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Deutschland

Deutschland

2
:
2

Halbzeitstand
0:0
Ghana

Ghana


DEUTSCHLAND
GHANA
15.
30.
45.






60.
75.
90.













15. WM-Treffer für den Oldie - Boateng verletzt raus

Joker Klose rettet einen deutschen Punkt

Nach dem starken 4:0 gegen Portugal musste die deutsche Mannschaft beim 2:2 gegen Ghana einen ersten kleineren Rückschlag bei der Mission WM-Titel hinnehmen. Eine ausgeglichene erste Hälfte und wenig zwingende Chancen konterte Götze kurz nach der Pause mit der Führung. Doch Jordan Ayew und Kapitän Gyan fanden direkt die passenden Antworten - eine mittelgroße Sensation bahnte sich an. Doch Bundestrainer Löw bewies mit der Einwechslung von Oldie Klose den richtigen Riecher.

Und der Joker sticht: Mit seinem 15. WM-Tor sorgte Miroslav Klose (li.) für den 2:2-Ausgleich.
Und der Joker sticht: Mit seinem 15. WM-Tor sorgte Miroslav Klose (li.) für den 2:2-Ausgleich.
© Getty ImagesZoomansicht

Im Vergleich zum 4:0-Auftaktsieg gegen Portugal, sah Bundestrainer Joachim Löw keinen Bedarf umzustellen. Ganz anders sein Pendant James Kwesi Appiah, der nach der 1:2-Niederlage gegen die USA die Rotationsmaschine anwarf. Für Jordan Ayew rutschte Kevin-Prince Boateng in die Startelf, als Rechtsverteidiger ersetzte Afful seinen Teamkollegen Opare (kicker-Note 3,5). Und auch auf der Torhüterposition sah der 53-Jährige Handlungsbedarf. Der 1,80 Meter große Dauda rutschte für Kwarasey in die Anfangsformation.

Gyan legt vor, Kroos und Müller ziehen nach

In den ersten Minuten suchte die deutsche Elf erst einmal die nötige Sicherheit und ließ das Leder in den eigenen Reihen zirkulieren. Doch die ghanaische Mannschaft brauchte keine lange Anlaufzeit, rückte weit auf und presste gegen den Favoriten bereits 25 Meter vor dem gegnerischen Tor. Und so ging die erste Chance der Partie auch auf das Konto der "Black Stars": Muntari schickte Atsu mit einem präzisen Diagonalpass auf die Reise, der 22-Jährige konnte von Höwedes auf rechts nicht gestellt werden und kam so zur Flanke. Der heranrauschende Stoßstürmer Gyan wurde beim Schussversuch von Jubilar Mertesacker (100. Länderspiel) aber noch gestört, sein Schussversuch ging einige Meter über den Kasten von Neuer (7.).

Durch das frühe Pressing boten sich der deutschen Mannschaft aber durchaus Räume, die die Löw-Elf zu nutzen wusste. Nach einer feinen Kombination wurde Müller im Zentrum gesucht und gefunden, anstatt aus 14 Metern abzuziehen, bewies der Matchwinner aus dem Portugal-Spiel aber Übersicht. Eine feine Ablage mit der Sohle nahm Mittelfeldspieler Kroos direkt, doch sein Schlenzer wurde noch von einem ghanaischen Bein in letzter Sekunde geblockt (11.). Ghana versteckte sich aber keineswegs und kam zwei Minuten später über Atsu zum nächsten Torabschluss: Aus der zweiten Reihe fackelte der Außenstürmer von Vitesse Arnheim (Niederlande) nicht lange und zog ab - doch Neuer bestand seine erste Bewährungsprobe.

Die deutsche Elf suchte in der Folge verstärkt den Zug zum Tor, nutzte die Räume, die Ghana immer wieder anbot. Besonders über die rechte Seite und Aktivposten Özil machte der dreimalige Weltmeister mächtig Betrieb. Bei einem Konter behielt der Profi vom FC Arsenal einmal mehr die Übersicht, bediente den in seinem Rücken gestarteten Khedira, dessen Schussversuch aber kein wirkliches Problem für Dauda darstellte (18.). Drei Minuten später bot sich die bis dato größte Gelegenheit zur Führung: Erneut war es Özil, der den in Position gelaufenen Müller bediente - doch die Hereingabe bugsierte Müller am rechten Pfosten vorbei.

Nach den ersten 25 Minuten verlor die deutsche Elf die Konzentration, leistete sich im Aufbauspiel zu viele frühe Ballverluste. Die "Black Stars" wirkten im Spiel nach vorne griffiger und blieben besonders aus der Distanz gefährlich. Bei dem fulminanten Dropkick von Muntari musste Neuer abermals eingreifen, konnte bei dessen linkem Hammer nur die Variante der Faustabwehr wählen (33.). Immer wieder versuchten es die Westafrikaner mit Diagonalbällen, um die dicht gestaffelte deutsche Defensive auseinanderzuziehen. Dabei lieferte sich Jerome Boateng auf seiner Rechtsverteidigerposition oft das mit Spannung erwartete Bruderduell mit Ghanas Kevin-Prince.

Anders als noch im Portugal-Spiel wurde die deutsche Viererkette zunehmend häufiger gefordert, leistete sich einige Abstimmungsschwierigkeiten. Der Dritte der letzten WM in Südafrika blieb lediglich bei Kontern gefährlich: Eine scharfe Hereingabe von Müller verpasste Götze in der Mitte (41.). Wenige Augenblicke vor der Pause wirkte auch Keeper Neuer erstmals nicht ganz auf der Höhe. Nach einem Eckstoß von der linken Seite segelte der amtierende Welttorhüter unter der Flanke durch - ohne Folgen.

Götzes linkes Knie, Ayew mit Köpfchen

Zu Beginn des zweiten Durchgangs die nächste kleinere Hiobsbotschaft: Der zuverlässige Boateng musste auf Grund muskulärer Probleme Platz machen, für ihn kam Nachrücker Mustafi ins Team. Direkt nach dem Wechsel übernahm die Löw-Elf wieder die Initiative, rückte weiter auf und setzte Ghana früher unter Druck. Und das machte sich bezahlt: Nach einem Positionswechsel tauschten Müller und Götze die Rollen. Der Bayern-Angreifer ließ sich auf rechts fallen und flankte von dort in die Zentrale, Götze lief in Position und kam frei zum Kopfball. Das Leder prallte von seinem Kopf auf das linke Knie und anschließend ins Tor - 1:0 (51.).

Das sollte dem deutschen Spiel eigentlich etwas mehr Sicherheit geben. Doch Ghana hatte die passende Antwort parat: Mareilles André Ayew entwischte seinem Bewacher Mustafi und köpfte eine präzise Afful-Flanke zum postwendenden Ausgleich ein.

Und es sollte für die Löw-Elf noch dicker kommen. Einen der anhaltenden Ballverluste im Mittelfeld - Lahms Pass auf Khedira kam nicht an - nutzten die Westafrikaner eiskalt aus. Nach einem Pass von Muntari in die Tiefe ließ sich Kapitän Gyan frei vor Neuer nicht zweimal bitten und traf zum nicht unverdienten 2:1 für die "Black Stars" (63.). Verkehrte Welt in Fortaleza: Während viele nach dem starken Auftritt gegen Portugal nur über die Höhe des Ergebnisses diskutierten, geriet die deutsche Elf eine halbe Stunde vor Schluss sogar in Rückstand.

WM-Tabellenrechner

Löws Impulse heißen Schweinsteiger und Klose

In der Folgezeit strotzten die Ghanaer nur so vor Selbstvertrauen, besonders die deutschen Außenverteidiger Mustafi und Höwedes machten keinen sonderlich sicheren Eindruck, und begannen zu schwimmen. Bundestrainer Löw sah sich zu einer Reaktion gezwungen und nahm Torschütze Götze und Khedira vom Platz, brachte Klose und Schweinsteiger in die Partie (69.). Und die beiden Joker brachten direkt frischen Wind ins Spiel der deutschen Mannschaft.

Ähnlich wie Jordan Ayew lief auch Klose nach seiner Einwechslung heiß. Nach einer Ecke von Kroos verlängerte Höwedes per Kopf auf den zweiten Pfosten, wo Joker Klose in Stürmermanier bereitstand und nur noch einschieben musste (71.) - den anschließenden Salto-Jubel inklusive. Es war der 15. WM-Treffer für den 35-Jährigen, damit stellte er den Endrunden-Rekord von Brasiliens Ronaldo ein. Die deutsche Mannschaft war zurück im Spiel und drängte auf einen erneuten Führungswechsel. Doch auch die "Black Stars" verloren nicht den Mut, blieben besonders durch das schwache deutsche Rückzugsverhalten im Konterspiel gefährlich.

Die Chancenverwertung drohte zum großen Problem zu werden, zu fahrlässig ging die deutsche Elf mit ihren großen Möglichkeiten um. Ein Paradebeispiel die 84. Minute: Müller wurde per Steilpass auf die Reise geschickt, ließ sich frei vor Dauda aber zu viel Zeit und wurde mit einer riskanten aber perfekt getimten Grätsche von Asamoah noch abgefangen. Die Löw-Elf riskierte viel und dabei auch den Rückstand. Doch die Westafrikaner wirkten platt und nutzten selbst beste Konterchancen wie in der zweiten Minute der Nachspielzeit zu inkonsequent. Der überfallartige Angriff mit doppelter Überzahl mündete in einer Abseitsposition. Am Ende einer temporeichen Partie blieb das gerechte 2:2 bestehen. Blutiger Schlusspunkt: Müller rasselte in der allerletzten Aktion mit Ghanas Boye zusammen und blieb mit blutüberströmten Gesicht auf Grund eines Cuts über der rechten Augenbraue liegen.

Deutschland trifft im letzten Gruppenmatch am Donnerstag (18 Uhr MESZ) in Recife auf die USA, Portugal spielt zeitgleich in Brasilia gegen Ghana.

Weltmeisterschaft, 2014, Vorrunde, 2. Spieltag
Deutschland - Ghana 2:2
Deutschland - Ghana 2:2
Einstimmung

Vor dem Spiel gegen Ghana herrscht bei den deutschen Fans Zuversicht.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Deutschland
Aufstellung:
Neuer (2,5) - 
J. Boateng (3)    
Mertesacker (3) , 
Hummels (3) , 
Höwedes (3,5) - 
Lahm (4,5)    
Khedira (5)    
T. Kroos (4) - 
Özil (3,5) , 
M. Götze (2,5)        

Einwechslungen:
46. Mustafi (5) für J. Boateng
69. Klose     für M. Götze
69. B. Schweinsteiger für Khedira

Trainer:
Löw
Ghana
Aufstellung:
Dauda (3) - 
Afful (4,5) , 
Boye (2,5) , 
Asamoah (4,5) - 
Rabiu (4)    
Muntari (4)    
Atsu (2,5)    
A. Ayew (3,5)    
Gyan (2,5)        
K.-P. Boateng (5)    

Einwechslungen:
52. J. Ayew (3) für K.-P. Boateng
72. Wakaso für Atsu
78. Agyemang Badu für Rabiu

Trainer:
Appiah

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
M. Götze (51., Linksschuss, T. Müller)
1:1
A. Ayew (54., Kopfball, Afful)
1:2
Gyan (63., Rechtsschuss, Muntari)
2:2
Klose (71., Rechtsschuss, Höwedes)
Gelbe Karten
Deutschland:
-
Ghana:
Muntari
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

Deutschland       Ghana
Tore 2 : 2 Tore
 
Torschüsse 12 : 18 Torschüsse
 
gespielte Pässe 625 : 371 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 539 : 287 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 86 : 84 Fehlpässe
 
Passquote 86% : 77% Passquote
 
Ballbesitz 62% : 38% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 53% : 47% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 11 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 11 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 5 Abseits
 
Ecken 7 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
21.06.2014 21:00 Uhr
Stadion:
Estadio Castelao, Fortaleza
Zuschauer:
59621
Spielnote:  2,5
die rassige zweite Halbzeit mit vielen Chancen tröstete über die ereignis- und tempoarme erste Hälfte hinweg.
Chancenverhältnis:
8:6
Eckenverhältnis:
7:3
Schiedsrichter:
Sandro Ricci (Brasilien)   Note 2,5
kaum Fehler; als Atsu durch war, pfiff er aber zu Unrecht Abseits.
Spieler des Spiels:
Christian Atsu
Schneller und trickreicher Mann aus Arnheim. Höwedes hatte seine Probleme, er trieb immer wieder sein Team an.

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