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09.09.2018, 15:10

Neuer Nationaltrainer gewinnt beim Debüt auf der Insel

Verheißungsvoll: Spanien schwärmt von Enriques neuer Idee

Viel härter hätte es Luis Enrique nicht erwischen können: Am Samstagabend musste der 48-Jährige bei seinem Debüt mit der spanischen Nationalmannschaft ins Londoner Wembley-Stadion reisen. Die Premiere war dann aber so vielversprechend, dass die Presse ihn mit Lob überschüttete.

Er setzt auch auf die jüngeren Hoffnungsträger: Luis Enrique (l.) ließ Saul Niguez durchspielen.
Er setzt auch auf die jüngeren Hoffnungsträger: Luis Enrique (l.) ließ Saul Niguez durchspielen.
© imago (2)Zoomansicht

Für die spanische Nationalmannschaft war es mal wieder ein Sommer zum Vergessen: Bei der WM-Endrunde in Russland folgte auf das Trainer-Chaos rund um den kurz zuvor entlassenen Julen Lopetegui das Achtelfinal-Aus gegen den Gastgeber. Viel zu wenig für die großen Hoffnungen der Fans des Weltmeisters von 2010. Und auch die eigenen Ansprüche.

Anfang Juli präsentierte der spanische Verband dann Luis Enrique als neuen Nationaltrainer. Frischer Wind sollte her. Und der blies im Wembley am Samstagabend dem großen Gegner schon gewaltig entgegen. England zog trotz 1:0-Führung zum Auftakt der UEFA Nations League letztlich den Kürzeren. Die "Mundo Deportivo" schrieb gar von einem "historischen" Abend, weil es bisher noch keinem Gegner gelungen war, England in Wembley nach einem Rückstand noch zu schlagen.

"Besserer Start fast unmöglich" titelte auch die "Marca", die ein verheißungsvolles Debüt von Enrique gesehen hatte. Es sei zwar nur ein Spiel gewesen, doch man könne daraus schon so viel ablesen. Speziell die neue Idee hinter dem Spiel der "Furia Roja" fand auf der iberischen Halbinsel großen Anklang: mehr attraktiver Fußball, mehr Vertikalität und Aggressivität im Spiel. Ein neues Spanien, das bei allen Innovationen die eigene Identität nicht verrät, so der Tenor. Das 2:1 auf der Insel sei mehr als ein Prestigeerfolg, vielmehr ein Zeichen für eine glorreiche Zukunft.

Ohne WM-Minute in die Startelf

Sinnbild für den Neuanfang war Saul Niguez, der bei der WM in Russland komplett ohne Einsatzminute geblieben war - ein Schicksal, das bei der EM 2004 auch den späteren Weltmeister Xavi ereilt hatte. Am Samstag stand er über die komplette Distanz auf dem Platz, besorgte den wichtigen Ausgleichstreffer und überzeugte auch seinen Trainer. Enrique schwärmte von der Qualität, starken Physis und speziell der "brutalen Mentalität" des Linksfußes von Atletico Madrid. In 20 Spielen unter Lopetegui war der Mittelfeld-Antreiber auf insgesamt 355 Minuten gekommen (nur beim 3:0 gegen Albanien in der WM-Qualifikation hatte er durchspielen dürfen).

England wird aufgezeigt, dass es immer noch weit hinter den Topteams steht.Der "Telegraph" am Sonntag

Eine richtig starke Vorstellung boten aber auch zwei andere: Rodrigo Moreno avancierte mit einer Vorlage und einem Tor zum Matchwinner, Schlussmann David de Gea besorgte hinten den Rest und ließ extrem glücklose WM-Auftritte unmittelbar vergessen. "Er hat uns gerettet", gestand Rodrigo Moreno mit Blick auf die zahlreichen guten Paraden des 27-Jährigen, der besonders in der Schlussphase über sich hinauswuchs. Innenverteidiger Nacho, der den zurückgetretenen Gerard Piqué noch nicht gänzlich ersetzen konnte, fügte hinzu: "Er ist eine Nummer eins und wir haben totales Glück, dass wir ihn haben."

Eine ähnliche Sicht auf die Dinge hatte auch die englische Presse. Der "Telegraph" etwa schrieb am Sonntag: "England wird aufgezeigt, dass es immer noch weit hinter den Topteams steht, Spanien dominiert beim UEFA-Nations-League-Auftakt." Für die "BBC" war die Niederlage gegen Spanien "ein brutaler Realitätscheck".

msc

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Vorname:Rodrigo
Nachname:Moreno Machado
Nation: Spanien
Verein:FC Valencia
Geboren am:06.03.1991

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Vorname:Saul
Nachname:Niguez Esclapez
Nation: Spanien
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Vorname:Luis Enrique
Nachname:Martinez Garcia
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Verein:Spanien


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