Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Schweiz

Schweiz

2
:
1

Halbzeitstand
0:1
Ecuador

Ecuador


SCHWEIZ
ECUADOR
15.
30.
45.








60.
75.
90.










Ecuador gibt Führung aus der Hand, die Schweiz gewinnt in letzter Sekunde

Joker-Duo: Mehmedi macht's vor, Seferovic nach

Im ersten Spiel der Gruppe E starteten die favorisierten Schweizer im kollektiven Tiefschlaf ins Turnier und mussten überraschend die Führung Ecuadors hinnehmen. Erst die Einwechslung eines Bundesliga-Legionärs brachte Schwung in die Nati. Lange sah es trotzdem nur nach einem Remis aus, bis sich ein weiterer Joker aufmachte, um in einer verrückten Nachspielzeit die Schweiz zum 2:1-Sieg zu schießen.

Genießt die Freiheit: Enner Valencia (Mitte) darf ungehindert zum 1:0 für Ecuador einnicken.
Genießt die Freiheit: Enner Valencia (Mitte) darf ungehindert zum 1:0 für Ecuador einnicken.
© Getty ImagesZoomansicht

Nati-Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld setzte auf eine 4-2-3-1-Formation mit dem Neu-Leverkusener Drmic in vorderster Front. Torwart Benaglio und Linksverteidiger Rodriguez (beide Wolfsburg) waren neben Hamburgs Djourou in der Abwehr gesetzt. Shaqiri vom FC Bayern München und Basels Stocker bildeten die Flügelzange, der Gladbacher Xhaka sollte als Spielmacher die Fäden ziehen. Der Freiburger Mhemedi saß zunächst nur auf der Bank.

Beim Gegner aus Ecuador schickte Coach Reinaldo Rueda ebenfalls einen Bundesliga-Legionär aufs Feld: Stuttgarts Gruezo. Bekanntester Akteur im Team war Manchester Uniteds Rechtsaußen Antonio Valencia.

Doch zu Beginn der Partie lief es noch nicht wirklich rund bei den Eidgenossen. Gegen gut sortierte Südamerikaner gab es zunächst kein Durchkommen. Weil Ecuador sich selbst vornehmlich auf die Defensivarbeit und blitzschnelle Konter konzentrierte, sorgte das für wenig unterhaltsame Anfangsminuten.

Eidgenossen pennen im Kollektiv

Nach etwa 20 Minuten kamen die Schweizer besser ins Spiel. Shaqiri prüfte Dominguez - stellte den Keeper aber nicht vor allzu große Probleme (16.). Auf der Gegenseite zeigte "La Tri" nur zwei Minuten später hingegen, dass schnelle Konter auch bei dieser Hitze möglich sind. Anschließend beging Lichtsteiner ein Foul an Montero - eines mit Folgen...

Vom linken Flügel zirkelte Ayovi in der 22. Minute den folgenden Standard scharf an den Fünfmeterraum, wo sich keiner der Eidgenossen für Enner Valencia verantwortlich fühlte und auch Benaglio auf der Linie kleben blieb. Der Ecuadorianer bedankte sich mit einem wuchtigen Kopfball-Aufsetzer für die ungeahnten Freiheiten. 1:0.

Erst nach diesem Rückschlag wachte die bis dato schläfrige Nati ein wenig auf. Fernschüsse waren nun das Mittel der Wahl bei den Hitzfeld-Schützlingen. Erst kurz vor der Pause schafften es die Eidgenossen, auch spielerisch für Gefahr zu sorgen. Dominguez hielt aber seinen Kasten gegen Inler und Shaqiri sauber (36., 37.). So nahmen die Schweizer einen Rückstand mit in die Kabine.

WM-Tabellenrechner

Als sie wieder rauskamen, blieb einer zurück: Stocker musste Mehmedi weichen. Der hatte die ersten zwei Minuten wenig vom Spiel, kein einziges Mal hatte der Freiburger die Kugel am Fuß. Bis Rodriguez in der 48. Minute eine Ecke scharf vors Tor zirkelte, Mehmedi hochstieg und kompromisslos zum 1:1-Ausgleich einnickte! Ottmar Hitzfelds Joker hatte gestochen und durfte sich bei seinem Gegenspieler Gruezo bedanken, der das Luftduell scheute.

Verrückte Schlusssekunden

Ecuador schockte das Gegentor nicht. Ganz im Gegenteil, die Rueda-Schützlinge versuchten direkt eine Antwort zu finden. Diesmal verfehlte Enner Valencia allerdings per Kopf (52.) und wenig später mit einem Hammer aus 16 Metern (59.). Es entwickelte sich ein besseres Spiel als in Durchgang eins, auch, weil bei der Nati durch den eingewechselten Mehmedi mehr Schwung drin war (58.).

Erster Ballkontakt, erstes Tor: Eine beeindruckende WM-Bilanz von Admir Mehmedi (re.).
Erster Ballkontakt, erstes Tor: Eine beeindruckende WM-Bilanz von Admir Mehmedi (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Dann zappelte die Kugel in den Maschen: der bis dato völlig blasse Drmic tauchte nach einem Pass von Rodriguez, den Mehmedi geistesgegenwärtig durchließ, frei vor Dominguez auf und versenkte den Ball aus kurzer Distanz. Das Problem der Eidgenossen: Das Schiedsrichtergespann um Ravshan Irmatov erkannte den Treffer nicht an, weil der Ex-Nürnberger vermeintlich im Abseits gestanden haben soll. Eine Fehlentscheidung, beim Abspiel von Rodriguez war Drmic auf gleicher Höhe wie ein Ecuadorianer. Zwei Minuten später bot sich Shaqiri die Chance zur Führung, der Bayern-Akteur traf jedoch nur das Außennetz.

Anschließend flachte die Partie wieder zusehends ab, bis sich in einer völlig verrückten Schlussphase die Ereignisse überschlugen. Erst bot sich Ecuador die große Konterchance - Valencia bediente im Rückraum Arroyo, der völlig frei stand und schießen konnte, aber viel zu lange zögerte und schließlich vertändelte. So jubelten im direkten Gegenzug doch noch die Hitzfeld-Schützlinge. Und wieder war es ein Joker: Seferovic sprintete in eine flache Rodriguez-Hereingabe und traf hoch ins kurze Eck zum viel umjubelten Siegtreffer in der Nachspielzeit!

Die Schweiz trifft im zweiten Gruppenmatch am Freitag (21 Uhr, MESZ) in Salvador auf Frankreich, Ecuador spielt am Samstag (0 Uhr, MESZ) in Curitiba gegen Honduras.

Weltmeisterschaft, 2014, 1. Spieltag
Schweiz - Ecuador 2:1
Schweiz - Ecuador 2:1
Vorfreude

Auftakt in der Gruppe E: Die Fans aus Ecuador und der Schweiz sind bereit, ihre Mannschaften zum Sieg zu schreien.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Schweiz
Aufstellung:
Benaglio (2,5) - 
Lichtsteiner (4,5) , 
Djourou (4,5)    
von Bergen (3,5) , 
Behrami (4,5) , 
Inler (3)    
Shaqiri (3) , 
G. Xhaka (4) , 
Stocker (4,5)    
Drmic (3,5)    

Einwechslungen:
46. Mehmedi (3)     für Stocker
75. Seferovic     für Drmic

Trainer:
Hitzfeld
Ecuador
Aufstellung:
Dominguez (3) - 
Paredes (3)    
Guagua (4) , 
Erazo (4) , 
W. Ayovi (3,5) - 
Noboa (3,5) , 
Gruezo (4) - 
A. Valencia (4)    
Montero (3)    
E. Valencia (2)    
F. Caicedo (3,5)    

Einwechslungen:
70. Arroyo für F. Caicedo
76. Rojas für Montero

Trainer:
Rueda

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
E. Valencia (22., Kopfball, W. Ayovi)
1:1
Mehmedi (48., Kopfball, R. Rodriguez)
2:1
Seferovic (90. + 3, Linksschuss, R. Rodriguez)
Gelbe Karten
Schweiz:
Djourou
(1. Gelbe Karte)
Ecuador:
Paredes
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Schweiz       Ecuador
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 17 : 10 Torschüsse
 
gespielte Pässe 485 : 288 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 425 : 228 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 60 : 60 Fehlpässe
 
Passquote 88% : 79% Passquote
 
Ballbesitz 62% : 38% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 57% : 43% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 9 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 14 : 9 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 4 Abseits
 
Ecken 8 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
15.06.2014 18:00 Uhr
Stadion:
Estadio Mané Garrincha, Brasilia
Zuschauer:
68351
Spielnote:  3
die Partie nahm nur langsam Fahrt auf, nach der Halbzeitpause aber drehte vorrangig die Schweiz am Schwungrad und es entwickelte sich ein interessanter Schlagabtausch.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
8:5
Schiedsrichter:
Ravshan Irmatov (Usbekistan)   Note 3,5
agierte lange Zeit sehr souverän, Drmic stand bei seinem Tor jedoch ganz knapp nicht im Abseits (70.); hätte Djourou zudem statt der Gelben Karte auch durchaus Rot zeigen können (84.).
Spieler des Spiels:
Enner Valencia
Der Angreifer traf zur Führung und war von den Schweizern fortan nie wirklich in den Griff zu bekommen. Er präsentierte?sich lauf- und auch zweikampfstark, war ein ständiger Unruheherd.

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein FußballQuiz eMagazine