Was wäre Werder ohne Diego! Mit zwei Toren führte der Brasilianer, dessen Einsatz bis kurz vor Spielbeginn auf der Kippe gestanden hatte, die Bremer in Udine ins Halbfinale. Bis es soweit war, musste Werder im Friaul allerdings einigen Angstschweiß vergießen. Inlers Führungstor glich Diego zwar aus, doch die Gastgeber schlugen in einer rasanten ersten Hälfte durch Quagliarella gleich zweimal zurück. Mit einem 1:3 ging es für die Schaaf-Elf in die Kabine. Auch im zweiten Durchgang machte die Werder-Abwehr nicht immer den sichersten Eindruck, doch Diego, der schon beim 3:1 im Hinspiel zweimal getroffen hatte, sorgte dafür, dass sich die Mienen auf der Bremer Bank etwas entspannten. Der Brasilianer ließ vom Elfmeterpunkt zwar die Chance auf einen dritten Treffer aus, doch Pizarro brachte das Halbfinale wenig später unter Dach und Fach.
Auch in Manchester sahen die Zuschauer ein tolles Spiel, in dem Guerrero die Gastgeber früh kalt erwischte. Einen umstrittenen Handelfmeter nutzte Elano zum Ausgleich. Nach der Pause geriet der HSV nach Caicedos Treffer zum 2:1 mächtig unter Druck, City boten sich zahlreiche Chancen. Doch die Hamburger, die in der Schlussphase nach Gelb-Rot gegen Dunne in Überzahl agierten, hielten dem Druck stand und zogen erstmals seit 1983 in ein Europapokal-Halbfinale ein. Erstmals seit 20 Jahren - damals standen sich der VfB Stuttgart und Dynamo Dresden gegenüber - kommt es in der Vorschlussrunde eines europäischen Wettbewerbs damit zu einem deutsch-deutschen Duell.

Werder und der HSV werden sich innerhalb von 19 Tagen zudem viermal gegenüberstehen. Den Auftakt macht das DFB-Pokal-Halbfinale am 22. April in Hamburg, es folgen die UEFA-Cup-Duelle im Weserstadion am 30. April und an der Elbe am 7. Mai sowie das Punktspiel am 10. Mai in Bremen.
Im Finale in Istanbul werden sich am 20. Mai ein deutsches und ein ukrainisches Team gegenüberstehen. Dynamo Kiew sicherte sich bereits am frühen Abend das erste Halbfinalticket. Der designierte ukrainische Meister setzte sich mit 3:0 gegen Paris St.-Germain durch. Ismael Bangoura stellte die Weichen für die Gastgeber bereits in der vierten Minute auf Sieg. Einen rabenschwarzen Tag erwischte PSG-Keeper Mickael Landreau. Erst beförderte der französische Nationaltorwart den Ball ins eigene Netz (16.), dann sah er auch beim dritten Gegentor von Vukojevic (61.) alles andere als gut aus.
Und auch das letzte Ticket ging in die Ukraine. Schachtjor Donezk setzte sich bei Olympique Marseille mit 2:1 durch. Nachdem Fernandinho die Gäste nach einer halben Stunde in Führung gebracht hatte, hätte "OM" nach dem 0:2 im Hinspiel noch vier Tore gebraucht. Doch mehr als der zwischenzeitliche Ausgleich durch Ben Arfa sprang nicht dabei heraus, Luiz Adriano bescherte Donezk in der Nachspielzeit noch den Sieg.
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