verfügten. Der Iran, dem man Engagement nicht absprechen konnte, blieb im Angriff Welten zu harmlos, um Begovic und seine Vorderleute in Schwierigkeiten zu bringen.

Einen Pfeil hatten die Iraner allerdings noch im Köcher. Eine zu kurz abgewehrte Ecke kam postwendend in den bosnischen Strafraum zurück, wo Nekounam den Ball auf den durchgestarteten Ghoochannejad quer legte. Dieser drückte die Kugel zum einzigen WM-Treffer des Iran über die Linie (80.).

WM-Tabellenrechner

Leise aufkeimende Hoffnungen erstickten die Bosnier nur Sekunden nach dem Anstoß im Keim. Salihovic schickte auf dem rechten Flügel Vrsajevic auf die Reise. Dieser drang in den Strafraum ein und überwand Haghighi mit einem präzisen Schuss ins linke untere Eck (83.).

Damit hatte sich dies Partie erledigt. Beide Mannschaften brachten die Schlussphase der Partie mit Anstand, aber ohne Torszenen über die Zeit.

Erwartungsgemäß qualifiziert sich Argentinien als Sieger der Gruppe F und trifft im Achtelfinale am Dienstag um 18 Uhr (MESZ) in Sao Paulo auf den Zweiten der Gruppe E. Nigeria spielt als Gruppenzweiter am Montag um 18 Uhr (MESZ) in Brasilia gegen den Ersten der Gruppe E.

Weltmeisterschaft, 2014, Vorrunde, 3. Spieltag
Bosnien-Herzegowina - Iran 3:1
Bosnien-Herzegowina - Iran 3:1
Clever

Irans Coach Carlos Queiroz brütet über der richtigen Taktik
© getty images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bosnien-Herzegowina
Aufstellung:
Begovic (3) - 
Vrsajevic (3,5)    
Sunjic (3,5) , 
Spahic (2,5)    
Kolasinac (4) - 
Besic (4)    
Hadzic (4)    
Susic (3)    
Pjanic (2,5)    
Dzeko (2)        

Einwechslungen:
61. Vranjes für Hadzic
79. Salihovic für Susic
84. Visca für Dzeko

Trainer:
Susic
Iran
Aufstellung:
A. Haghighi (4) - 
Montazeri (4) , 
Sadeghi (5) , 
Pooladi (4) - 
Teymourian (4,5) , 
Nekounam (4)    
Haji Safi (5)    
Shojaei (4)    
Dejagah (4)    
Ghoochannejhad (4,5)    

Einwechslungen:
46. Heydari (4) für Shojaei
63. Jahanbakhsh für Haji Safi
68. Ansarifard     für Dejagah

Trainer:
Queiroz

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Dzeko (23., Linksschuss, Pjanic)
2:0
Pjanic (59., Rechtsschuss, Susic)
2:1
Ghoochannejhad (82., Rechtsschuss, Nekounam)
3:1
Vrsajevic (83., Rechtsschuss, Salihovic)
Gelbe Karten
Bosnien-H.:
Besic
(1. Gelbe Karte)
Iran:
Ansarifard
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Bosnien-Herzegowina       Iran
Tore 3 : 1 Tore
 
Torschüsse 12 : 7 Torschüsse
 
gespielte Pässe 565 : 271 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 492 : 204 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 73 : 67 Fehlpässe
 
Passquote 87% : 75% Passquote
 
Ballbesitz 66% : 34% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 52% : 48% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 20 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 19 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 8 Abseits
 
Ecken 6 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
25.06.2014 18:00 Uhr
Stadion:
Arena Fonte Nova, Salvador
Zuschauer:
48011
Spielnote:  4
eine sehr einseitige Partie, in der die Iraner offensiv weitgehend harmlos blieben und die Bosnier sich mangels Raum schwertaten, zu Chancen zu kommen
Chancenverhältnis:
6:3
Eckenverhältnis:
6:5
Schiedsrichter:
Carlos Velasco Carballo (Spanien)   Note 3,5
hatte das Spiel im Griff, blieb konsequent bei seiner Linie, manchmal etwas kleinlich, aber korrekt, entschied beim 2:0 auf Tor trotz abseitsverdächtiger Position.
Spieler des Spiels:
Edin Dzeko
Immer wenn es vor dem iranischen Tor gefährlich wurde, war der Torjäger beteiligt, legte mit seinem Treffer zum 1:0 die Basis für den späteren Erfolg.

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