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Australien

Australien

2
:
3

Halbzeitstand
1:1
Niederlande

Niederlande


AUSTRALIEN
NIEDERLANDE
15.
30.
45.








60.
75.
90.










Die Elftal hat gegen Australien große Mühe

Erst Jedinak weckt die Niederlande auf

Tapfere Australier mussten sich Oranje in Porto Alegre nur knapp mit 2:3 geschlagen geben. Die Niederlande taten sich gegen wuselige und bissige Socceroos lange Zeit schwer. Ein Torwartfehler machte die bittere Niederlage für das Team aus Down Under aber unumkehrbar.

Australien gegen Niederlande
Memphis Depay (#21) verschwindet in der niederländischen Jubeltraube. Australiens Alex Wilkinson ist bedient.
© Getty ImagesZoomansicht

Australiens Nationaltrainer Ange Postecoglou tauschte gegenüber der 1:3-Auftaktpleite gegen Chile, bei der die Socceroos den Südamerikanern lange Zeit auf Augenhöhe begegnet waren, zweimal Personal - und dies verletzungsbedingt: McGowan verteidigte anstelle von Franjic (Muskelriss im Oberschenkel) rechts in der Viererkette. Im defensiven Mittelfeld setzte McKay statt Milligan (Oberschenkelblessur) seine Kampfkraft unter Beweis. Bondscoach Louis van Gaal ließ die Elftal im Vergleich zum rauschhaften 5:1-Kantersieg gegen Titelverteidiger Spanien derweil unverändert.

In einer ereignisarmen Anfangsphase im Estadio Beira-Rio war es der Außenseiter, der den agileren und wacheren Eindruck machte. Das Team aus Down Under verteidigte aufmerksam, geschickt und mit guter Raumaufteilung. Doch nicht nur das: Es waren die Australier, die sich nach entschlossener Balleroberung immer wieder mutig in der Vorwärtsbewegung zeigten und so erste Halbchancen verbuchten. Die zehnte Minute blinkte von der Anzeigetafel, als McKay Cillessen, der das Leder in großer Not wegschlug, giftig nachsetzte und dem Oranje-Keeper die erste Arbeitsprobe abforderte (10.).

Die rund 15.000 australischen Fans, die das Stadion in Porto Alegre in weiten Teilen in Gelb tauchten, hatten auch in der Folge viel Spaß an ihren beherzt auftretenden Lieblingen. Nach exakt einer Viertelstunde adressierte der Bald-Ingolstädter Leckie eine flache Hereingabe auf Bresciano, dessen Schuss abgefälscht ins Toraus sauste. Kurz darauf drehte sich jedoch das Blatt - es war nun Robben-Zeit: Zwei Minuten, nachdem van Persie einen Kopfball in den Armen von Schlussmann Ryan platziert hatte, schlug Oranjes Bester zu: Der Turbodribbler des FC Bayern nahm an der Mittellinie Anlauf, steuerte - von diversen Socceroos nur begleitet - in höchstem Tempo auf den australischen Kasten zu und versenkte die Kugel eiskalt (20.).

Der Underdog reagierte aber nicht geschockt. Im Gegenteil: Keine zwei Minuten später folgte die postwendende Antwort der Socceroos - eine Marke Traumtor: Cahill - bereits gegen Chile erfolgreich - veredelte McGowans weiten Flankenball, indem er das Leder unhaltbar für Cillessen per traumhaftem Volleyschuss unter die Latte knallte - 1:1. Die Partie hatte endgültig Fahrt aufgenommen. Bis zur Pause sollte sie weiter unterhaltsam bleiben. Und das lag auch fortan an der Postecoglou-Truppe, die vor Selbstbewusstsein strotzte und beinahe in Führung ging: Brescianos Direktabnahme sauste knapp über den Querbalken (31.), Spiranovics Abschluss wurde die Beute von Cillessen.

Cahill verpasst das letzte Gruppespiel, van Persie auch

Australien blieb am Drücker, rannte weiter an, und stürzte pomadige Niederländer so von einer Verlegenheit in die nächste. Aus Sicht des Außenseiters trübte einzig das Bild, dass Cahill kurz vor dem Kabinengang vom algerischen Referee Jamel Haimoudi die Gelbe Karte vorgehalten bekam, den Aussies im letzten Gruppenspiel gegen Spanien somit fehlt (44.) - gleiches Schicksal sollte übrigens van Persie, der ebenfalls gelbgesperrt das letzte Spiel verpassen wird, im zweiten Durchgang ereilen. Aus Oranje-Sicht zusätzlich negativ zu notieren war, dass wenig später Martins Indi offenbar schwer verletzt mit der Trage vom Platz gebracht werden musste (45.).

Australien blieb nach Wiederanpfiff die couragiertere, die bessere Mannschaft. Den ersten Hochkaräter verbuchte indes der Favorit: Sneijder stellte mit einem saftigen Schuss die Reaktionsschnelligkeit von Torwart Ryan auf den Prüfstand (50.). Kurz darauf klingelte es allerdings auf der Gegenseite. Nach einem fragwürdigen Elfmeterpfiff - Janmaat wurde vom eingewechselten Bozancic angeschossen - zeigte sich Jedinak cool vom Punkt und begeisterte die Fans aus Down Under damit erneut (54.). Lange sollte die Freude aber nicht Bestand haben. Der WM-Finalist von 2010 antwortete in einer nun enorm kurzweiligen, vielfach spektakulären Begegnung prompt: De Guzmann setzte Torjäger van Persie in Szene, der das Spielgerät vehement in die Maschen jagte - 2:2 (57.)!

In Porto Alegre ging es auch danach Schlag auf Schlag. Australien hielt voll dagegen und war in der 66. Minute der erneuten Führung nahe: Leckie nutzte Oars Maßflanke aber nicht. Der Rechtsaußen beförderte die Kugel vielmehr aus vielversprechender Position per Brust in die Arme von Oranje-Keeper Cillessen. Die vergebene Großchance sollte sich nur wenig später rächen: Der eingewechselte Depay probierte es einfach mal aus 25 Metern und hatte mit seinem Schuss - da Ryan den sich wegdrehenden, aber haltbaren Ball passieren ließ - Erfolg.

WM-Tabellenrechner

Die Postecoglou-Schützlinge wollten sich in einer auch in der Schlussphase turbulenten Auseinandersetzung nicht mit der Niederlage abfinden. Allerdings öffneten die Socceroos der Van-Gaal-Truppe nun auch Räume, welche diese durch de Jong, der Ryan in der 74. Minute per Flachschuss Kopfzerbrechen bereitete, um ein Haar zur Vorentscheidung nutzten. Australien probierte es dennoch unbeirrt weiter. Da die Niederlande das Duell in den letzten Minuten mit viel Ballkontrolle im Griff hatten, glückte dem tapferen Außenseiter nicht mehr der Ausgleich.

Die Niederlande sind im dritten Gruppenspiel am Montag ab 18 Uhr (MESZ) in Sao Paulo gegen Chile gefordert. Australien hat in Curitiba zeitgleich die Kraftprobe gegen Spanien vor der Brust.

Weltmeisterschaft, 2014, Vorrunde, 2. Spieltag
Australien - Niederlande 2:3
Australien - Niederlande 2:3
Aussie, Aussie, Aussie

Die Schlachtenbummler aus Down Under sind heiß auf das Duell mit der Elftal.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Australien
Aufstellung:
Ryan (5) - 
R. McGowan (3) , 
Spiranovic (3,5) , 
Wilkinson (4) , 
Davidson (3) - 
McKay (4) , 
Jedinak (3)        
Leckie (2,5) , 
Bresciano (4)    
Oar (3)    
T. Cahill (2)            

Einwechslungen:
51. Bozanic (3,5) für Bresciano
69. Halloran für T. Cahill
77. Taggart für Oar

Trainer:
Postecoglou
Niederlande
Aufstellung:
Cillessen (4) - 
de Vrij (5) , 
Vlaar (3,5) , 
Martins Indi (4)    
Janmaat (4) , 
Blind (4) - 
de Guzman (4)    
N. de Jong (3) - 
Sneijder (4) - 
van Persie (2,5)                
Robben (2,5)    

Einwechslungen:
45. + 3 Depay (2)     für Martins Indi
78. Wijnaldum für de Guzman
87. Lens für van Persie

Trainer:
van Gaal

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Robben (20., Linksschuss)
1:1
T. Cahill (21., Linksschuss, R. McGowan)
2:1
Jedinak (54., Handelfmeter, Rechtsschuss)
2:2
van Persie (58., Linksschuss, Depay)
2:3
Depay (68., Rechtsschuss, de Guzman)
Gelbe Karten
Australien:
T. Cahill
(2. Gelbe Karte)
Niederlande:
van Persie
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

Australien       Niederlande
Tore 2 : 3 Tore
 
Torschüsse 10 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 418 : 423 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 336 : 336 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 82 : 87 Fehlpässe
 
Passquote 80% : 79% Passquote
 
Ballbesitz 50% : 50% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 50% : 50% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 18 : 25 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 22 : 18 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 
Ecken 3 : 2 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
18.06.2014 18:00 Uhr
Stadion:
Estadio Beira-Rio, Porto Alegre
Zuschauer:
42877
Spielnote:  2,5
gute Unterhaltung. Spielerisch zwar nicht hochklassig, aber hohes Tempo und viele Torszenen. Auch dank des tapferen Außenseiters Australien.
Chancenverhältnis:
4:7
Eckenverhältnis:
3:2
Schiedsrichter:
Djamel Haimoudi (Algerien)   Note 3,5
an sich ein souveräner Leiter. Aber die Elfmeterentscheidung war zu hart, weil der Arm von Daryl Janmaat keine Spannung hatte, nicht unnatürlich weit vom Körper weg war und der Ball aus kurzer Entfernung kam.
Spieler des Spiels:
Memphis Depay
Der für den verletzten Bruno Martins Indi eingewechselte Mittelfeldspieler wurde zum Matchwinner. Der 20-Jährige von der PSV Eindhoven war immer anspielbereit, leitete das 2:2 ein und schoss dann selbst das Siegtor.

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