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Kolumbien

Kolumbien

2
:
1

Halbzeitstand
0:0
Elfenbeinküste

Elfenbeinküste


KOLUMBIEN
ELFENBEINKÜSTE
15.
30.
45.










60.
75.
90.















Kolumbien stößt die Tür zum Achtelfinale weit auf

Ein Kopfball von James als Dosenöffner

Während Kolumbien mit schnellen Pässen in die Spitze kein Glück hatte, lahmte das Mittelfeld der Ivorer im ersten Durchgang fast gänzlich. Ein niveauarmes Spiel mit wenigen Torchancen war in der ersten Halbzeit die Folge. Erst die Führung der Kolumbianer nach einer guten Stunde brachte Schwung in die Partie. Die "Elefanten" versuchten in der Schlussphase das Spiel nach einem zwei-Tore-Rückstand doch noch zu drehen. Es reichte aber nur noch zum Anschlusstreffer.

Brachte Kolumbien in die Spur: James Rodriguez.
Brachte Kolumbien in die Spur: James Rodriguez.
© picture-allianceZoomansicht

Kolumbiens Nationaltrainer José Nestor Pekerman sah nach dem 3:0-Sieg gegen Griechenland im Auftaktspiel naturgemäß keinen Grund, seine Startelf zu verändern. Es begann die identische Elf. Sabri Lamouchi, der Coach der Elfenbeinküste, vertraute ebenfalls im Großen und Ganzen der siegreichen Startelf des ersten Spiels. Allerdings brachte er im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen Japan im Mittelfeld mit Gradel einen neuen Mann für Kalou. Der angeschlagene Drogba musste zunächst wieder mit der Ersatzbank vorlieb nehmen.

Nervosität und Vorsicht prägen den Beginn

Nach den Siegen beider Teams in ihren Auftaktbegegnungen konnte der Gewinner die Tür zum Achtelfinale bereits weit aufstoßen. Entsprechend vorsichtig starteten beide Mannschaften in die Begegnung. Sicherung des eigenen Tores und ein behäbiger Spielaufbau ohne Risiko waren Trumpf. Erst ein langer Ball und ein Fehler von Bamba in der ivorischen Abwehr sorgten für erste Aufregung. Gutierrez beförderte den Ball allerdings aus 20 Metern weit an Barrys Tor vorbei (5.).

Ein Startsignal für einen Sturmlauf war dies jedoch nicht. Kolumbien setzte weiter auf eine stabile Defensive und versuchte zunächst mit Steilpässen auf die schnellen Stürmer zum Erfolg zu kommen. Die Lamouchi-Elf zeigte, wie schon gegen Japan, dass Drogba für ihr Spiel unersetzlich ist. Immer wieder suchten die Westafrikaner mit ihren Flanken im Zentrum einen Abnehmer, fanden ihn jedoch nicht.

Kaum Chancen - kaum Kurzweil

Mit Fortdauer der ersten Hälfte kamen die Cafeteros mit mehr Macht vor das Tor der Elfenbeinküste. Ein abgefälschter Distanzschuss von Sanchez landete allerdings sicher in den Armen von Barry (17.). Danach hatten die Pekerman-Schützlinge das Heft endgültig in die Hand genommen und setzten die Ivorer unter Druck. Zählbares sollte dabei jedoch nicht herauskommen, da die Abwehr vor Barry sicher stand.

Überhaupt geizten beide Teams mit Torszenen. Für Kolumbien vergab Gutierrez in der 28. Minute, als er alleine vor dem Tor den Ball kläglich verstolperte. Auf der Gegenseite hatte Aurier mit einer Einzelaktion im Strafraum die einzige echte Chance für die Elfenbeinküste. Den Schuss des Verteidigers hielt Ospina jedoch sicher fest (32.). Danach tröpfelte die Partie ohne große Torszenen in die Pause.

Die Elfenbeinküste versucht es mit Offensive

Personell unverändert gingen beide Teams in die zweiten 45 Minuten. Auch am Spiel änderte sich zunächst wenig. Yaya Touré hob einen Freistoß aus guter Position harmlos in die Arme von Ospina (48.). Auf der Gegenseite versuchte es Ibarbo mit einer Einzelaktion, rannte sich aber fest (49.).

Etwas hatte sich aber verändert: Die Elfenbeinküste versuchte es mit mehr Druck und hatte prompt eine Möglichkeit. In der 56. Minute brachte Kolumbiens Verteidiger Armero mit einem klassischen Luftloch Gradel in gute Schussposition. Der Ivorer tauchte mit dem Ball vor dem Tor auf, wurde von Yepes aber im allerletzten Moment gebremst.

Drogbas Einwechslung geht nach hinten los

Die Kolumbianer schlugen umgehend zurück. Cuadrado narrte die halbe ivorische Abwehr, doch Keeper Barry und das Aluminium verhinderten in der 59. Minute die Führung der Cafeteros. Lamouchi brachte daraufhin "Heilsbringer" Drogba, doch diesmal sollte sich der Effekt umkehren. Kaum war der Star der Ivorer auf dem Platz, segelte eine Ecke von Cuadrado in den Strafraum von Barry. Drogba ließ seinen Gegenspieler James gewähren, der daraufhin unhaltbar zur kolumbianischen Führung einköpfte (64.).

Die Westafrikaner waren dadurch gezwungen, auf Offensive umzuschalten. Zwei Möglichkeiten sollten sich aber umgehend einstellen: Yaya Touré hämmerte allerdings einen Freistoß in die Mauer (68.) und wurde kurz darauf im Strafraum abgeblockt (69.).

Kolumbien kontert sich Richtung Achtelfinale

Ein Fehler von Serey Dié leitete wenig später das zweite Tor für die Cafeteros ein. Die Ivorer waren nach vorne geeilt, doch der Verteidiger vertändelte den Ball gegen Gutierrez. Dieser schaltete sofort, setzte den eingewechselten Quintero ein, der Barry mit einem Flachschuss überwand (70.).

WM-Tabellenrechner

Gervinho stemmt sich gegen die drohende Niederlage

Die Ivorer wollten sich mit der Niederlage nicht abfinden und erhöhten die Schlagzahl. Plötzlich fanden sich die Cafeteros in der Defensive wieder, und dies schmeckte ihnen gar nicht. Mit einem Alleingang gegen die gesamte rechte Abwehrseite Kolumbiens brachte Gervinho die Elfenbeinküste wieder ins Geschäft. Nachdem er vier Kolumbianer umspielt hatte, schoss er in der 73. Minute unhaltbar ein.

Das Tor wirkte wie das Startsignal für die Schlussoffensive der Ivorer. Die Südamerikaner wurden an ihrem eigenen Strafraum festgenagelt. Drogba (76.), Gervinho (82.) und Kalou (85.) hatten bei ihren Abschlüssen allerdings Pech.

Auf der Gegenseite versuchte Quinteros bei einem Konter Barry zu überlisten, doch der Kolumbianer scheiterte aus fast 50 Metern (!) an Barry im ivorischen Tor (88.).

Die Cafeteros werden nach dem Spiel aber nicht mit der Glücksgöttin hadern. Selbst in der Nachspielzeit hatten sie noch zwei Mal Glück, als Drogba und Yaya Toure mit guten Möglichkeiten scheiterten.

Kolumbien trifft im letzten Gruppenmatch am Dienstag (22 Uhr MESZ, LIVE! bei kicker.de) in Cuiaba auf Japan, Griechenland spielt zeitgleich in Fortaleza gegen die Elfenbeinküste.

Weltmeisterschaft, 2014, Vorrunde, 2. Spieltag
Kolumbien - Elfenbeinküste 2:1
Kolumbien - Elfenbeinküste 2:1
Auftakt zu Tag acht

Der achte Tag der WM in Brasilien beginnt mit der Partie zwischen Kolumbien und der Elfenbeinküste.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Kolumbien
Aufstellung:
Ospina (2,5) - 
Zuniga (4,5) , 
Zapata (4) , 
Yepes (2,5)    
Armero (3,5)    
Aguilar (3)    
C. Sanchez (4) - 
Ju. Cuadrado (1,5) , 
James (2)    
Ibarbo (4,5)    
Gutierrez (4,5)

Einwechslungen:
53. Quintero (2,5)     für Ibarbo
72. Arias für Armero
79. Mejia für Aguilar

Trainer:
Pekerman
Elfenbeinküste
Aufstellung:
Barry (3) - 
Aurier (3) , 
Zokora (2,5)    
Bamba (3,5) , 
Boka (5) - 
Serey Dié (4,5)    
Tioté (3,5)    
Gradel (4)    
Yaya Touré (4,5)    
Gervinho (2)    
Bony (4,5)    

Einwechslungen:
60. Drogba (4,5) für Bony
67. Kalou für Gradel
73. Bolly für Serey Dié

Trainer:
Lamouchi

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
James (64., Kopfball, Ju. Cuadrado)
2:0
Quintero (70., Linksschuss, Gutierrez)
2:1
Gervinho (73., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Kolumbien:
-
Elfenbeinküste:
Zokora
(2. Gelbe Karte)
,
Tioté
(1.)

Spieldaten

Kolumbien       Elfenbeinküste
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 11 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 311 : 377 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 247 : 318 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 64 : 59 Fehlpässe
 
Passquote 79% : 84% Passquote
 
Ballbesitz 45% : 55% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 50% : 50% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 11 : 14 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 13 : 11 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 2 Abseits
 
Ecken 5 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
19.06.2014 18:00 Uhr
Stadion:
Estadio Mané Garrincha, Brasilia
Zuschauer:
68748
Spielnote:  3
nach schwacher erster Halbzeit nahm die Begegnung im zweiten Durchgang immer mehr Fahrt auf.
Chancenverhältnis:
5:4
Eckenverhältnis:
5:5
Schiedsrichter:
Howard Webb (England)   Note 2,5
hatte die Begegnung jederzeit im Griff.
Spieler des Spiels:
Juan Cuadrado
Sorgte mit seiner Schnelligkeit auf der rechten Außenbahn für viel Gefahr. Er ließ Boka immer wieder schlecht aussehen. Bereitete den Führungstreffer per Eckball vor, hatte bei einem Pfostenschuss Pech.

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